Ostalbkreis: Telefonbetrug – Brände
Aalen: Telefonbetrüger schlagen zu
Am Dienstagabend gegen 20:45 Uhr wurde eine 87-Jährige Frau in Aalen Opfer eines Schockanrufs. Ein russisch sprechender Anrufer teilte der Seniorin über einen Messangerdienst mit, dass ihre Tochter einen schweren Unfall verursacht habe und nun eine Kaution geleistet werden müsste, damit die Tochter nicht ins Gefängnis müsste. Letztendlich übergab die Frau einen Betrag in Höhe von 10.000 Euro an einen männlichen Abholer. Dieser war etwa 30 Jahre alt und ca. 180cm groß. Er hatte kurze schwarze Haare, einen Dreitagebart und eine leicht dickliche Figur. Bekleidet war er mit einem dunklen Mantel, welcher ihm bis zu den Knien ging. Auch der Abholer sprach ausschließlich russisch.
Bereits zwischen 16 Uhr und 18 Uhr erhielt eine 68-Jährige Frau aus Wasseralfingen ebenfalls einen gleichgelagerten Anruf. Auch hier wurde auf russisch mitgeteilt, dass die Tochter einen schweren Unfall verursacht habe. Die Dame übergab ebenfalls in einem Kuvert 10.000 Euro an einen männlichen Abholer. Gegen 20 Uhr erhielt sie einen neuerlichen Anruf, in welchem ihr mitgeteilt wurde, dass die 10.000 Euro nicht ausreichend seien. Dieser Anruf wurde jedoch von der inzwischen hinzugekommen Tochter beendet, so dass es nicht zu einer erneuten Geldübergabe kam.
Der Geldabholer war nach Angaben der Geschädigten etwa 30 Jahre alt und hatte dunkle kurze Haare und einen Vollbart. Bekleidet war er mit einer schwarzen Stoffhose und einer dunkelblauen Jacke. Der Mann sprach mit einem weißrussischen Akzent.
Personen, die im Bereich der Silcherstraße / Robert-Stolz-Straße / Max-Reger-Straße bzw. im Bereich Stefansplatz / Katharinenstraße / Maiergasse zu den besagten Uhrzeiten verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben, werden gebeten sich mit dem Polizeirevier Aalen unter der Telefonnummer 07361 5240 in Verbindung zu setzen.
Die Polizei weist darauf hin, dass man sich vor Telefonbetrügern schützen kann. Zwischenzeitlich sind die Maschen, wie die Betrüger an das Geld der Angerufenen kommen wollen, vielfältig. Oft geben sich Betrüger am Telefon als Verwandte, meist Tochter, Sohn oder Enkel, oder als ein mit einem Vorgang betrauter Polizeibeamter oder Rechtsanwalt aus und täuschen eine Notsituation vor. Die Anrufer berichten etwa von einem Verkehrsunfall, in dessen Folge ein Familienmitglied sofort operiert werden müsse. Die Operation könne jedoch nur dann durchgeführt werden, wenn sie vorher in bar bezahlt wird. Dieses Vorgehen wird "Schockanruf" genannt. Aber auch falsche Mitarbeiter von Software-Unternehmen, falsche Polizeibeamte oder der sogenannte Enkeltrick sollen meist ältere Menschen dazu bringen, Geld oder andere Wertgegenstände und Schmuck auszuhändigen oder Überweisungen durchzuführen. In vielen Fällen durchschauten die Angerufenen die Betrugsmaschen und die Betrüger gehen leer aus. Leider fallen aber auch immer wieder Menschen auf Betrüger herein und werden um Ihr Vermögen gebracht. Die Polizeiliche Kriminalprävention klärt darüber auf, wie sich jeder vor Betrug schützen kann.
Sie gibt folgende grundsätzlichen Verhaltenstipps:
- Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen.
- Legen Sie den Hörer auf. Wer sich nicht in ein Gespräch
verwickeln lässt, kann dabei auch nicht irregeführt werden.
- Werden Sie misstrauisch bei Forderungen nach Geld oder
persönlichen Daten.
- Legen Sie unbedingt zuerst auf! Wählen sie erst dann selbst die
110 und teilen Sie den Sachverhalt mit.
- Sprechen Sie am Telefon nicht über Ihre persönlichen und
finanziellen Verhältnisse.
- Die Betrüger suchen in Telefonverzeichnissen vor allem nach
Vornamen, die auf ältere Personen hindeuten. Wer sein Risiko
solcher Anrufe verringern will, der sollte sich aus den
öffentlichen Verzeichnissen streichen lassen oder veranlassen,
dass der Vorname nur abgekürzt genannt wird.
- Beraten Sie sich mit Ihrer Familie oder Personen, denen Sie
vertrauen.
- Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an Unbekannte.
- Geben Sie bitte diese Tipps in Ihrem Familien- und Freundeskreis
weiter.Wichtige Tipps zum Schutz von Telefonbetrügern erhalten Sie in der Broschüre "Vorsicht, Abzocke!". Diese finden sie bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle oder im Internet unter www.polizei-beratung.de.
Hüttlingen: Technischer Defekt an Wäschetrockner
Am Dienstag gegen 22:20 Uhr löste ein Rauchmelder in einem Haus in der Hohe Straße aus, nachdem der Wäschetrockner im Keller vermutlich aufgrund eines technischen Defektes überhitzte und zu rauchen begann. Durch die Feuerwehr Hüttlingen, die mit drei Fahrzeugen und 20 Wehrleuten vor Ort kam, wurde der defekte Wäschetrockner ins Freie gebracht und das Haus gelüftet. Die drei Bewohner im Alter von 61, 25 und 34 Jahren wurden zur Abklärung auf Rauchgasintoxikationen vorsorglich in das Krankenhaus gebracht. Ein Schaden am Haus entstand nicht.
Mutlangen: Fahrzeugbrand
Ein 57-jähriger Nissan-Lenker befuhr am Dienstag gegen 22:10 Uhr die Spraitbacher Straße. Als aus dem Motorraum seines PKW plötzlich Rauch aufstieg, stellte er das Fahrzeug am Fahrbahnrand ab. Dort geriet der Pkw, vermutlich aufgrund eines technischen Defektes, in Vollbrand. Der Brand wurde von der Feuerwehr gelöscht. Das Fahrzeug brannte vollständig aus. Es entstand ein Schaden von rund 8.000 Euro.
Gschwend: Hecke in Brand gesetzt
Am Dienstag gegen 15:20 Uhr wurde dem Polizeipräsidium Aalen eine brennende Thuja-Hecke in der Gmünder Straße gemeldet. Ein 57-Jähriger verrichtete mit einem Bunsenbrenner Arbeiten auf einer Garage. Dabei sprang ein Funke über und setzte die Hecke in Brand. Als die Feuerwehr und Polizei eintrafen, war der Brand bereits durch den 57-Jährigen gelöscht.
Rainau/Schwabsberg: Brand
Vermutlich aufgrund einer Überhitzung des Kamins kam es am Dienstag gegen 18:00 Uhr in der Klingenstraße zu einem Brand in der Zwischendecke eines Nebenraumes einer Schreinerei. Als die Feuerwehr, die mit fünf Fahrzeugen und 35 Einsatzkräften vor Ort war, eintraf, konnte der Brand durch den Inhaber der Schreinerei bereits größtenteils gelöscht werden. Es entstand ein Schaden von ca. 3.000 Euro. Verletzt wurde niemand.
Rückfragen bitte an:
Polizeipräsidium Aalen
Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit
Böhmerwaldstraße 20
73431 Aalen
Telefon: 07361/580-110
E-Mail: Aalen.pp.sts.oe@polizei.bwl.de