Geldübergabe nach Schockanruf – Zeugen gesucht
Sie spielen mit den Gefühlen ihrer Opfer und wollen sie dabei um ihr Geld bringen: Immer wieder kommt es zu Schockanrufen dreister Betrüger.
Stundenlang halten die Betrüger ihre potentiellen Opfer am Telefon und üben Druck aus: So auch am Dienstag (03.11.) bei einem Ehepaar in der Fuldaer Innenstadt. Sie ließen die Dame in dem Glauben, dass ihre Tochter mit einem schweren Verkehrsunfall verursacht hätte und nun eine Kaution benötigt werde um eine Haftstrafe abzuwenden.
Die Täter erfragten zudem welche Wertgegenstände sich im Haus befinden und gaben an, einen Kurier zu entsenden, der die Gegenstände als Kaution in Empfang nehmen würde. So übergab das Ehepaar einer ihnen unbekannten männlichen Person schließlich einen fünfstelligen Bargeldbetrag. Die Person kann wie folgt beschrieben werden: männlich, circa 22 bis 30 Jahre alt, circa 170 cm groß, schlanke Statur, osteuropäisches Erscheinungsbild, dunkle Mütze, Tattoo auf der Hand, dunkel gekleidet
Zeuginnen und Zeugen die im Bereich des Gemüsemarktes in Fulda Hinweise zu der beschriebenen Person machen können, werden gebeten sich an das Polizeipräsidium Osthessen unter Telefon 0661/105-0 oder jede andere Polizeidienststelle zu wenden.
Hier noch einige Tipps Ihrer Polizei in der Übersicht:
- Seien Sie misstrauisch, wenn sich jemand am Telefon nicht selbst
mit Namen vorstellt oder als Bekannter/ Verwandter,
Bankangestellter oder Polizeibeamter beziehungsweise Person der
Justiz ausgibt, den Sie als solchen nicht erkennen.
- Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald Ihr
Gesprächspartner Geld von Ihnen fordert.
- Rufen Sie Ihre Verwandten unter der Ihnen bekannten
Telefonnummer oder die Polizei unter der 110 an.
- Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an Ihnen unbekannte
Personen.Die Täter passen ihr Vorgehen an Ängste der potentiellen Opfer an, wodurch sie deren höchstpersönlichen Lebensbereich tangieren. Anhaltende Telefonate mit den Tätern während der Betrugshandlung verhindern den Kontakt mit nahestehenden Personen. Hierdurch wird der Betrugsirrtum aufrecht erhalten und Opfer sind bereit hohe Wertbeträge zu zahlen. Folgen, wie Rückzug aus der Gesellschaft und Schamgefühl, bieten Trickbetrügern eine Plattform. Sprechen Sie offen über das Geschehene, jeder kann Opfer werden. Scheuen Sie sich nicht die Polizei beim Verdacht eines Betrugs zu informieren.
(Marc Leipold)
Kontakt:
Polizeipräsidium Osthessen
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Severingstraße 1-7, 36041 Fulda
Telefon: 0661 / 105-1099
E-Mail: poea.ppoh@polizei.hessen.de
(nur Mo. bis. Fr. - tagsüber)
Zentrale Erreichbarkeit:
Telefon: 0661 / 105-0
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