92-jährige Rentnerin wird Opfer eines Schockanrufs – Kriminalpolizei Erding ermittelt und warnt vor Betrugsmasche

VATERSTETTEN, LANDKREIS EBERSBERG. Wieder nutzten sogenannte Schockanrufer am gestrigen Tag die Hilfsbereitschaft eines Opfers dreist aus und erbeuteten dabei Goldschmuck im Gesamtwert von rund 50.000 Euro. Die Kriminalpolizei Erding hat die Ermittlungen übernommen. In den Mittagsstunden erhielt eine 92-jährige Seniorin aus dem Landkreis Ebersberg einen Anruf. Dabei wurde ihr die Notsituation geschildert, dass ihr krebskranker Sohn dringend auf die Gabe eines teuren Medikamentes angewiesen sei, welches sofort bezahlt werden müsse. Im Glauben ihren Sohn vor gesundheitlichen Schaden bewahren zu können, packte die besorgte Rentnerin ihren gesamten Goldschmuck zusammen und übergab diesen im Ortsteil Baldham an einen unbekannten Abholer, der wie folgt beschrieben werden kann: Männlich, 170 cm groß, ca. 35 Jahre alt, Frisur: kurz geschnittenes, lichtes, blondes Haar. Sachdienliche Hinweise, die mit der Goldschmuckübergabe in Verbindung stehen könnten, werden von der Polizei unter der Telefonnummer 08122-968-0 entgegengenommen. Die Kriminalpolizei Erding warnt aus aktuellem Anlass erneut vor dieser Betrugsmasche und bittet die nachfolgenden Verhaltensempfehlungen zu beachten: - Beenden Sie das Telefonat, wenn Sie nicht sicher sind, wer anruft und Sie sich unter Druck gesetzt fühlen. - Die Polizei ruft Sie niemals unter der Polizeinotrufnummer 110 an! Das machen nur Betrüger. Wenn Sie unsicher sind, wählen Sie die Nummer 110. Aber nutzen Sie dafür nicht die Rückruftaste! - Rufen Sie den angeblich betroffenen Angehörigen unter der Ihnen bekannten Nummer an! - Sprechen Sie am Telefon nie über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse. - Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen! - Ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu oder verständigen Sie über den Notruf 110 die Polizei! - ​​​​​​Sprechen Sie auch mit ihren Angehörigen über das Phänomen und warnen Sie sie vor dem Vorgehen der Täter! Weitere Informationen zum Thema Schockanruf bzw. Betrug über Messengerdienst finden Sie im Internet auf den Seiten der Präventionskampagne LEG AUF!