Miese Betrugsmasche mit Love-Scamming – Betrügerin erbeutet hohen Geldbetrag: Polizei warnt und gibt Tipps
Schwalm-Eder-Kreis:
Als eine miese Betrugsmasche entpuppte sich ein virtueller Flirt: Ein Mann aus dem Schwalm-Eder-Kreis wurde um einen hohen Geldbetrag gebracht, indem er Opfer eines Liebesbetruges, dem sogenannten "Love-Scamming" wurde. Hierbei treten die Betrüger über Dating-Portale oder soziale Netzwerke mit ihren Opfern in Kontakt und bauen mit ihnen unter falschen Personalien eine vertrauensvolle Bindung auf. Meist nutzen sie erfundene Lebensgeschichten und falsche Bilder. Nachdem sie das Vertrauen ihrer Opfer erlangt haben, erfolgen dann unter anderem Geldforderungen. Die Polizei warnt vor dieser miesen Masche und rät daher dringend, bei Internetbekanntschaften und Geldforderungen grundsätzlich misstrauisch zu sein.
Wie auch im Fall des 62-jährigen Mannes aus dem Schwalm-Eder-Kreis. Dieser lernte vor circa zwei Jahren über das Internet eine Frau kennen, die angab im Ausland zu wohnen. Nachdem sie auf geschickte Weise über mehrere Monate hinweg das Vertrauen des 62-Jährigen erlangte und sich zwischen ihnen eine vermeintliche Liebesbeziehung aufgebaut hatte, begannen die Bitten nach ersten finanziellen Unterstützungen. In dem Glauben, der Frau zu helfen und sie bald persönlich zu treffen, überwies ihr das Opfer nach und nach insgesamt mehrere zehntausend Euro. Als der Mann später misstrauisch wurde, wandte er sich an die Polizei.
Um sich vor der Masche des Love-Scammings zu schützen, gibt die Polizei folgende Tipps:
- Ignorieren: Auf keinen Fall Geld überweisen! Gehen Sie nicht auf
Geldforderungen ein, überweisen Sie kein Geld und kaufen Sie
keine Gutscheinkarten für den oder die Internetbekanntschaft.
Machen Sie Zahlungen sofort rückgängig, wenn möglich. - Sichern: Alle Mails und Chats speichern! Sichern Sie
Chatverläufe und E-Mails und heben Sie Überweisungsträger auf,
diese können als Beweismittel später hilfreich sein. - Blockieren: Jeglichen Kontakt abbrechen! Brechen Sie den Kontakt
mit dem Scammer ab und antworten Sie nicht auf Nachrichten oder
Anrufe. Sicherheitshalber sollten Sie sich eine neue
Telefonnummer und eine neue E-Mail-Adresse zulegen. - Hilfe holen: Anzeige bei der Polizei erstatten! Neben der
Verfolgung der Täter ist eine Anzeigenerstattung bei der Polizei
auch wichtig, falls etwa Banken Ansprüche gegen die Opfer
geltend machen wollen, zum Beispiel weil Schecks weitergeleitet
wurden. Die Polizei kann Ihnen außerdem helfen, die Betrüger
effektiv zu blockieren.Sollten Sie Opfer eines solchen Betrugs geworden sein, empfiehlt die Polizei alle Chatverläufe, E-Mails usw. zu sichern und Strafanzeige bei der Polizei zu erstatten.
Ausführliche Informationen zum Thema finden Sie auch unter: https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/scamming/.
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