Falsche Polizeibeamte und Bankmitarbeiter betrügen Senioren – hoher Sachschaden entstanden
Am vergangenen Dienstag kam es in Stade zu einem Betrug durch die Masche der falschen Polizeibeamten.
Eine 82-jährige Seniorin aus dem Stadtteil Kopenkamp erhielt einen Anruf von einem angeblichen "Herrn Sander" von der Polizei. In mehreren Telefonaten über den Tag verteilt konnte der falsche Polizeibeamte die Seniorin davon überzeugen, dass ihr Schließfach in der Bank nicht mehr sicher sei. Angeblich wären einige Bankmitarbeiter durch kriminelle Gruppen bestochen worden und sollen heimlich die Bankschließfächer leer räumen.
Die Seniorin sollte alles aus ihrem Bankschließfach an die Polizei übergeben, damit es sicher aufbewahrt werden kann. Am Nachmittag begab sich die Frau zu ihrer Bank, entnahm alle Sachen aus dem Schließfach und übergab sie später bei sich zu Hause an einen angekündigten Polizisten.
So erbeuteten die Täter u.a. kleine Goldmünzen. Insgesamt entstand ein Sachschaden im unteren fünfstelligen Betrag.
Zu einem weiteren Betrug kam es 26.10.2026 in Ahlerstedt.
Ein vermeintlicher Mitarbeiter einer Sparkasse hat eine 90-jährige Seniorin angerufen und sie über ihre EC-Karte ausgefragt. Angeblich sei ihre Karte nicht mehr sicher und müsse durch die Bank gesperrt werden. Dazu wollte der Betrüger auch ihren PIN-Code haben.
Die Seniorin hat aber gar keine E-Karte, da sie selbst keine Bankgeschäfte mehr tätigt. Trotzdem kündigte der Betrüger eine angebliche Bankmitarbeiterin an, die bei der Seniorin vorbeikommen würde.
Kurze Zeit nach dem Telefonat am Nachmittag erschien tatsächlich eine vermeintliche Bankmitarbeiterin und fragte erneut nach der EC-Karte, die die Seniorin gar nicht besitzt.
Letztlich konnte die Betrügerin die Seniorin davon überzeugen, dass ihr Schmuck bei der Bank im Schließfach aufbewahrt werden sollte. So erbeuteten die Betrüger Schmuckstücke der Seniorin.
Zu diesen und mehreren ähnliche Maschen, rät die Polizei insbesondere den jüngeren Familienangehörigen, ihre Eltern und Großeltern über die Betrugsmaschen aufzuklären.
Dabei gilt immer die Regel, dass weder die Polizei, noch Mitarbeiter der Bank, Staatsanwaltschaft oder eines Gerichtes jemals anrufen werden und Daten zu Bankverbindungen erfragen oder Wertsachen übergeben haben wollen.
Dies gilt auch für die Kautionsmasche, wonach angeblich die eigene Tochter oder der Sohn jemanden bei einem Verkehrsunfall verletzt haben und nun Kaution bezahlt werden muss, um eine Verhaftung zu vermeiden.
Bei solchen Anrufen sollten die Gespräche sofort beendet werden. Rufen Sie dann selbstständig bei ihren Familienangehörigen zurück und melden Sie den Fall der örtlichen Polizeiwache oder über den Polizeinotruf 110.
Rückfragen bitte an:
Polizeiinspektion Stade
Pressestelle
Daniel Kraus
Telefon: 04141/102-104
E-Mail: pressestelle@pi-std.polizei.niedersachsen.de