POL-CE: „Junge Fahrer“ – Alkohol und Drogen im Straßenverkehr

03.03.2016 – 08:00

Celle (ots) -

 "Junge Fahrer"  - Alkohol und Drogen im Straßenverkehr  "Die Altersgruppe der jungen Fahrer (18 - 24 Jahre)  bleibt  Hauptrisikogruppe unter den Verkehrsteilnehmern" sagt Joachim Ehlers, Verkehrssicherheitsberater der Polizeiinspektion Celle. Nach Angaben  des statistischen Bundesamtes gehört ungefähr jeder sechste  Verkehrstote dieser Altersgruppe an - bei einem Bevölkerungsanteil  von nur 7,7%. Damit besteht für diese Altersgruppe der 18 bis  24-jährigen nach wie vor das höchste Verkehrsunfallrisiko.   "Die Unfallursachen sind charakteristisch für diese Altersgruppe.   Selbstüberschätzung und Imponiergehabe gehen einher mit fehlender  Fahrpraxis. Hinzu kommt, dass in dieser Altersgruppe eine besondere  Häufigkeit von Alkohol- und Drogenfahrten festgestellt wird, so der  Verkehrssicherheitsberater der Polizei. Im Bereich der  Polizeiinspektion Celle wird fast  die Hälfte aller Fahrten unter  Drogeneinfluss von dieser Altersgruppe begangen.   "Viele dieser jungen Menschen  machen sich gar keine Gedanken, was  auf sie zukommen kann, wenn sie unter Alkohol- oder Drogeneinfluss  ein Fahrzeug führen." erklärt Ehlers. Um die Anzahl der Verkehrstoten sowie Alkohol- und Drogenfahrten in  dieser Altersgruppe zu reduzieren, hat die Polizeiinspektion Celle  ein spezielles  Maßnahmenkonzept entwickelt: Die Polizei geht in die  Schulen hinein und klärt die Schüler und Schülerinnen der höheren  Klassenstufen über die altersspezifischen Risiken wie z.B. Alkohol-/  Drogenkonsum in Verbindung mit dem Straßenverkehr auf.  Die jungen und die angehenden Führerscheininhaber werden mit der  Realität konfrontiert. "Informationen über die Konsequenzen einer  Fahrt unter Alkohol-/Drogeneinfluss stehen im Vordergrund, wie  Unfallfolgen, Verlust der Fahrerlaubnis, des Versicherungsschutzes  und Verlust des Arbeits-Ausbildungsplatzes. "Zudem wird durch die  Erläuterung des Unfallgeschehens mit Fotodokumentation regelmäßig  eine große Betroffenheit unter den jungen Leuten hervorgerufen, das  stimmt selbst ganz coole Typen nachdenklich", so Ehlers.   Noch stärker als bisher wird eine Verknüpfung von präventiven und  repressiven Maßnahmen vorgenommen, um die Nachhaltigkeit der  Prävention deutlich zu erhöhen. Die Polizeiinspektion Celle hat vor  diesem Hintergrund weitere Beamte in der Drogenerkennung im  Straßenverkehr ausgebildet, so dass hier ein verstärkter  Kontrolldruck aufgebaut wird.  Ebenfalls wird der Aspekt der Zivilcourage thematisiert. Die zentrale Frage lautet: Was können Mitfahrer tun, um Alkohol- und Drogenfahrten zu verhindern. Es ist  schon viel erreicht, wenn wir die jungen Leute zum Nachdenken über ihr eigenes Verhalten anregen. In vielen Fällen  gelingt das, bemerkt  der Polizeibeamte. 

Rückfragen bitte an:

Polizeiinspektion Celle
Pressestelle
Christian Riebandt
Telefon: 05141/277-208
E-Mail: christian.riebandt@polizei.niedersachsen.de

Quelle: news aktuell / dpa