Celle (ots) -
"Junge Fahrer" - Alkohol und Drogen im Straßenverkehr "Die Altersgruppe der jungen Fahrer (18 - 24 Jahre) bleibt Hauptrisikogruppe unter den Verkehrsteilnehmern" sagt Joachim Ehlers, Verkehrssicherheitsberater der Polizeiinspektion Celle. Nach Angaben des statistischen Bundesamtes gehört ungefähr jeder sechste Verkehrstote dieser Altersgruppe an - bei einem Bevölkerungsanteil von nur 7,7%. Damit besteht für diese Altersgruppe der 18 bis 24-jährigen nach wie vor das höchste Verkehrsunfallrisiko. "Die Unfallursachen sind charakteristisch für diese Altersgruppe. Selbstüberschätzung und Imponiergehabe gehen einher mit fehlender Fahrpraxis. Hinzu kommt, dass in dieser Altersgruppe eine besondere Häufigkeit von Alkohol- und Drogenfahrten festgestellt wird, so der Verkehrssicherheitsberater der Polizei. Im Bereich der Polizeiinspektion Celle wird fast die Hälfte aller Fahrten unter Drogeneinfluss von dieser Altersgruppe begangen. "Viele dieser jungen Menschen machen sich gar keine Gedanken, was auf sie zukommen kann, wenn sie unter Alkohol- oder Drogeneinfluss ein Fahrzeug führen." erklärt Ehlers. Um die Anzahl der Verkehrstoten sowie Alkohol- und Drogenfahrten in dieser Altersgruppe zu reduzieren, hat die Polizeiinspektion Celle ein spezielles Maßnahmenkonzept entwickelt: Die Polizei geht in die Schulen hinein und klärt die Schüler und Schülerinnen der höheren Klassenstufen über die altersspezifischen Risiken wie z.B. Alkohol-/ Drogenkonsum in Verbindung mit dem Straßenverkehr auf. Die jungen und die angehenden Führerscheininhaber werden mit der Realität konfrontiert. "Informationen über die Konsequenzen einer Fahrt unter Alkohol-/Drogeneinfluss stehen im Vordergrund, wie Unfallfolgen, Verlust der Fahrerlaubnis, des Versicherungsschutzes und Verlust des Arbeits-Ausbildungsplatzes. "Zudem wird durch die Erläuterung des Unfallgeschehens mit Fotodokumentation regelmäßig eine große Betroffenheit unter den jungen Leuten hervorgerufen, das stimmt selbst ganz coole Typen nachdenklich", so Ehlers. Noch stärker als bisher wird eine Verknüpfung von präventiven und repressiven Maßnahmen vorgenommen, um die Nachhaltigkeit der Prävention deutlich zu erhöhen. Die Polizeiinspektion Celle hat vor diesem Hintergrund weitere Beamte in der Drogenerkennung im Straßenverkehr ausgebildet, so dass hier ein verstärkter Kontrolldruck aufgebaut wird. Ebenfalls wird der Aspekt der Zivilcourage thematisiert. Die zentrale Frage lautet: Was können Mitfahrer tun, um Alkohol- und Drogenfahrten zu verhindern. Es ist schon viel erreicht, wenn wir die jungen Leute zum Nachdenken über ihr eigenes Verhalten anregen. In vielen Fällen gelingt das, bemerkt der Polizeibeamte.
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Quelle: news aktuell / dpa