BPOL-BadBentheim: Lebensgefährliche „Pokémon-Jagd“ / 22-Jähriger läuft in Osnabrück durch Bahngleise

15.08.2016 – 12:38

Osnabrück (ots) - Die Bundespolizei in Osnabrück musste Sonntagmorgen einen leichtsinnigen "Pokémon Go - Spieler" in Sicherheit bringen. Der 22-Jährige wollte offenbar ein spezielles Pokémon fangen und war dazu durch Bahngleise gelaufen.

Kurz nach acht Uhr wurde die Wache der Bundespolizei durch den Fahrdienstleiter der Deutschen Bahn AG in Osnabrück darüber informiert, dass im Stadtteil Eversburg ein Mann durch die Gleise laufen würde.

Daraufhin wurde der betroffene Streckenabschnitt sofort für den Zugverkehr gesperrt und eine Streife fuhr eilig zu dem Ereignisort in Nähe der "Pagenstecherstraße".

Die Bundespolizisten spürten den Mann schnell auf und holten ihn von den Gleisen, so dass der Bahnverkehr wieder aufgenommen werden konnte.

Bei der Befragung gab der angetrunkene 22-Jährige an, sein Mobiltelefon habe ihn auf der Suche nach einem speziellen Pokémon dorthin geführt.

Die Bundespolizei weist in diesem Zusammenhang nochmals ausdrücklich auf die Gefahren in und an den Bahnanlagen hin.

Leichtsinniges Verhalten - insbesondere unter Alkoholeinfluss- im Bahnbereich kann zu schweren Unfällen führen. Bahnanlagen und Eisenbahngleise dürfen nur an den dafür vorgesehenen Stellen - unter Beachtung einer besonderen Sorgfaltspflicht - betreten oder überquert werden. Der Aufenthalt im Gleisbereich ist verboten und lebensgefährlich!

Durch dieses Ereignis sind bei fünf Zügen insgesamt 48 Minuten Verspätung entstanden.

Bei einer Beeinträchtigung des Zugverkehrs können auch zivilrechtliche Forderungen der Eisenbahnverkehrsunternehmen auf den Verursacher zukommen.

Rückfragen bitte an:

Bundespolizeiinspektion Bad Bentheim
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Ralf Löning
Mobil: 0152-09054933
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