Pressebericht vom 23.11.2016
Aus dem Inhalt:
2078. Betriebsunfall; ein Bauarbeiter wird schwer verletzt - Waldperlach
2079. Betriebsunfall bei der Bedienung einer Maschine - Allach
2080. Trickdiebstahl in einem Hotel - Au
2081. Fußgängerin durch schleudernden Pkw getötet – neue Erkenntnisse - Maxvorstadt
- siehe 1. Nachtrag vom 21.11.2016, Ziff. 2069
- siehe Pressebericht vom 22.11.2016, Ziff. 2076
2082. Radfahrer wird von Pkw erfasst und schwer verletzt – Ramersdorf
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2083. Pkw stößt mit alkoholisierten Fußgänger zusammen und verletzt diesen leicht - Untersendling
2084. Einbruch in eine Wohnung - Ramersdorf
2085. Festnahme von zwei Einbrechern - Altstadt
2086. Brand in einem Altenheim - Harlaching
2087. Internationale Expertenkonferenz zur Bekämpfung des Enkeltrickbetrugs in München
2078. Betriebsunfall; ein Bauarbeiter wird schwer verletzt - Waldperlach
Am Montag, 21.11.2016, um 08.50 Uhr, befand sich ein 32-jähriger Maurer aus dem Landkreis Erding auf einer Baustelle in der Rübezahlstraße in Waldperlach. Er war mit Verschalungsarbeiten beschäftigt und sprang auf einen Teil der Verschalung. Diese Platte brach dadurch in der Mitte durch und der 32-Jährige fiel in eine ca. 2,50 m tiefe Grube, die sich unter diesem Teil der Verschalung befand.
Bei dem Aufprall verletzte er sich schwer (offene Beinfraktur). Er wurde mit Hilfe der Münchner Berufsfeuerwehr aus der Grube geborgen und vom Rettungsdienst zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.
Die ersten Ermittlungen der Polizei ergaben keine Hinweise auf einen Verstoß gegen Arbeitsschutzrichtlinien.
2079. Betriebsunfall bei der Bedienung einer Maschine - Allach
Am Dienstag, 22.11.2016, gegen 09.00 Uhr, befand sich ein 56-jähriger Mann bei seiner Arbeit auf einem Betriebsgelände in Allach. Er bearbeitete an einer Drehbank ein schweres Metallstück.
Für diesen Arbeitsvorgang musste ein ca. 200 Kilogramm schweres Gegengewicht an der Maschine befestigt werden. Dieses Gegengewicht löste sich plötzlich, durchschlug die Einhausung an der Maschine und traf den 56-Jährigen.
Er wurde an seinem Kopf und am Oberkörper getroffen. Dabei erlitt er lebensbedrohliche Verletzungen (offenes Schädelhirntrauma).
Der 56-Jährige wurde vom Rettungsdienst vor Ort versorgt und zur Behandlung in ein Münchner Krankenhaus gebracht, wo er sofort operiert wurde.
Das Kommissariat 13 der Münchner Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen. Die Ursache für das Lösen des Gegengewichtes steht noch nicht zweifelsfrei fest. Das Gewerbeaufsichtsamt München wurde in die Ermittlungen mit einbezogen.
Durch den Unfall entstand ein Sachschaden von ca. 10.000 Euro.
2080. Trickdiebstahl in einem Hotel - Au
Am Sonntag, 13.11.2016, gegen 14.00 Uhr, befand sich eine 27-jährige Touristin mit einer Begleiterin in der Lobby eines Hotels in der Hochstraße. Sie waren gerade in dem Hotel angekommen und gingen zu den dortigen Aufzügen. Dort wurden sie von einem bislang unbekannten Pärchen angesprochen und gefragt, wie der Wechselkurs zwischen dem Yuan und dem US-Dollar wäre.
Sie wollten am nächsten Tag nach China fliegen und hätten nur Dollars dabei. Der männliche Täter bat die Touristin, ihm chinesisches Geld zu zeigen, damit er wisse, wie dieses aussieht. Die Touristin holte daraufhin ihre Geldbörse aus ihrer Tasche heraus und zeigte ihm ihr Bargeld. Der Mann griff nach den Scheinen und zählte sie vor ihren Augen durch. Danach gab er das Geld wieder zurück und das Pärchen entfernte sich.
Erst im Hotelzimmer bemerkte die 27-Jährige, dass ihr drei 50-Euro-Scheine und ein 500 Euroschein fehlten. Der Täter hatte beim Geldzählen offensichtlich unbemerkt diese Scheine entwendet.
Täterbeschreibung:
Täter 1:
Männlich, ca. 45 Jahre alt, ca. 180 cm groß, schlanke Figur, dunkle kurze, grau-melierte Haare, Kinn- und Oberlippenbart, trug eine Brille und sprach englisch.
Täter 2:
Weiblich, ca. 35-40 Jahre alt, ca. 170 cm groß, schlanke Figur, schwarze, schulterlange Haare.
Bekleidung: schwarze Hose, pinkfarbene Jacke und blaue Handtasche.
Zeugenaufruf:
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 65, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
2081. Fußgängerin durch schleudernden Pkw getötet – neue Erkenntnisse - Maxvorstadt
- siehe 1. Nachtrag vom 21.11.2016, Ziff. 2069
-siehe Pressebericht vom 22.11.2016, Ziff. 2076
Wie bereits berichtet, ereignete sich am 21.11.2016, gegen 11.00 Uhr ein Verkehrsunfall im Kreuzungsbereich der Adalbert Straße und Barer Straße, bei dem eine 78-jährige Münchnerin getötet wurde.
Bei der Auswertung der Videoaufzeichnungen der Straßenbahn wurde festgestellt, dass die verstorbene Fußgängerin nicht wie ursprünglich angenommen an einer Hausecke im Kreuzungsbereich der Adalbert Straße / Barer Straße wartete. Die Aufzeichnungen zeigen, dass sich die Frau als Fußgängerin auf dem nördlichen Gehweg der Adalbert Straße befand.
Bei einem für sie geltenden Grünlicht der dortigen Ampel überquerte sie zu Fuß auf der Fußgängerfurt die Adalbert Straße. Als sie den südlichen Gehweg erreicht hatte, wurde sie vom Heck des Audis erfasst, der dort nach dem Zusammenstoß mit der Straßenbahn zurückgeschleudert wurde. Danach wurde sie zwischen dem Audi und der Hausmauer des dortigen Anwesens eingeklemmt.
Zeugenaufruf:
In diesem Zusammenhang sucht die Polizei nach einer dunkelgrau gekleideten Fußgängerin, die zum Zeitpunkt des Verkehrsunfalls vor dem Anwesen Adalbertstraße 43 stand und sich nur knapp aus dem Gefahrenbereich des neben ihr in die Hausmauer fahrenden Pkw entfernen konnte.
Personen, die sachdienliche Hinweise zum Unfallhergang machen können, werden gebeten, sich mit dem Unfallkommando, Tegernseer Landstr. 210, 81549 München, Tel.: (089) 6216-3322, in Verbindung zu setzen.
2082. Radfahrer wird von Pkw erfasst und schwer verletzt - Ramersdorf
Am Dienstag, 22.11.2016, gegen 18.05 Uhr, fuhr ein 14-jähriger Münchner auf dem Radweg der Balanstraße. Plötzlich wollte er die Fahrbahn überqueren. Dabei fuhr er zwischen Fahrzeugen durch, die stadtauswärts an einer roten Ampel standen. Im Anschluss fuhr er ohne anzuhalten auf den entgegengesetzten Fahrstreifen. Zu diesem Zeitpunkt fuhr ein 23-jähriger Münchner mit seinem Renault Pkw stadteinwärts.
Der 23-Jährige erkannte den plötzlich vor ihm auftauchenden Radfahrer, der zudem dunkel gekleidet war und kein Licht an seinem Fahrrad hatte, nicht und erfasste ihn frontal.
Der Radfahrer prallte gegen die A-Säule des Pkw und den Außenspiegel. Danach wurde er auf die Fahrbahn geschleudert. Er verletzte sich bei dem Unfall schwer und wurde vom Rettungsdienst zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.
Bei dem Unfall entstand ein Gesamtschaden von über 8.000 Euro. Während der Unfallaufnahme musste ein Fahrstreifen der Balanstraße gesperrt werden. Es kam zu Verkehrsbeeinträchtigungen.
2083. Pkw stößt mit alkoholisierten Fußgänger zusammen und verletzt diesen leicht - Untersendling
Am Dienstag, 22.11.2016, um 22.20 Uhr, überquerten ein 19-jähriger Pakistaner und ein 36-jähriger Pakistaner zu Fuß die Garmischer Straße in Untersendling. Beide waren alkoholisiert und aufgrund dieses Zustands stürzte der 36-Jährige auf einem der Fahrstreifen. Er wurde leicht verletzt.
Sein Begleiter zog ihn von dem Fahrstreifen zurück an die Seite der Fahrbahn und ging danach in die Mitte der Fahrbahn zurück und stellte sich mit ausgebreiteten Armen hin, um offensichtlich den Verkehr anzuhalten.
Zur gleichen Zeit fuhr eine 59-jährige Münchnerin mit ihrem Pkw auf der Fahrbahn. Sie erkannte den dunkel gekleideten Fußgänger nicht rechtzeitig und erfasste ihn frontal. Der 19-Jährige wurde bei dem Unfall auf die Motorhaube des Pkw aufgeladen und prallte mit dem Kopf gegen die Windschutzscheibe.
Bei dem Unfall verletzte er sich leicht und wurde vom Rettungsdienst zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Der zuvor gestürzte Fußgänger wurde aufgrund seiner leichten Verletzung ebenfalls zur ambulanten Behandlung vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus transportiert.
Da nach der Auskunft eines behandelnden Arztes an der Unfallstelle bei dem 19-Jährigen von einer lebensbedrohlichen Verletzung ausgegangen wurde, wurde ein Sachverständiger an die Unfallstelle hinzugezogen.
Während dieser Unfallaufnahme mussten zwei Fahrstreifen der Garmischer Straße in nördlicher Richtung gesperrt werden. Es kam zu leichten Verkehrsbehinderungen. An dem Pkw entstand ein Schaden von ca. 2.500 Euro.
2084. Einbruch in eine Wohnung - Ramersdorf
Zwischen dem 17.11.2016, 16.00 Uhr und dem 22.11.2016, 09.15 Uhr, konnten bislang unbekannte Täter in ein Einfamilienhaus in der Görzer Straße in Ramersdorf einbrechen.
Die Täter brachen eine Terrassentür auf der Rückseite des Hauses auf, gelangten so in die Wohnräume und durchsuchten diese. Sie konnten Schmuck im Wert von mehreren tausend Euro erbeuten. Nach der Tat entfernten sich die Einbrecher unerkannt vom Tatort.
Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum in der Görzer Straße Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Einbruch stehen könnten?
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 53, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
2085. Festnahme von zwei Einbrechern - Altstadt
Am Dienstag, 22.11.2016, um 01.30 Uhr, warfen zwei Einbrecher (18-jähriger und 19-jähriger Bosnier) mit einem Steinsockel, den sie auf einer nahegelegenen Baustelle gefunden hatten, die Glasscheibe einer Eingangstür eines Geschäfts in der Kreuzstraße ein. Danach gelangten sie durch die beschädigte Tür in die Räumlichkeiten des Geschäfts, wo sie Bargeld und Waren im Wert von über tausend Euro entwendeten.
Ein Passant bemerkte die Tat und alarmierte die Polizei. Über zehn Streifenwagen fuhren sofort zum Tatort und konnten die beiden Täter nach einer kurzen Verfolgung festnehmen.
Bei ihrer Vernehmung gaben sie die Tat zu und gestanden auch, dass sie für zwei weitere Einbrüche in einem Geschäft in der Landsberger Straße am 24. und am 27.10.2016 verantwortlich waren.
Da beide Täter einen festen Wohnsitz in München haben, wurden sie nach einer Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft nach der polizeilichen Sachbearbeitung wieder entlassen. Ob die beiden Einbrecher noch für weitere ähnliche Einbrüche in Frage kommen, wird noch ermittelt.
2086. Brand in einem Altenheim - Harlaching
Am Dienstag, 22.11.2016, gegen 11.30 Uhr, kam es zu einem Brand in einem Altenheim in der Tauernstraße in Harlaching. Eine 86-jährige Bewohnerin wollte auf dem Balkon ihres Zimmers eine Zigarette rauchen. Sie sitzt im Rollstuhl und muss täglich mehrere Stunden reinen Sauerstoff aus einer Sauerstoffflasche inhalieren.
Beim Anzünden der Zigarette entzündete sich offensichtlich der Sauerstoff. Die Oberbekleidung der Frau geriet sofort in Brand und sie zog sich schwere Verbrennungen auf ca. 20 Prozent ihrer Körperoberfläche zu.
Mehrere Angehörige des Pflegepersonals hörten ihre Hilferufe, eilten zur Rentnerin und löschten die Flammen. Die Verletzte wurde vom Rettungsdienst vor Ort versorgt und danach in eine Spezialklinik für Brandverletzte gebracht. Sie befindet sich in einem kritischen Zustand.
Sechs der Pflegekräfte wurden vorsorglich wegen des Verdachts von Rauchgasintoxikationen ebenfalls ins Krankenhaus gebracht und untersucht.
Bei dem Brand entstand ein Schaden von ca. 2.500 Euro. Die Brandfahnder der Münchner Kriminalpolizei haben die Ermittlungen zum genauen Ablauf des Brandes aufgenommen.
2087. Internationale Expertenkonferenz zur Bekämpfung des Enkeltrickbetrugs in München
Von Montag, 21.11. bis Dienstag, 23.11.2016 fand eine Konferenz deutscher und polnischer Polizeibeamter in München statt. An dieser nahmen über 50 Ermittler der Kriminalpolizei von Fachdienststellen, die auf die Bekämpfung des Enkeltrickbetrugs spezialisiert sind teil. Die Beamten kamen von Polizeibehörden aus Deutschland (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt/M., Freiburg, Hamburg, Hannover, Karlsruhe, Köln, München, Nürnberg, Offenbach und Würzburg) und Polen (Breslau, Danzig, Krakau, Posen, Stettin und Warschau).
Die Experten kennen die Perspektive der Opfer und die weitreichenden Folgen wie Traumatisierung und teilweise totaler Vermögensverlust. Die Experten tauschten ihre Erfahrungen aus und wollen künftig die bereits bestehende intensive Vernetzung und Zusammenarbeit ihrer Dienststellen untereinander ausweiten, um die Effektivität ihrer Ermittlungsarbeiten zu steigern.
Bereits seit einigen Jahren arbeitet die Ermittlungsgruppe Enkeltrick der Münchner Polizei eng und vertrauensvoll mit mehreren polnischen Polizeidienststellen und Kollegen aus anderen deutschen Bundesländern zusammen. Die Münchner Polizei hatte die Initiative für diese internationale Zusammenarbeit zusammen mit der Staatsanwaltschaft München I ergriffen und ständig intensiviert. Die Ermittlungsgruppe Enkeltrick des Polizeipräsidiums München bildet auch das heutige Bindeglied zwischen den deutschen und polnischen Dienststellen und sie hat eine zentrale Rolle innerhalb Deutschlands bei der kriminalpolizeilichen Bearbeitung dieser Form der Kriminalität inne.
Diese gute polizeiliche Kooperation beruht auch auf einer formellen Zusammenarbeit, die 2015 zwischen den zuständigen Staatsanwaltschaften und EUROJUST (Einheit für justizielle Zusammenarbeit der Europäischen Union) in einem JIT (Joint Investigation Team) Vertrag vereinbart wurde.
Bei den gemeinsamen Ermittlungen gab es gute Erfolge in den letzten Monaten. Mehrere Täter, die von Polen aus agierten, konnten festgenommen werden und wichtige Beweismittel wurden sichergestellt. Einige Drahtzieher und Hintermänner der Taten wurden mittlerweile nach Deutschland ausgeliefert.
Nach diesen guten Erfolgen gibt es in München derzeit kaum Enkeltrickstraftaten, weil die Täternetzwerke München momentan meiden. Doch in anderen Regionen Deutschlands sind die Familienclans weiterhin sehr aktiv. Eine nachhaltige Bekämpfung ist deshalb nur möglich, wenn die internationale Zusammenarbeit funktioniert. Die Netzwerke der Täter sind international tätig, lokale Bekämpfungsansätze greifen daher zu kurz. Vielmehr muss ein Netzwerk der Fachdienststellen in Deutschland und Polen errichtet werden, das über die Grenzen der eigenen örtlichen Zuständigkeit hinaus tätig ist.
Die Konferenz wurde mit Mitteln des Bayerischen Innenministeriums, der Bayerischen Staatskanzlei und des Polizeipräsidiums München finanziert.