Osnabrück – Zwei unbekannte Frauen bestehlen Seniorin

Osnabrück (ots) - Erneut wurde eine Rentnerin in Osnabrück Opfer eines Diebstahls. Die ältere Dame hatte am Mittwochmittag, gegen 13.15 Uhr, zwei unbekannten Frauen in einem Mehrfamilienhaus in der Wiesenbachstraße die Tür geöffnet. Die Frauen sprachen kein Deutsch, gaben vor, sich nicht auszukennen und eine Adresse zu suchen. Plötzlich erklärte eine von ihnen, dass sie auf die Toilette müsse. Die Rentnerin gestattet das Anliegen. Dann fragten die beiden unbekannten Frauen nach etwas zu Trinken. Auch diesen Wunsch erfüllte die Seniorin, hatte die beiden aber nicht mehr die ganze Zeit im Blick. Später stellte die Seniorin dann fest, dass sich die beiden Unbekannten in ihrer Wohnung aufgehalten hatten, um sie zu bestehlen. Der älteren Dame fehlte nämlich nach dem "Besuch" der beiden Frauen ein Teil ihres Schmucks und ihr Portemonnaie. Folgende Beschreibung konnten die ermittelnden Beamten erlangen: 1.Frau: 20-30 Jahre alt, ca. 1,65m groß und schlank, kurze-mittellange dunkle Haare, vernarbtes Gesicht, dunkle Jacke, helle Jeans mit Löchern, dunkelblaue Turnschuhe mit heller Sohle. 2.Frau: ca. 20 Jahre alt, etwas kleiner und schmächtiger als ihre Begleiterin, dunkle Jacke, dunkle Stoffhose, Henkeltasche.

Die Polizei Osnabrück warnt nochmals davor, Fremde in die Wohnung zu lassen. Die Diebe täuschen ihre Opfer, um sich Zutritt zur Wohnung zu verschaffen und zu stehlen. Alle bekannten Täter-Arbeitsweisen lassen sich auf drei Grundmuster zurückführen: -das Vortäuschen einer Notlage, die scheinbar eine Hilfeleistung oder Unterstützung durch das Opfer in der Wohnung erfordert. -das Vortäuschen einer offiziellen Funktion, die den Täter vermeintlich zum Betreten der Wohnung berechtigt -das Vortäuschen einer persönlichen Beziehung zum Opfer, die eine Einladung zum Betreten der Wohnung nahe legt. Opfer der zumeist nichtdeutschen Täterinnen und Täter sind fast ausschließlich ältere, teils hochbetagte Menschen. Beim Trickdiebstahl an der Haustür werden viele Maschen angewandt:

Der Glas Wasser-Trick: Täterinnen täuschen Schwangerschaft, Übelkeit oder die Notwendigkeit einer Arzneimitteleinnahme vor und bitten um ein Glas Wasser.

Der Papier- und Bleistift-Trick: Täter oder Täterinnen wollen für angeblich nicht angetroffene Nachbarn eine Nachricht hinterlassen. Dazu fragen sie nach Schreibzeug sowie Papier und drängen auf eine Schreibunterlage in der Wohnung oder bitten das Opfer, die Nachricht selbst zu erfassen.

Der Blumen- oder Geschenkabgabe-Trick: Täter oder Täterinnen wollen für angeblich nicht angetroffene Nachbarn Blumen oder ein Geschenk abgeben. Dabei drängen sie darauf, die Blumen zu versorgen oder das Geschenk selbst zu verwahren.

Weitere vorgetäuschte Notlagen verbinden sich mit der Bitte, - wegen eines Wasserschadens im Haus nach einem Rohrbruch in der Wohnung suchen zu dürfen. - auf dem Balkon seinen entflogenen Vogel oder sein entlaufenes Kätzchen einfangen zu dürfen. - wegen einer Autopanne, eines Unfalls oder einer Erkrankung das Telefon benutzen zu dürfen. - die Toilette benutzen zu dürfen. - ein Baby wickeln oder füttern zu dürfen.

Die Täter sind sehr erfinderisch und schauspielerisch begabt, so dass die Aufzählung nicht abschließend ist.

Rückfragen bitte an:

Polizeiinspektion Osnabrück
Anke Hamker
Telefon: 0541/327-2072
E-Mail: pressestelle@pi-os.polizei.niedersachsen.de
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