Staatsanwaltschaft Stuttgart und Polizeipräsidium Ludwigsburg: Ermittlungsgruppe Wohnungseinbruch gelingt Schlag gegen Einbruchs- und Drogenkriminalität

Ludwigsburg (ots) - Die Festnahme von sieben Tatverdächtigen im Alter zwischen 20 und 57 Jahren bildete am Mittwoch den vorläufigen Höhepunkt mehrmonatiger Ermittlungen, die die Ermittlungsgruppe Wohnungseinbruch gegen eine mehrköpfige Tätergruppe aus dem Kosovo führt. Ihnen wird u.a. schwerer Bandendiebstahl vorgeworfen. Die Tatverdächtigen wurden auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart mittlerweile dem Haftrichter beim Amtsgericht Stuttgart vorgeführt, der Haftbefehl gegen sie erließ und sie in eine Justizvollzugsanstalt einwies.

Im November 2016 hatte die Kriminalpolizei erste Hinweise darauf erhalten, dass eine Tätergruppe mutmaßlich von Ludwigsburg aus im süddeutschen Räum Einbruchsdiebstähle begeht. Die folgenden, mitunter verdeckt geführten Ermittlungen führten zur Identifizierung von sechs Tatverdächtigen, die ein leerstehendes Gebäude in der Ludwigsburger Oststadt als Unterschlupf nutzten. Darüber hinaus erhärtete sich der Verdacht, dass mit einem 30-Jährigen zumindest einer der Tatverdächtigen auch einen schwunghaften Handel mit Marihuana und anderen Betäubungsmitteln treibt.

Am Mittwochmorgen (22.02.2017) durchsuchten Einsatzkräfte der Kriminalpolizei und des Polizeipräsidiums Einsatz das Gebäude in der Oststadt und nahmen dabei fünf Tatverdächtige fest. Der Sechste wurde zeitgleich von Beamten des Polizeipräsidiums Reutlingen in einer Wohnung im Raum Reutlingen festgenommen. In Ludwigsburg stellten die Beamten rund 13.000 Euro Bargeld sowie 3,5 Kilo Marihuana und 300 Gramm Amphetamin sicher. Im Zuge der Ermittlungen konnten bislang fünf Einbrüche in Geschäfte in Ludwigsburg, Offenburg, Reutlingen, Pfullingen und Remseck am Neckar geklärt werden.

Bei ihrer Festnahme wiesen sich die Tatverdächtigen allesamt mit gefälschten Personaldokumenten aus, deren Herkunft noch nicht geklärt ist. Bei ihren Beutezügen waren sie u.a. mit im Kreis Kitzingen zugelassenen Pkw unterwegs. Für diesen "Fuhrpark" war vermutlich ein 21-jähriger Landsmann zuständig. Die Ermittlungen hierzu dauern an. Der junge Mann wurde am heutigen Donnerstag dem Haftrichter vorgeführt, der u.a. wegen Urkundsdelikten Haftbefehl erließ.

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