Ludwigslust- Parchim (ots) - Das Risiko bei einem Verkehrsunfall getötet oder verletzt zu werden, ist als Fahrer eines Motorrades im Verhältnis zu Autounfällen ungleich hoch. Dabei ist es völlig unerheblich, wer den Verkehrsunfall verursacht hat. Mit den schwersten Unfallfolgen haben in der Regel immer die motorisierten Zweiradfahrer zu rechnen. Physikalisch gesehen liegt das in erster Linie an der fehlenden schützenden Hülle, die diese Fahrzeuge nicht besitzen. Die auftretende Energie bei einem Aufprall wirkt somit im hohen Maße direkt auf den Fahrer bzw. Sozius. "Leider fährt dieses Grundwissen nicht in den Köpfen aller Kradfahrer mit.", so der Leiter der Polizeiinspektion Ludwigslust, Hans- Peter Günzel. "Deutlich überhöhte Geschwindigkeit und riskante Kurvenfahrten hatten in der Vergangenheit nicht selten zu Unfällen mit katastrophalen Folgen geführt.", so der Polizeidirektor weiter.
Bereits in der noch jungen Biker- Saison ereigneten sich in den letzten drei Wochen dieses Jahres auf den Straßen des Landkreises Ludwigslust- Parchim schon drei schwerwiegende Motorradunfälle, bei denen die Fahrer jeweils verletzt wurden. In zwei Fällen sogar schwer. Nicht immer waren die Zweiradfahrer Schuld an den Karambolagen. "Es muss den Motorradfahrern bewusst sein, dass sie durch vorausschauende und defensive Fahrweisen selbst folgenschwere Verkehrsunfälle verhindern können.", appelliert Hans- Peter Günzel. Im Gegenzug sind auch Autofahrer aufgefordert, mehr Aufmerksamkeit walten zu lassen und Rücksicht auf motorisierte Zweiradfahrer zu nehmen, da Motorräder aufgrund ihre schmalen Silhouette auf den Straßen deutlich schwerer erkennbar sind als andere Kraftfahrzeuge.
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