Essen - Mülheim an der Ruhr (ots) - Meist arbeiten Trick- und Taschendiebe in Teams und gehen arbeitsteilig vor: Während der eine Täter zum Beispiel eine Person ablenkt, begeht ein Mittäter den Diebstahl. Das Repertoire der "Langfinger" ist dabei sehr vielfältig und wird immer weiterentwickelt.
Zu zwei Fällen von Trickdiebstahlversuchen kam es heute Morgen (22. Juni) im Essener Hauptbahnhof. Dabei bedienten sich die beiden polnischen Taschendiebe (45/ 51) der vorgetäuschten Einstiegshilfe und dem Drängel-Trick.
Gegen 07:20 Uhr bot einer der beiden Männer seine Hilfe beim Einstieg in einen ICE an. Ziel war es, die 64-jährige Essenerin so abzulenken, dass sein Komplize unbemerkt Geldbörse und Smartphone aus der Handtasche der Reisenden zu stehlen. Dabei wurden die Diebe bereits durch Zivilfahnder der Bundespolizei überwacht. Diese hatten die beiden Männer bereits seit geraumer Zeit im Auge, weil diese sich auffallend für das Reisegepäck von Reisenden interessierte. Weil sich das verursachte Gedränge an der Zugtür zu schnell auflöste, blieb das Diebesduo erfolglos.
Deshalb suchten sich die beiden Männer eine 78-jährige Reisende aus Mülheim an der Ruhr aus. Während sich einer der Diebe im Zugabteil vor die Frau stellte um so ein künstliches Gedränge zu erzeugen, hatte sich sein Komplize hinter die 78-Jährige postiert und hatte so bereits seine Hand in der Handtasche der Frau.
Kurz darauf gaben sich die Bundespolizisten zu erkennen und nahmen die beiden Polen vorläufig fest. Den beiden Opfern blieb so ein Schaden von rund 1.400 Euro erspart. Derzeit wird geprüft ob beide Diebe im Rahmen des beschleunigten Verfahrens verurteilt werden können.
Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen gewerbsmäßigen Diebstahls ein.
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