Gießen (ots) - Den Neubau der Polizei in Butzbach benutzen dubiose Verlage offenbar derzeit, um Werbeanzeigen bei Gewerbetreibenden zu verkaufen. Die Polizei warnt jedoch vor solchen dubiosen Angeboten und bittet, solche Offerten genau zu prüfen.
Vor einigen Tagen hatte eine Firma bei Butzbach ein Angebot eines angeblichen Polizeiverlages erhalten. Ihr wurde dabei mitgeteilt, dass sie eine Werbeanzeige schalten könne. Da in der Ausgabe auch der Neubau der Butzbacher Polizei vorgestellt wird, liege auch ein regionaler Bezug vor, so der Anrufer. Der "Verlagsangestellte" teilte der Frau weiter mit, dass eine halbseitige Anzeige etwa 500 Euro kosten würde. Die Frau schöpfte nach dem Angebot Verdacht und verständigte die Polizei.
Die Polizei weist daraufhin, dass solche Polizeiverlage nichts mit der Polizei zu tun haben und auch nicht im polizeilichen Auftrag tätig sind. In den Gesprächen wird oft eine Förderung der Polizeiarbeit oder ein polizeiliches "Entgegenkommen" gegenüber dem Inserenten angedeutet. Die Gewerbetreibenden bekommen die Angebote zumeist telefonisch oder per Mail. Tatsächlich haben solche Verlage generell nichts mit der Polizei zu tun.
Für Werbung in derartigen Publikationen sollte man kein Geld ausgeben, zumal sie bei der Polizei nicht ausliegen. Meist wird nur eine Auflage gedruckt, die gerade Belegexemplare für die Inserenten und Werbeexemplare für die Akquisition neuer Aufträge umfasst.
TIPPS der Polizei:
"Polizeiverlage" haben nichts mit der Polizei zu tun, sind nicht in polizeilichem Auftrag tätig
Angebote zur Werbung in Erzeugnissen von "Polizeiverlagen" sehr kritisch prüfen - meist wirkungslos, kein Vertrieb über Polizeidienststellen
Zu Angeboten von "Polizeiverlagen" fragen Sie bei den Polizeipressestellen oder bei den Polizeilichen Beratungsstellen nach.
Jörg Reinemer Pressesprecher
Polizeipräsidium Mittelhessen
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