Polizeibericht – Die Tagesthemen (01.01.2020)


01.01.2020, PP Schwaben Nord
Polizeibericht - Die Tagesthemen (01.01.2020)
--- Überregional ---01: Silvester in Zahlen--- Augsburg Report ---02: Mehrere Brände halten Polizei auf Trab03: Sicherstellungen im Bereich der Verbotszone04: Mit 90km/h und zwei Promille unterwegs 05: An Silvester mit Schreckschusspistole geschossen06: Eine Schlägerei von vielen an Silvester07: Tote Raben am Neuen Ostfriedhof08: Mann droht gleich mehrmals mit Küchenmesser--- Reginal Report ---09: Wohnhaus im Vollbrand10: Folgenschwere Schlägerei11: Großbrand in Lagerhalle mit hohem Sachschaden
--- Überregional --- 01: Silvester in Zahlen In Nordschwaben kam es zum Jahreswechsel zu gut 240 Polizeieinsätzen, bei denen bislang 32 verletzte Personen registriert wurden. Bei 25 Einsätzen wurde Sachschaden von rund 33.000 Euro bekannt. Hinzu kommt der Brand einer Lagerhalle in Lauingen, bei dem von einer Schadenssumme in Millionenhöhe ausgegangen wird. Der Großteil der Einsätze beschäftigte die Polizei erst nach Mitternacht. Das Einsatzaufkommen in der vergangenen Nacht kann mit dem des Vorjahrs verglichen werden, allerdings waren vor allem zwischen Mitternacht und den frühen Morgenstunden die Polizeistreifen im Stadtgebiet von Augsburg nahezu nonstop von Einsatz zu Einsatz unterwegs. Hauptgrund waren dabei vor allem körperliche Auseinandersetzungen.Hinzu kamen allein 40 Polizeieinsätze in Nordschwaben, bei denen Gegenstände in Brand geraten waren. Der Großteil dieser Vorkommnisse ereignete sich im Augsburger Stadtgebiet.
--- Augsburg Report --- 02: Mehrere Brände halten Polizei auf Trab Pfersee/ Stadtbergen/ Wolframviertel – Kurz nach Mitternacht wurden Polizei und Feuerwehr wegen brennenden Papiertonnen alarmiert. In der Uhlandstraße warfen Unbekannte gegen 0.40 Uhr offenbar schwelende Feuerwerkskörper in die 1.100 Liter fassende Papiertonne, die daraufhin komplett ausbrannte. Das Gleiche passierte gegen 01.00 Uhr in der Straße „Beim Schlaugraben“ in Stadtbergen. Auch hier ging eine 1.100 Liter-Papiertone in Flammen auf. In beiden Fällen konnte die Freiwillige Feuerwehr den Brand problemlos löschen. Es entstand ein Sachschaden von jeweils ca. 500 Euro. Die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung durch Brandlegung. In der Loscherstraße geriet kurz nach Mitternacht aus bislang unbekannter Ursache eine Markise in Brand. Durch das Feuer wurden Fenster, Rolladen und teilweise die Fassade des Wohnhauses beschädigt. Der Schaden beläuft sich auf mehrere tausend Euro. Insgesamt wurde die Polizei in Nordschwaben zu etwa 40 Einsätzen mit entstandenem Feuer hinzugerufen, in den meisten Fällen im Stadtgebiet von Augsburg.
03: Sicherstellungen im Bereich der Verbotszone Innenstadt – Wie von der Stadt Augsburg und der Polizei angekündigt, wurden an Silvester im Bereich der Verbotszone im Innenstadtbereich Kontrollen durchgeführt. In mehreren Fällen fanden Beamte Feuerwerkskörper bzw. Böller auf, die daraufhin sichergestellt wurden. In der Karolinenstraße war ein 24-Jähriger mit Raketen und einem selbstgebauten Böller unterwegs. Bei der Kontrolle stellten die Beamten eine starke Alkoholisierung (ca. 1,1 Promille) des Mannes fest. Gegen ihn wird wegen Verstoß nach dem Sprengstoffgesetz ermittelt. Die Gegenstände wurden sichergestellt. Am Königsplatz konnte wenige Minuten vor dem Jahreswechsel eine Schreckschusswaffe samt 26 Stück dazugehöriger Munition sichergestellt werden. Der 24jährige Besitzer machte dabei auf sicher selber aufmerksam. Er fragte „sicherheitshalber“ bei anwesenden Einsatzkräften nach, ob er mit seiner Schreckschusswaffe auf dem Königsplatz schießen dürfe. Im Bereich der Senkelbachstraße wurde im Zuge einer Kontrolle ein Schlagring bei einem 16-Jährigen aufgefunden. Auch hier wurde der Gegenstand sichergestellt. In beiden Fällen müssen die Verantwortlichen mit einer Anzeige wegen Verstoß gegen das Waffengesetz rechnen.
04: Mit 90km/h und zwei Promille unterwegs Kriegshaber – Mit etwa 90 km/h war am 01.01.2020 gegen 03.20 Uhr ein Daimler in der Unteren Osterfeldstraße unterwegs. Einer Polizeistreife fiel dieses Verhalten auf und hielt den Fahrer für eine Verkehrskontrolle an. Dabei wurde deutlicher Alkoholgeruch festgestellt. Der anschließende Atemalkoholtest ergab einen Wert von knapp zwei Promille. Der 27jährige Fahrer zeigte sich fortan unkooperativ. Im Krankenhaus wehrte er sich gegen die notwendige Blutentnahme und musste zur Durchführung von den Beamten festgehalten werden. Auch gegen seinen Willen wurden Fahrzeugschlüssel und Führerschein sichergestellt. Die Maßnahmen wurden zuvor vom zuständigen Staatsanwalt angeordnet. Der 27-Jährige muss nun mit einer Anzeige wegen Trunkenheit im Verkehr rechnen.
05: An Silvester mit Schreckschusspistole geschossen Hochzoll – Wegen einem Streit riefen heute gegen 03.00 Uhr eine Frau und zwei Männer eine Polizeistreife in die Biberkopfstraße. Schnell waren die Gemüter wieder beruhigt, allerdings fanden die Beamten heraus, dass ein Beteiligter offenbar in Besitz einer Schreckschusspistole samt Munition war. Mit dieser soll er auch zum Jahreswechsel auf offener Straße geschossen haben. Die Waffe, für die der 23-Jährige keine Erlaubnis hatte, wurde sichergestellt, ebenfalls dazugehörige Munition. Gegen den mit knapp 1,6 Promille alkoholisierten Mann wird nun wegen Verstoß gegen das Waffengesetz ermittelt.
06: Eine Schlägerei von vielen an Silvester Innenstadt – Am 01.01.2020 gegen 04.00 Uhr kam es im Bereich der Konrad-Adenauer-Allee zu einer Schlägerei zwischen zwei 18- bzw. 28-Jährigen. Bei Eintreffen der Polizeistreife rannte der 18-Jährige davon und „flüchtete“ sich in einen Stadtbus. Der Fahrer erkannte die Situation und fuhr nicht weiter. Als Polizeibeamte den Mann aus dem Bus holten, versuchte er erneut wegzulaufen und wurde von einem Beamten festgehalten. Dabei stürzten beide zu Boden. Beim anschließenden Atemalkoholtest wurde ein Wert von 1,4 Promille festgestellt. Er muss mit einer Anzeige wegen Körperverletzung und Widerstand gegen Polizeibeamte rechnen. Sein 28-jähriger Kontrahent war mit knapp zwei Promille betrunken und musste wegen einer Kopfplatzwunde ins Klinikum gebracht werden. Auch gegen ihn wird wegen Körperverletzung ermittelt, denn der 18-Jährige wurde offenbar durch die vorangegangene Auseinandersetzung im Gesicht leicht verletzt.
07: Tote Raben am Neuen Ostfriedhof Hochzoll – Am Montag gegen 12.00 Uhr fand ein Besucher des Neuen Ostfriedhofs in der Zugspitzstraße zwölf tote Raben und in unmittelbarer Nähe dazu ein Schälchen mit weißer Essenz. Nach aktuellem Stand wurde das Schälchen offenbar zwischen Freitag (27.12.2019) und Montag (30.12.2019) von einem Unbekannten zwischen den Feldern 41 und 42 aufgestellt. Es besteht der Verdacht, dass ein Zusammenhang zwischen den toten Raben und dem Schälchen besteht. Aus diesem Grund wird der Inhalt aktuell untersucht. Die Polizeiinspektion Augsburg Ost bittet unter Tel. 0821/323-2310 um Zeugenhinweise.
08: Mann droht gleich mehrmals mit Küchenmesser Innenstadt – Am Montag (30.12.2019) gegen 23.00 Uhr eskalierte ein Streit im Lochgäßchen. Ein 52-Jähriger griff dabei unvermittelt eine 20-Jährige an, die ihre Mutter in seiner Wohnung abholen wollte. Er zog an deren Schal, sodass sie kurzzeitig schlecht Luft bekam. Als deren Mutter dazwischen ging, griff der Mann zu einem Küchenmesser und bedrohte damit die Tochter. Diese konnte ihm das Messer aus der Hand schlagen und flüchtete mit einer Begleiterin in Richtung Haltestelle Fuggerei. Der Mann verfolgte die Frauen mit einem weiteren Küchenmesser, drohte damit und beleidigte diese lautstark. Er ließ offenbar erst von diesen ab, als er das Martinshorn der zwischenzeitlich alarmierten Polizeistreifen hörte. Der 52-Jährige konnte kurz darauf von mehreren Einsatzkräften in seiner Wohnung festgenommen werden. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 2,5 Promille. Aus diesem Grund verbrachte er die Nacht im Polizeiarrest. Gegen ihn wird wegen Körperverletzung, Bedrohung und Beleidigung ermittelt. Nach bisherigen Ermittlungen drohte der Mann lediglich mit seinem Messer und setzte es nicht aktiv gegen Menschen ein.
--- Regional Report --- 09: Wohnhaus im Vollbrand Modelshausen (Lkrs. Dillingen) – Am Montag (30.12.2019) gegen 22.45 Uhr wurde der Polizei und Feuerwehr der Brand eines Wohnhauses gemeldet. Sieben freiwillige Feuerwehren mit mehr als 100 Einsatzkräften aus dem Umkreis löschten bis ca. 23.30 Uhr den Brand, der vor allem den oberen Bereich und den Dachstuhl des Gebäudes angriff. Die Bewohner konnten das Wohnhaus rechtzeitig verlassen und blieben, wie die Einsatzkräfte, unverletzt. Der Sachschaden wird auf mehrere hunderttausend Euro geschätzt. Die Brandursache ist – wie in solchen Fällen obligatorisch - Gegenstand der Ermittlungen durch die Kriminalpolizei. Hinweise, wonach es sich ggf. um einen technischen Defekt gehandelt haben könnte, werden derzeit überprüft.
10: Folgenschwere Schlägerei Friedberg - Am Neujahrstag kam es gegen 05:30 Uhr vor einer Discothek in der Seestraße in Friedberg zu einer Streitigkeit zwischen mehreren Beteiligten. Im weiteren Verlauf wurde ein 22-jähriger von mehreren jungen Männern im Alter zwischen 18 und 21 Jahren massiv ins Gesicht geschlagen, so dass dieser durch den Rettungsdienst ins Krankenhaus verbracht werden musste. Im Rahmen dieser Schlägerei wurde auch ein Fahrzeug beschädigt, der Sachschaden beträgt ca. 1.000 Euro. Die Ermittlungen dauern noch an.
11: Großbrand in Lagerhalle mit hohem Sachschaden Lauingen (Lkrs. Dillingen) - Um kurz nach Mitternacht wurde auf dem Gelände eines Unternehmens für Kunststoffe und Folien in der Hanns-Martin-Schleyer-Straße der Brand mehrere Euro-Paletten gemeldet. Obwohl die Feuerwehr Lauingen sofort mit Löscharbeiten begann, schlugen die Flammen auf eine nebenstehende Lagerhalle über. Diese geriet innerhalb kürzester Zeit in Vollbrand. Auf Grund der Brandgröße wurden umliegende Feuerwehren hinzugerufen. Über 250 Feuerwehr-Einsatzkräfte, sowie Helfer des THWs waren zur Brandeindämmung hinzugezogen worden, dennoch konnte ein Niederbrennen des Gebäudes nicht verhindert werden. Auf Grund der erheblichen Rauchentwicklung wurde die Bevölkerung von Lauingen mittels Sirenen und Lautsprecherdurchsagen gewarnt, das Gebiet um den Brandort wurde weiträumig abgesperrt, auch die nahe gelegenen Bahngleise musste vorübergehend gesperrt werden. Am Gebäude und den darin gelagerten Euro-Paletten, welche in Kunststoffgewebe eingeschlagen waren, entstand ersten Einschätzungen des Geschäftsinhabers ein Schaden von ca. 10.000.000 Euro. Eine Gesundheitsgefährdung der Bevölkerung durch das verbrannte PE-Gewerbe lag nicht vor. Derzeit dauern die Nachlöscharbeiten weiterhin an. Die weiteren Ermittlungen zur Brandursache werden durch die Kriminalpolizei Dillingen übernommen.
12: Brandstiftung durch Feuerwerkskörper Griesbeckerzell - Am Dienstag, 31.12.2019, gegen 13:50 Uhr, schmiss ein 16-jähriger Griesbeckerzeller einen illegalen Feuerwerkskörper in ein unbewohntes Einfamilienhaus. Das im Haus befindliche Mobiliar fing Feuer und es kam zum Brand. Ein aufmerksamer Nachbar bemerkte die Rauchentwicklung und setzte den Notruf ab. Ca. 50 Einsatzkräfte der umliegenden Feuerwehren hatten das Feuer zeitnah unter Kontrolle. Eine Gefährdung für Personen bestand zu keinem Zeitpunkt. Der entstandene Sachschaden im Gebäude wird auf ca. 5.000 Euro geschätzt. Gegen den Jugendlichen wird nun wegen vorsätzlicher Brandstiftung sowie einem Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz ermittelt.