Pressebericht vom 09.09.2020
09.09.2020, PP München
Pressebericht vom 09.09.2020
Inhalt:1393. Festnahme nach staatsschutzrelevantem Delikt – Altstadt 1394. Trickdiebstahl durch falsche Handwerker – Mittersendling1395. Einbruch in ein Gartenhaus nach DNA-Treffer geklärt – Solln1396. Diebstahl einer großen Menge von Zigaretten – Schwabing1397. Trickbetrug durch falsche Polizeibeamte – Landkreis München1398. Kfz-Diebstahl durch Kontrolle aufgeklärt – Kleinhadern1399. Öffentlichkeitsfahndung (Erledigt)Vermissung einer 61-Jährigen aus Obergiesing1400. Wiederbelebungsmaßnahmen durch Polizeibeamte – Altstadt
1393. Festnahme nach staatsschutzrelevantem Delikt – Altstadt Am Samstag, 05.09.2020, gegen 00:40 Uhr, teilte der Gast eines Restaurants am Odeonsplatz über den Notruf 110 der Polizei mit, dass ein anderer Gast wiederholt den Hitlergruß zeigt und dazu staatsschutzrelevante Parolen ruft. Daraufhin fuhr eine Streife der Polizeiinspektion 12 (Maxvorstadt) zum Restaurant und konnte den Tatverdächtigen, einen 39-jährigen Münchner, vorläufig festnehmen. Er wurde wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen angezeigt. Das Kriminalfachdezernat 4 hat diesbezüglich die weiteren Ermittlungen übernommen.
1394. Trickdiebstahl durch falsche Handwerker – Mittersendling Am Dienstag, 08.09.2020 klingelte ein Unbekannter gegen 11:00 Uhr in der Cimbernstraße an der Wohnungstür einer Seniorin und gab an, einen Wasserschaden in der Wohnung beheben zu müssen. Nachdem der Unbekannte mit der Seniorin in das Badezimmer gegangen war und sich dort am Waschbecken zu schaffen machte, betrat eine weitere unbekannte Person die Wohnung durch die offenstehende Eingangstür und entwendete aus dem Schlafzimmer Schmuck im Wert von mehreren tausend Euro.Erst als der vermeintliche Handwerker die Wohnung wieder verließ, bemerkte die Seniorin das durchwühlte Schlafzimmer und das Fehlen des Schmucks. Die Polizei wurde alarmiert. Eine sofort eingeleitete Fahndung mit mehreren Streifen verlief daraufhin erfolglos. Das Kommissariat 65 hat die weiteren Ermittlungen aufgenommen. Der Täter wird wie folgt beschrieben:Männlich, ca. 50 Jahre alt, ca. 180 cm groß, dick, wenige Haare, sprach gutes Deutsch; dunkel gekleidetZeugenaufruf:Wer hat im angegebenen Zeitraum in der Cimbernstraße Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 65, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.Hinweis Ihrer Münchner Polizei:Die Kriminalpolizei warnt insbesondere ältere Menschen dringend davor, angebliche Heizungsmonteure, Stromableser oder ähnliche Personen in die Wohnung einzulassen, wenn nicht bekannt ist, dass eine entsprechende Verbraucherablesung für das Wohnanwesen anberaumt ist. Auch bei vermeintlichen Schadensfällen, wie z.B. behaupteten Wasserrohrbrüchen, sollten Sie zuerst bei der Hausverwaltung, dem Hausmeister oder den Stadtwerken Nachfrage halten, ob die Behauptung der Wahrheit entspricht.Eine gesunde Skepsis ist keine Unhöflichkeit! Ein berechtigter Handwerker wird für Ihre Nachfragen stets Verständnis haben.
1395. Einbruch in ein Gartenhaus nach DNA-Treffer geklärt – Solln Im vergangenen Winter brach eine unbekannte Person die Türe eines Gartenhäuschens, welches sich in einer Kleingartenanlage befindet, auf und entwendete daraus ein Radio im Wert von rund vierzig Euro. Durch den Einbruch wurde ebenfalls die Türe des Gartenhäuschens beschädigt.Bei der anschließenden Spurensicherung konnten tatrelevante DNA-Spuren gesichert werden, die nun mit Hilfe des Bayerischen Landeskriminalamtes zu einem Treffer in der DNA-Datenbank führten. Hierbei konnte die Tat zweifelsfrei einem 43-jährigen Litauer zugeordnet werden, der sich aktuell wegen eines anderen Delikts in einer bayerischen Justizvollzugsanstalt befindet.
1396. Diebstahl einer großen Menge von Zigaretten – Schwabing Ein Mitarbeiter eines Supermarktes stellte bereits seit einiger Zeit erhebliche Fehlbestände von Zigaretten fest und konnte in diesem Zusammenhang am Mittwoch, 02.09.2020, nach der Sichtung von Videoaufnahmen fünf andere Mitarbeiter, die dort Regale einräumen, als mögliche Täter identifizieren. Nachdem er die Polizei verständigt hatte, konnten alle fünf Männer vor Ort in dem Supermarkt Nähe der Ackermannstraße festgenommen werden. Es handelt sich hierbei um einen 20-, zwei 24-, einen 37- sowie einen 41-Jährigen, alle mit Wohnsitzen in München. Am Tag der Festnahme fehlten Zigaretten im Wert von knapp zweitausend Euro. Nach einer richterlichen Anordnung wurden im Anschluss die Wohnungen der Tatverdächtigten sowie deren Pkw durchsucht. Dabei konnten Bargeld in Höhe von mehreren zehntausend Euro sowie eine größere Anzahl an originalverpackten Hygieneartikeln sichergestellt werden. Die fünf Tatverdächtigen wurden nach erkennungsdienstlichen Behandlungen und beendeter Sachbearbeitung entlassen. Sie wurden wegen schweren Bandendiebstahls angezeigt. Die weiteren Ermittlungen werden durch das Kommissariat 61 geführt.
1397. Trickbetrug durch falsche Polizeibeamte – Landkreis München Vom Mittwoch, 02.09.2020, 10:00 Uhr, bis Samstag, 05.09.2020, 10:00 Uhr meldeten sich mittels Festnetztelefon eine unbekannte Frau und ein unbekannter Mann bei einer über 70-jährigen Seniorin aus dem Landkreis München und gaben sich als Polizeibeamte aus. In den Telefonaten berichteten sie von Einbrüchen in der Nachbarschaft der Seniorin, bei denen dann auch die Adresse der über 70-Jährigen gefunden wurde. Im Laufe der Tage gab sich der unbekannte männliche Anrufer als Polizeibeamter der Polizeiinspektion 27 in Haar aus und forderte die ältere Dame auf, Geld mittels Onlineüberweisung auf ein Konto in der Türkei zu überweisen. Dies tat die Seniorin und überwies mehrere tausend Euro auf das Auslandskonto. Erst nach Rücksprache mit der Polizeiinspektion 27 in Haar wurde der Betrug bekannt. Die Ermittlungen zum Fall führt die AG Phänomene beim Kriminalfachdezernat 3.Warnhinweis:Falsche Polizei- oder Kriminalbeamte verwenden fast immer den Trick, es wäre in der Nachbarschaft eingebrochen worden und sie müssten in der Wohnung Geld- bzw. Schmuckaufbewahrungsörtlichkeiten sehen. Vergewissern Sie sich im Zweifelsfall durch einen Rückruf beim Polizeinotruf 110, ob es sich tatsächlich um einen Polizeibeamten handelt, noch bevor Sie einen Unbekannten in Ihre Wohnung einlassen! Machen Sie am Telefon niemals Angaben über Ihre finanziellen Verhältnisse und teilen Sie keine Bankverbindungsdaten mit.
1398. Kfz-Diebstahl durch Kontrolle aufgeklärt – Kleinhadern Am Dienstag, 08.09.2020, gegen 10:30 Uhr, fiel einer Polizeistreife ein Pkw Kia auf, der auf der Menaristraße mit überhöhter Geschwindigkeit stadtauswärts fuhr. Auf Höhe der Rudi-Seibold-Straße stoppte das Fahrzeug plötzlich, machte eine Wendung und fuhr schnell davon. Aufgrund dessen suchte die Streife nach dem Fahrzeug und fand dieses kurze Zeit später in der Nähe geparkt vor. Der zuvor gesehene Fahrer stand nun an der Beifahrertüre und gab bei seiner Kontrolle an, dass der Fahrer geflüchtet wäre. Auch im weiteren Verlauf verhielt sich der 29-jährige Münchner äußerst unkooperativ und flüchtete plötzlich zu Fuß die Menaristraße entlang, weshalb weitere Streifen zur Unterstützung geordert wurden. Nach kurzer Verfolgung konnte der 29-Jährige in der Nähe festgestellt und vorläufig festgenommen werden. Da sich der Münchner weiterhin gegen jegliche Maßnahmen wehrte, musste er zu Boden gebracht und mittels Handschellen gefesselt werden. Dabei wurde er nicht verletzt.Ein hinzugerufener Diensthundeführer konnte bei Absuche des Fluchtweges mehrere Schlüssel, die dem 29-jährigen zuzuordnen waren, feststellen. Bei der Absuche im näheren Umkreis konnte einem Schlüssel ein Kraftrad zugeordnet werden, welches ohne Kennzeichen abgestellt war. Nach Abgleich mit dem polizeilichen Datenbestand wurde festgestellt, dass dieses Kraftrad gestohlen gemeldet war. Es wurde daraufhin sichergestellt und zur Polizeiverwahrstelle abgeschleppt. Eine weitere Überprüfung des 29-Jährigen ergab, dass er nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis war. Aus diesem Grund wurden sowohl der Fahrzeugschlüssel, als auch der Fahrzeugschein des Kias ebenfalls sichergestellt und auf der Polizeiinspektion hinterlegt. Gegen den Fahrzeughalter wird deshalb ebenfalls ermittelt. Nach Beendigung der Anzeigenbearbeitung konnte der 29-Jährige entlassen werden. Er wurde angezeigt wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis und den Diebstahl des Kraftrades.Die Ermittlungen zum Fall führt die Verkehrspolizei München.
1399. Öffentlichkeitsfahndung – Vermissung einer 61-Jährigen aus Obergiesing +++ Update vom 09.09.2020, 13:45 Uhr +++Die Vermisste wurde wohlbehalten in Untersendling angetroffen und in ihr Seniorenheim gebracht.Ursprüngliche Meldung:Seit Dienstag, 09.09.2020, gegen Mitternacht, wird eine 61-Jährige aus einem Seniorenheim in Obergiesing vermisst.Sie verließ dabei die Einrichtung in Richtung des Giesinger Bahnhofs und ist aufgrund ihrer starken Demenz und Orientierungslosigkeit vermutlich nicht in der Lage, selbstständig wieder zurückzufinden.Die bisherigen Ermittlungen und Suchmaßnahmen führten nicht zum Auffinden der Seniorin.Das Kommissariat 14 hat die Ermittlungen übernommen.Beschreibung:Auffallend groß, ca. 190 cm, ca. 64 kg und schlanke Figur, kurze weiß-graue Haare; bekleidet mit einer schwarzen Hose, schwarzes T-Shirt mit kurzen Ärmeln, schwarze Schuhe, schwarze Socken.Zeugenaufruf:Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 14, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.Link zur Fahndung:-gelöscht-
1400. Wiederbelebungsmaßnahmen durch Polizeibeamte – Altstadt Am Dienstag, 08.09.2020, gegen 15:30 Uhr, wurde eine Fußstreife der Polizeiinspektion 11 (Altstadt) von Zeugen angesprochen, die die Beamten darauf hinwiesen, dass sich im Sperrengeschoß des S-Bahnhofes Marienplatz eine bewusstlose Person befinden würde. Die Polizeibeamten begaben sich zur angegebenen Örtlichkeit und trafen dort auf eine 82-jährige Münchnerin, die am Boden lag und bei der keine Vitalfunktionen feststellbar waren. Die Beamten begannen sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen und der Rettungsdienst wurde informiert. Ein weiterer Zeuge holte einen Defibrillator, der am Bahnhof für solche Situationen zur Verfügung steht. Als die Einsatzkräfte des Rettungsdienstes eintrafen, setzten diese die notfallmedizinischen Maßnahmen fort und brachten die Frau unter laufender Reanimation in ein Münchner Krankenhaus. Alle Polizeibeamten in Bayern werden jährlich 4,5 Unterrichtsstunden in Erster Hilfe beschult, um den hohen Ausbildungsstand bei diesen wichtigen Kenntnissen zu gewährleisten. Bei vielen Einsätzen jedes Jahr müssen die Beamten der Münchner Polizei Erste Hilfe leisten und können die notfallmedizinischen Herausforderungen gut bewältigen.