Frau fällt auf Betrug mit Gewinnversprechen herein; Schaden 2100 Euro; Polizei warnt vor Betrugsmaschen

Polizei Eschwege

Eine Anzeige wegen Betruges, bei dem die Täter erfolgreich eine Rentnerin hereinlegen konnten, hat die Kriminalpolizei in Eschwege am Montag aufgenommen.

Wie sich im Rahmen der Ermittlungen herausstellte, hatten in dem Fall die unbekannten Betrüger eine 76-jährige Frau aus Eschwege in mehreren Telefonaten davon überzeugen können, dass zwei Gewinne in Höhe von 4000 Euro und 5000 Euro auf sie warten. Der Frau wurden in den seit Anfang Oktober andauernden telefonischen Kontakten aufgegeben, jeweils Gutschein-Codes von Amazon zur Gewinnanforderung zu übermitteln, da zur Anforderung der Gewinne Steuern und Gebühren anfallen würden.

Bis zum Zeitpunkt der Anzeigenerstattung hatte die Frau 2100 Euro an Gutschein-Guthaben an die listigen Täter übermittelt, die versprochenen Gewinne blieben allerdings aus.

Kurze Zeit später meldete sich dann auch noch eine angebliche Polizeibeamtin mit dem Namen Maria GEBAUER. Die Frau, die sich mit der eingehenden Rufnummer 0711 731 537 als Angehörige der Polizei in Stuttgart ausgab, gab vor, sich um den Vorgang des unseriösen Gewinnversprechens kümmern zu wollen, weitere Kontaktaufnahmen unterblieben dann aber. Die Ermittler gehen davon aus, dass diese Kontaktaufnehme entweder zur Ablenkung von dem Gewinnversprechen-Betrug, oder aber auch als Vorbereitungshandlung zu einem weiteren Betrugsversuch gedient haben könnte.

Folgende Tipps sollten sie bei telefonischen Gewinnversprechen berücksichtigen:

   -Geben Sie niemals vorher auf Anweisung Geld (z.B. für 
Gutscheinkarten/Steamkarten o.ä.) aus, um danach einen Gewinn zu 
erhalten! 
   -Rufen Sie keine kostenpflichtigen Rufnummern an, um Gewinncodes 
zu übermitteln oder einen Gewinn anzufordern! 
   -Überlegen Sie, ob Sie überhaupt an Gewinnspielen teilgenommen 
haben. Wer an Gewinnspielen nicht teilnimmt, kann auch nicht 
gewinnen! 
   -Fragen Sie den Anrufer nach Name, Adresse und Telefonnummer und 
das Gewinnspiel um das es angeblich geht. 
   -Gehen Sie niemals auf Geldforderungen ein, ziehen Sie im Zweifel 
eine Person ihres Vertrauens zu Rate. 

Bei Anrufen oder persönlicher Kontaktaufnahme durch angebliche Polizeibeamte oder Vertreter anderer Behörden sollten Sie Folgendes beachten:

   -Rufen Sie beim geringsten Zweifel bei der Behörde an, von der die
angebliche Amtsperson kommt oder anruft. Suchen Sie die Telefonnummer
der Behörde selbst heraus oder lassen Sie sich diese durch die 
Telefonauskunft geben. 
   -Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Legen Sie 
einfach auf. 
   -Geben Sie keine Details zu Ihren familiären und finanziellen 
Verhältnissen preis. 
   -Die Polizei wird am Telefon keine Kontodaten erfragen. 
   -Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen, zum Beispiel 
Polizisten, den Dienstausweis. 
   -Die Polizei wird Sie niemals bitten, ihnen Geldbeträge oder 
Wertgegenstände auszuhändigen. 
   -Lassen Sie grundsätzlich keine Unbekannten in Ihre Wohnung und 
übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen. 
   -Wenn Ihnen eine Kontaktaufnahme verdächtig vorkommt Informieren 
Sie sofort die Polizei unter der Notrufnummer 110 oder der jeweiligen
Amtsleitung und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei. 
   -Wichtig bei Telefonkontakt: Beenden Sie zuerst ein verdächtiges 
Telefonat und wählen dann erst die Nummer, die sie herausgesucht 
haben. 

Weitere Informationen erhalten Sie auch unter www.polizei-beratung.de

Polizeidirektion Werra-Meißner-Pressestelle-; PHK Först

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Nordhessen
Polizeidirektion Werra-Meißner
Niederhoner Str. 44
37269 Eschwege
Pressestelle

Telefon: 05651/925-123
E-Mail: poea.werra.meissner@polizei-nordhessen.de