Callcenterbetrüger erbeuten hohen Geldbetrag – Zeugenaufruf

Am Donnerstagvormittag (08.04.2021) riefen Betrüger einen Fürther Senioren an und gaben sich als Polizeibeamte aus. Mit einer erfundenen Geschichte überredeten sie den Mann zur Übergabe eines hohen Geldbetrages. Die Kriminalpolizei sucht nun Zeugen der Geldabholung. Mehrere Stunden lang riefen die unbekannten Täter immer wieder bei dem hochbetagten Senioren an. Zuerst gaben sie vor, dass ein krimineller Bankmitarbeiter gerade sämtliche Konten des Mannes plündern würde. Um das Geld zu retten, solle er sofort zur Bank fahren und dort seine Ersparnisse abheben. Tatsächlich ließ sich der Geschädigte von den geschickt argumentierenden Betrügern überzeugen. Allerdings scheiterte die Geldabholung, da einem aufmerksamen Bankmitarbeiter die Angelegenheit merkwürdig vorkam. Doch die Betrüger gaben nicht auf und wechselten plötzlich unvermittelt die Betrugsmasche. Dem überraschten Senioren teilten sie mit, dass ein Einbruch in seinem Haus bevorstehen würde. Um seine Wertsachen zu sichern, müsse er diese einem Polizisten übergeben. Tatsächlich ließ sich der unter Druck gesetzte Geschädigte zu einer Übergabe von Wertsachen überreden. Er händigte sie einem Unbekannten aus, der in der Folge offensichtlich noch ein weiteres Mal zurück zum Wohnhaus des Geschädigten kam. Das zuständige Fachkommissariat der Nürnberger Kriminalpolizei hat nun die Ermittlungen übernommen. Die Polizei möchte nun wissen: - Wer hat am Donnerstagvormittag zwischen 09:00 Uhr und 15:30 Uhr in Fürth im Bereich Stiller Winkel / Stiftungsstraße / Hardstraße eine verdächtige Person beobachtet? - Wer hat eine Person bemerkt, die längere Zeit im genannten Bereich ohne ersichtlichen Grund auf etwas gewartet und dabei telefoniert hat? - Wem ist ein auswärtiges Fahrzeug in der Nähe des Bereichs aufgefallen? Die Kriminalpolizei bittet Zeugen, die verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben, sich mit dem Kriminaldauerdienst (KDD) Mittelfranken unter der Telefonnummer 0911/2112-3333 in Verbindung zu setzen. Zur Betrugsmasche "falsche Polizeibeamte" hat das Polizeipräsidium Mittelfranken einen Videoclip erstellt. Dieser zeigt, wie die Täter vorgehen und erklärt auch, wie sich potentielle Opfer vor Betrug schützen können: https://fb.watch/1ZK3hM3Ygi Umfangreiche weitere Informationen, Verhaltenstipps und Grafiken zu dem Kriminalitätsphänomen wurden im Rahmen einer Präventionskampagne des Polizeipräsidiums im vergangenen Jahr veröffentlicht: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/6013/4769898 Stefan Bauer/n Rückfragen bitte an: Polizeipräsidium Mittelfranken Präsidialbüro - Pressestelle Richard-Wagner-Platz 1 D-90443 Nürnberg E-Mail: pp-mfr.pressestelle@polizei.bayern.de Erreichbarkeiten: Montag bis Donnerstag 07:00 bis 17:00 Uhr Telefon: +49 (0)911 2112 1030 Telefax: +49 (0)911 2112 1025 Freitag 07:00 bis 15:00 Uhr Telefon: +49 (0)911 2112 1030 Telefax: +49 (0)911 2112 1025 Sonntag 11:00 bis 14:00 Uhr Telefon: +49 (0)911 2112 1030 Telefax: +49 (0)911 2112 1025 Außerhalb der Bürozeiten: Telefon: +49 (0)911 2112 1553 Telefax: +49 (0)911 2112 1525 Die Pressestelle des Polizeipräsidiums Mittelfranken im Internet: http://ots.de/P4TQ8h