Seniorin um hochwertigen Schmuck betrogen – Erkrath – 2203056

Bislang unbekannte Betrüger haben am Dienstag (8. März 2022) eine Seniorin aus Erkrath um hochwertigen Schmuck im Wert von mehreren Tausend Euro betrogen. Die über 80-Jährige wurde Opfer eines sogenannten Schockanrufs. Das war geschehen: Gegen 15.30 Uhr erhielt die Seniorin einen Anruf auf ihrem Festnetztelefon. Eine unbekannte Anruferin gab sich als Polizeibeamtin aus und teilte der über 80-Jährigen mit, dass ihre Tochter einen schweren Verkehrsunfall verursacht habe, bei dem ein Familienvater ums Leben gekommen sei. Eine weitere Frau gab sich anschließend als die Tochter der Seniorin aus, weinte am Telefon und bat um Hilfe. Die falsche Polizeibeamtin forderte Geld und Schmuck, damit die Haftzeit der vermeintlichen Tochter verkürzt werden könne. Die Seniorin glaubte, die Stimmer ihrer Tochter am Telefon erkannt zu haben und verstaute hochwertigen Schmuck im Wert von mehreren tausend Euro in einer Tasche. Sie folgte den Anweisungen der Anruferin und übergab die Tasche gegen 17 Uhr an einen männlichen Abholer an der Düsseldorfer Straße. Am Abend bekam die Seniorin Zweifel, hielt Rücksprache mit ihren Angehörigen und erstattete Anzeige bei der Polizei. Die weibliche Betrügerin am Telefon kann auf circa 30 bis 40 Jahre alt geschätzt werden, sie sprach Deutsch mit leicht österreichischem Akzent. Der Abholer kann wie folgt beschrieben werden: - männlich - ca. 38 - 42 Jahre alt - ca. 1,75 bis 1,80 m groß - schlanke Statur - europäisches Erscheinungsbild - trug eine blaue Jeans, eine blaue Übergangsjacke sowie eine dunkle Cap - sprach Deutsch ohne AkzentDie Polizei in Erkrath bittet dringend um Hinweise und fragt: Wer hat am Dienstag gegen 17 Uhr ungewöhnliche Beobachtungen an der Düsseldorfer Straße gemacht und kann Hinweise zur Identität des Abholers geben? Die Wache in Erkrath ist jederzeit unter der Nummer 02104 9480-6450. Den aktuellen Fall nimmt die Polizei erneut zum Anlass um eindringlich vor Betrugsversuchen aller Art zu warnen: Geben Sie keine Vermögensverhältnisse und persönlichen Angaben am Telefon preis und lassen Sie niemanden, der unangekündigt vor ihrer Türe steht, in ihre Wohnung. Trennen Sie bei sogenannten Schockanrufen bewusst das Gespräch und rufen Sie selbstständig Ihre Angehörigen unter den Ihnen bekannten Nummern an und erkundigen Sie sich nach deren Befinden. Informieren Sie auch Ihre älteren Angehörigen und ältere Menschen in Ihrem Umfeld über die verschiedenen Betrugsmaschen. Und im Zweifel: Legen Sie auf und informieren Sie die Polizei unter Notruf 110, wenn Sie vermuten, es mit Betrügern zu tun zu haben. Rückfragen von Medienvertretern/Journalisten bitte an: Kreispolizeibehörde Mettmann - Polizeipressestelle - Adalbert-Bach-Platz 1 40822 Mettmann Telefon: 02104 / 982-1010 Telefax: 02104 / 982-1028 E-Mail: pressestelle.mettmann@polizei.nrw.de