Durchsuchungen nach schweren Explosionsschäden in der Silvesternacht

Tempelhof-Schöneberg/Neukölln Wegen Zündens zweier pyrotechnischer Gegenstände zu Silvester in Schöneberg erfolgten heute im Auftrag der Staatsanwaltschaft Berlin durch Einsatzkräfte der Bereitschaftspolizei und des Landeskriminalamtes Berlin Durchsuchungen an neun Wohnanschriften in Schöneberg und Neukölln. Den acht beschuldigten Männern im Alter zwischen 20 und 25 Jahren wird das Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion in zwei Fällen, gefährliche Körperverletzung und Landfriedensbruch vorgeworfen. Drei von ihnen sollen am 1. Januar 2025, gegen 1:20 Uhr, zunächst an der Kreuzung Vorbergstraße und Hauptstraße in Schöneberg einen Böller mit erheblicher Sprengwirkung gezündet und so eine dort stehende Litfaßsäule komplett zerstört haben. Anschließend soll einer der Beschuldigten einen pyrotechnischen Gegenstand geholt und in die Vorbergstraße gebracht haben. Gemeinsam mit anderen Beschuldigten soll er den Sprengkörper dann mit zwei Holzpaletten abgedeckt und gezündet haben. Durch die anschließende Explosion wurden die Paletten etwa 50 Meter weit an ein gegenüberliegendes Gebäude geschleudert. Außerdem wurden dadurch die Fronten mehrerer Häuser an der Kreuzung fast vollständig entglast und diverse Scheiben parkender Fahrzeuge beschädigt oder zerstört. Die umherfliegenden Glassplitter verletzten vier Frauen und einen Mann im Alter von 28 bis 45 Jahren. Der entstandene Sachschaden liegt bei mehr als 100.000 Euro. Die Durchsuchungen führten zum Auffinden von Beweismitteln, unter anderem der Sicherstellung von Mobiltelefonen, die nun im Verlauf der noch andauernden Ermittlungen insbesondere zur Klärung der wechselseitigen Verantwortlichkeiten zwischen den Beschuldigten ausgewertet werden. Außerdem wurden pyrotechnische Gegenstände, Betäubungsmittel und eine Schreckschusswaffe während der Maßnahmen gefunden und beschlagnahmt. Festnahmen erfolgten nicht. Pressearbeit und Erreichbarkeit