Bundespolizeidirektion München: Sexuelle Belästigung im Nürnberger Hauptbahnhof – Bundespolizei fasst Verdächtigen

Am Dienstag (1. April) hat ein Mann eine 28-jährige Deutsche im Nürnberger Hauptbahnhof zuerst gezielt verfolgt und kurze Zeit später sexuell belästigt. Die Bundespolizei ermittelt. Am Dienstagmittag befand sich die 28-Jährige gegen 12:25 Uhr im Nürnberger Hauptbahnhof und fuhr mit der Rolltreppe von der Mittelhalle zum Bahnsteig 16/17, als ein Mann sich hinter sie begab und ihr unter den Rock unsittlich zwischen die Beine griff. Der 26-jährige Georgier ließ erst von der Frau ab, als sie sich umdrehte und ihn lautstark zur Rede stellte. Die Belästigte begab sich anschließend zurück in die Mittelhalle, um nach Hilfe zu suchen. Dort kam der Rüpel nochmals auf die Frau zu und versuchte den Vorfall zu verharmlosen, indem er äußerte, die Frau mit seiner Freundin verwechselt zu haben. Daraufhin entfernte sich der Georgier in Richtung Haupthalle. Die von der Situation emotional mitgenommene 28-Jährige verständigte daraufhin die Bundespolizei. Die Bundespolizeiinspektion Nürnberg leitete sofort Fahndung nach dem beschriebenen Mann ein. Rund zwei Stunden später erkannte eine Bundespolizeistreife den Gesuchten im Nürnberger Hauptbahnhof. Die Beamten nahmen den Verdächtigen mit zur Dienstelle. Bei der Durchsuchung fanden sie bei dem Georgier mehrere vermutlich gefälschte Geldscheine auf. Bei der Videoauswertung stellten die Bundespolizisten fest, dass der 26-Jährige die Frau bereits zuvor über einen längeren Zeitraum im Nürnberger Hauptbahnhof verfolgt hatte. Die Bundespolizei hat ein Ermittlungsverfahren wegen sexueller Belästigung eingeleitet. Die aufgefundenen vermutlich gefälschten Geldscheine sind Gegenstand weiterer Ermittlungen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Beschuldigte auf freien Fuß gesetzt. Rückfragen bitte an: Hubert Grimm Bundespolizeiinspektion Nürnberg Bahnhofsplatz 6 - 90443 Nürnberg E-Mail: bpoli.nuernberg.presse@polizei.bund.de Die Bundespolizeiinspektion Nürnberg mit den Revieren in Augsburg, Ingolstadt und Ansbach ist zuständig für die polizeiliche Gefahrenabwehr und Strafverfolgung im Bereich der Anlagen der Deutschen Bahn. Die Zuständigkeit umfasst 309 Bahnhöfe und Haltepunkte sowie 1823 Streckenkilometer in Mittelfranken, Nordschwaben, dem nördlichen Oberbayern und dem Landkreis Forchheim. Dies entspricht etwa 23 Prozent der Fläche Bayerns.