Baerl: Schockanruf – Betrüger erbeuten hohe Bargeldsumme von Seniorenehepaar

Am Mittwochvormittag (6. Januar, 11:30 Uhr) haben Betrüger mit einem Schockanruf ein Duisburger Ehepaar im Alter von 89 und 93 Jahren um eine hohe Bargeldsumme gebracht. Ein bislang unbekannter Täter gab sich am Telefon als deren Sohn aus und schilderte, er liege mit einer schweren Corona-Erkrankung auf der Intensivstation eines Krankenhauses. Ihm gehe es sehr schlecht und habe große Angst zu sterben. Um die angeblich dringend notwendige Behandlung bezahlen zu können, bat der vermeintliche Sohn seine Eltern, so viel Bargeld wie möglich zu beschaffen. Unter dem Eindruck dieser dramatischen Schilderungen ließ sich das Ehepaar täuschen und holte eine niedrige sechsstellige Bargeldsumme aus einem Bankschließfach. Gegen 12 Uhr klingelte es an der Haustür im Bereich der Binsheimer Straße. Das Ehepaar übergab das Geld in einem kleinen schwarzen Rucksack an einen unbekannten Mann, der anschließend in Richtung Hofstraße ging. Am Nachmittag nahmen die Senioren selbst Kontakt zu ihrem Sohn auf. Dieser stellte sofort fest, dass es sich um einen Betrug handelte, und verständigte umgehend die Polizei. Das Kriminalkommissariat 32 hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet Zeuginnen und Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich unter der Rufnummer 0203 2800 zu melden. Der Abholer wird wie folgt beschrieben: mittleren Alters, grau melierte, nach hinten gekämmte Haare, möglicherweise zu einem Zopf gebunden, grauer Mantel. Die Polizei Duisburg warnt: - Die Polizei, Staatsanwaltschaften, Ärzte oder Krankenhäuser fordern niemals Bargeld oder Wertgegenstände am Telefon. - Seien Sie misstrauisch bei dramatischen Anrufen, die Zeitdruck aufbauen oder Angst erzeugen. - Legen Sie auf und kontaktieren Sie die angeblich betroffene Person oder Angehörige selbst unter einer Ihnen bekannten Nummer. Informieren Sie im Zweifel sofort die Polizei über den Notruf 110. - Übergeben Sie niemals Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände an Unbekannte. - Sprechen Sie mit Angehörigen, Freunden oder Nachbarn über solche Betrugsmaschen.Journalisten wenden sich mit Rückfragen bitte an: Polizei Duisburg - Pressestelle - Polizei Duisburg Telefon: 0203 280 -1041, -1045, -1046, -1047 Fax: 0203 280 1049 E-Mail: pressestelle.duisburg@polizei.nrw.de außerhalb der Bürodienstzeiten: Polizei Duisburg Telefon: 0203 2800