BPOLI LUD: Unerlaubte Einreise mit Rückflug ins Heimatland beendet

Am vergangenen Wochenende hat die Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf im Rahmen ihrer Zuständigkeit insgesamt zehn Personen festgestellt, die versuchten, unerlaubt nach Deutschland einzureisen. Schwerpunkt der Maßnahmen war die Einreisekontrolle am Grenzübergang Ludwigsdorf an der Bundesautobahn 4. Unter ihnen befand sich ein 26-jähriger ukrainischer Staatsangehöriger. Gegen diesen lag bereits ein Einreiseverbot der Ausländerbehörde Kassel vor. Erklärende Gründe warum er dieses ignorierte konnte der Ukrainer nicht angeben. Gegen neun Personen wurde nach Einleitung von Strafverfahren wegen unerlaubter Einreise und unerlaubten Aufenthalts die Einreise nach Deutschland verweigert; sie wurden nach Polen zurückgewiesen. Besondere Aufmerksamkeit erregte der Fall eines 34‑jährigen türkischen Staatsangehörigen: Der Mann wurde am Freitag gegen 11:15 Uhr in einem Reisebus in Richtung Polen bei der polnischen Einreisekontrolle festgestellt. Dort legte er den polnischen Grenzbeamten einen gefälschten bulgarischen Personalausweis vor. Im Rahmen einer Durchsuchung fanden die Beamten anschließend seinen echten türkischen Führerschein. Mit den Falschangaben versuchte der Mann, einen legalen Aufenthalt im Schengen-Raum vorzutäuschen. Nachdem der Betrugsversuch aufgedeckt worden war, wiesen die polnischen Behörden ihn nach Deutschland zurück. Die Bundespolizei übernahm den Mann und leitete ein Strafverfahren wegen unerlaubter Einreise und unerlaubten Aufenthalts ein. Ermittlungen ergaben, dass sich der Türke seit 2023 in Deutschland in einem Asylverfahren befand. Nach Ablehnung seines Antrags war er durch die Ausländerbehörde Manching (Bayern) zur Ausreise aufgefordert und die Abschiebung angedroht worden. Dieser Aufforderung entzog er sich, indem er sich bis zu seiner Feststellung dem behördlichen Zugriff entzog. Um den Aufenthalt des Mannes in Deutschland endgültig zu beenden, wurde im Einvernehmen mit ihm ein Flug von München in sein Heimatland Türkei gebucht. Nach der Überstellung nach München erfolgte der Abflug und damit die Zurückweisung am Samstag um 20:15 Uhr. Rückfragen bitte an: Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf Pressesprecher Danilo Weise Telefon: 0 35 81 - 3626-6110 Mobil: 0175/9029421 E-Mail: bpoli.ludwigsdorf.presse@polizei.bund.de