BPOLI LUD: Mit gefälschten Papieren erwischt: Bundespolizei nimmt ausreisepflichtigen Iraker fest

Beamte der Bundespolizei haben am heutigen Tag gegen 4:25 Uhr einen aus Polen kommenden litauischen Reisebus am Autobahngrenzübergang Ludwigsdorf kontrolliert. Im Rahmen der Kontrolle fiel ein irakischer Staatsangehöriger auf, der lediglich eine vermeintlich polnische Aufenthaltskarte vorlegte. Einen für die Grenzkontrolle erforderlichen Reisepass führte er nicht mit. Nach eigenen Angaben habe er diesen verloren; zur Untermauerung legte er mehrere polnische Anmeldeschreiben vor. Bei der eingehenden Überprüfung der vorgelegten Aufenthaltskarte erkannten die Bundespolizisten zunächst eindeutige Fälschungsmerkmale. In der Folge wurden auch die polnischen Anmeldeschreiben genauer überprüft - mit dem Ergebnis, dass sowohl sämtliche Schreiben als auch die Aufenthaltskarte Fälschungen waren. Trotz der deutlichen Beweislage beharrte der Iraker darauf, in Polen "legal" zu sein. Dies änderte jedoch nichts am weiteren Verfahren. Die anschließende Überprüfung seiner Fingerabdrücke ergab, dass nicht nur die Dokumente, sondern auch seine angegebene Identität falsch waren. Lediglich seine irakische Staatsangehörigkeit bestätigte sich. Die Person war den deutschen Behörden bereits bekannt: Nach Stellung eines Asylantrags in Deutschland wurde dieser im Jahr 2025 abgelehnt. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Außenstelle Augsburg, forderte den Mann daraufhin zur Ausreise auf. Für den Fall der Nichtbefolgung stand seine Abschiebung im Raum. Um dieser Maßnahme zu entgehen, tauchte der Iraker unter - bis zu seiner Kontrolle am heutigen Tag. Durch die Bundespolizei wurde ein Strafverfahren wegen Urkundenfälschung und unerlaubter Einreise und Aufenthalt eingeleitet. Die falschen Dokumente wurden eingezogen. Um den Aufenthalt endgültig zu beenden wird nach Durchführung des Strafverfahrens eine Zurückweisung ins Heimatland bzw. Polen angestrebt. Rückfragen bitte an: Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf Pressesprecher Danilo Weise Telefon: 0 35 81 - 3626-6110 Mobil: 0175/9029421 E-Mail: bpoli.ludwigsdorf.presse@polizei.bund.de