Sicherheitsvorfall an der iranischen Botschaft
Gestern Abend kam es zu Straftaten an der iranischen Botschaft in Dahlem. Gegen 20 Uhr und 21:30 Uhr erschien wiederholt eine Personengruppe auf dem Gehweg der Podbielskiallee unmittelbar vor dem Botschaftsgelände, um dort mit einer historischen Fahne zu posieren. Nachdem Kräfte des Zentralen Objektschutzes die Personengruppe jeweils ansprachen, entfernte sie sich beide Male vom Ort. Als die mutmaßlichen Demonstranten gegen 22:45 Uhr zum dritten Mal in Folge die Örtlichkeit aufsuchten, kletterten zwei von ihnen – Männer im Alter von 28 und 33 Jahren – über den Zaun in der Peter-Lenné-Straße und gelangten auf das Botschaftsgelände, während die vier Komplizen – drei Männer im Alter von 27, 30 und 40 Jahren sowie eine 46-jährige Frau – die Objektschutzkräfte gezielt ablenkten. Ein Objektschützer setzte daraufhin sein Reizstoffsprühgerät gegen die beiden auf dem Botschaftsgelände befindlichen Männer ein, die derweil die gehisste iranische Flagge
entfernten, die Aufhängung des Fahnenmastes beschädigten und versuchten, zwei historische Fahnen zu hissen. Das Duo kam letztlich der Aufforderung nachalarmierter Polizeikräfte, das Gelände unverzüglich zu verlassen, nach. Einsatzkräfte nahmen das Duo mittels körperlichen Zwangs in Form von Zug-Druck-Techniken fest. Der 33-Jährige erlitt beim Übersteigen des Zauns Schnittwunden an der Hand und Augenreizungen in Folge des Reizstoffeinsatzes. Er wurde am Einsatzort medizinisch versorgt und kam anschließend zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus. Nachdem allen sechs Tatverdächtigen ein Platzverweis ausgesprochen worden ist, wurden sie aus den polizeilichen Maßnahmen entlassen. Sie müssen sich wegen des Verdachts der Sachbeschädigung, des Hausfriedensbruchs und der Verletzung von Flaggen und Hoheitszeichen ausländischer Staaten verantworten. Die weiteren Ermittlungen führt der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamts.
Pressearbeit und Erreichbarkeit