Taschendiebe schlagen in Kasseler Schnellrestaurant und Bekleidungsgeschäften zu: Polizei sucht Zeugen und gibt Empfehlungen

Kassel-Mitte: Bislang unbekannte Taschendiebe haben am gestrigen Mittwochnachmittag ihr Unwesen in verschiedenen Geschäften und einem Schnellrestaurant in der Kasseler Innenstadt getrieben. Dabei waren sie äußerst geschickt und geübt vorgegangen, sodass die Opfer den Diebstahl erst kurze Zeit später bemerkten. Momentan spricht alles dafür, dass die drei Taten vom gestrigen Nachmittag auf das Konto ein und derselben professionell agierenden Tätergruppe gehen. Geldbörsen wurden unbemerkt aus Rucksäcken und einer Handtasche gestohlen Die erste Tat hatte sich zwischen 16:30 und 16:50 Uhr in einem Second-Hand-Bekleidungsgeschäft in der Unteren Königsstraße ereignet. Einer 62-jährigen Frau war zu dieser Zeit zunächst unbemerkt ihre Geldbörse samt Inhalt aus ihrem Rucksack gestohlen worden. Als sie den Diebstahl bemerkte fehlte von dem mutmaßlichen Täter bereits jede Spur. Kurze Zeit später, in der Zeit zwischen 17:00 Uhr und 17:20 Uhr, schlugen die Taschendiebe erneut in einem Bekleidungsgeschäft in der Oberen Königsstraße zu. Die bestohlene 58-jährige Dame verstaute ihre Geldbörse ebenfalls in einem Rucksack, welchen sie auf dem Rücken trug und bemerkte den Diebstahl zeitnah innerhalb der Verkaufsräumlichkeiten. Trotz unmittelbarer Kontaktierung des vor Ort befindlichen Personals konnten keine Hinweise auf die Täter erlangt werden. Ein weiterer Taschendiebstahl ereignete sich zwischen 17:15 Uhr und 17:25 Uhr in einem Schnellrestaurant in der Werner-Hilpert-Straße. Die 75-jährige Frau nahm im Kassenbereich zur Bezahlung der Speisen ihre Geldbörse aus der Handtasche, worin diese nach dem Bezahlvorgang auch wieder verstaut wurde. Der besonders dreiste Täter entnahm die Geldbörse aus der Handtasche, entwendete das darin befindliche Bargeld und steckte das Portemonnaie wieder zurück in die Handtasche. Nachdem die bestohlene Dame den Imbiss verlassen hatte, bemerkte sie zeitnah, dass ihre Handtasche geöffnet ist. Erst im weiteren Verlauf des Tages fiel auf, dass sämtliches Bargeld entwendet wurde. Wer am Nachmittag verdächtige Beobachtungen im Zusammenhang mit den Taschendiebstählen gemacht hat, wird gebeten, sich unter der Tel. 0561-9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen zu melden. Empfehlungen zum Schutz vor Taschendiebstahl Taschendiebe machen sich insbesondere das Gedränge bei Veranstaltungen, in Geschäften oder öffentlichen Verkehrsmitteln zunutze, um zuzuschlagen. Um sich an den entsprechenden Örtlichkeiten vor Taschendieben zu schützen, gibt die Polizei folgende Empfehlungen: - Taschendiebe lassen sich am typisch suchenden Blick erkennen: Sie meiden den direkten Blickkontakt zum Opfer und schauen eher nach der Beute. - Tragen Sie Geld, Schecks, Kreditkarten und Papiere immer in verschiedenen verschlossenen Innentaschen der Kleidung möglichst dicht am Körper. - Tragen Sie Hand- und Umhängetaschen verschlossen auf der Körpervorderseite oder klemmen Sie sie sich unter den Arm. - Benutzen Sie einen Brustbeutel, eine Gürtelinnentasche, einen Geldgürtel oder eine am Gürtel angekettete Geldbörse. - Legen Sie Geldbörsen nicht oben in Einkaufstasche, Einkaufskorb oder Einkaufswagen, sondern tragen Sie sie möglichst körpernah. - Hängen Sie Handtaschen im Restaurant, im Kaufhaus oder im Laden (selbst bei der Anprobe von Schuhen oder Kleidung) nicht an Stuhllehnen und stellen Sie sie nicht unbeaufsichtigt ab.Wenn Sie Opfer eines Taschendiebstahls geworden sind, alarmieren Sie die Polizei und erstatten Sie Anzeige. Da die Täter in einer Vielzahl der Fälle nach dem Diebstahl erbeutete EC-Karten für weitere Straftaten nutzen oder dies versuchen, sollten Opfer gestohlene Zahlungskarten schnellstmöglich über den Sperr-Notruf 116 116 sperren lassen. Rückfragen bitte an: Felix Richter Pressestelle Tel. 0561-910 1021 Polizeipräsidium Nordhessen Grüner Weg 33 34117 Kassel Pressestelle Telefon: +49 561 910 1020 bis 23 Fax: +49 611 32766 1010 E-Mail: poea.ppnh@polizei.hessen.de Außerhalb der Regelarbeitszeit Polizeiführer vom Dienst (PvD) Telefon: +49 561-910-0 E-Mail: ppnh@polizei.hessen.de