260119-3. Zeugenaufruf nach Auseinandersetzung in der Hamburger Innenstadt

Tatzeit: 17.01.2026, 17:06 Uhr Tatort: Hamburg-Neustadt, Jungfernstieg, Gehweg zwischen Neuer Wall und Große Bleichen Am Samstagnachmittag kam es in der Hamburger Innenstadt zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen, bei der zwei 53 und 21 Jahre alte Männer Stichverletzungen erlitten. Die Polizei sucht Zeuginnen und Zeugen. Den bisherigen Erkenntnissen der Kriminalpolizei zufolge hatten die 53- und 21-jährigen Iraner zunächst an dem Aufzug "Nein zur Islamische Republik Iran" [sic] teilgenommen. Nachdem dieser gegen 17:00 Uhr den Endkundgebungsort im Bereich Stephansplatz erreicht hatte, begaben sie sich direkt im Anschluss über den Gänsemarkt zum Jungfernstieg. Nach dem Passieren der Einmündung Große Bleichen soll es aus noch ungeklärter Ursache zwischen einem der Männer und weiteren Personen, welche mutmaßlich keine Teilnehmer der vorherigen Versammlung waren, zunächst zu einer verbalen Auseinandersetzung gekommen sein, die im Weiteren zu einer tätlichen eskalierte. Im Rahmen dieser soll ein 26-jähriger Mann dem 53-Jährigen mit einem Messer eine Stichverletzung am Rücken zugefügt haben. Umstehende Personen versorgten den Verletzten bis zum Eintreffen einer Rettungswagenbesatzung. Die Einsatzkräfte übernahmen die medizinische Versorgung und transportierten den nicht lebensbedrohlich Verletzten in ein Krankenhaus. Während zwei an der Auseinandersetzung beteiligte Personen in ein unmittelbar an den Tatort angrenzendes Kaufhaus flüchteten, sollen mehrere Männer den 26-Jährigen, der mutmaßlich zugestochen haben soll, umringt, zu Boden gebracht und auf ihn eingetreten haben. Wenig später eintreffende Einsatzkräfte der Polizei schritten umgehend ein, trennten die Beteiligten voneinander und nahmen den 26-Jährigen vorläufig fest. Zudem stellten sie ein Messer, das mutmaßliche Tatmittel, sicher. Der 21-jährige Iraner war offenbar auch an dieser Auseinandersetzung beteiligt und erlitt in diesem Rahmen eine nicht lebensbedrohliche Stichwunde am Schienbein. Auch er wurde zunächst von Zeuginnen und Zeugen erstversorgt, bis dieses von Rettungskräften übernommen und er ebenfalls in ein Krankenhaus transportiert wurde. Polizistinnen und Polizisten entdeckten die beiden in das Kaufhaus geflüchteten Männer im Alter von 16 und 26 Jahren nach Hinweisen dort in einer Umkleidekabine. Auch bei ihnen stellten die Beamtinnen und Beamten ein Messer sicher. Die drei deutschen Staatsangehörigen wurden zu einer Polizeidienststelle transportiert und nach ihren erkennungsdienstlichen Behandlungen entlassen, da keine Haftgründe vorlagen. Gegen sie wird nun unter anderem wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ermittelt. Der Staatsschutz (LKA 73) führt die noch andauernden Ermittlungen. In diesem Zusammenhang bittet die Polizei Zeuginnen und Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben und Angaben dazu machen können oder sogar Videos davon angefertigt haben, sich unter der Telefonnummer 040 4286-56789 beim Hinweistelefon der Polizei Hamburg oder bei einer Polizeidienststelle zu melden. Zim. Rückfragen der Medien bitte an: Polizei Hamburg Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Sören Zimbal Telefon: +49 40 4286-56214 E-Mail: polizeipressestelle@polizei.hamburg.de