BPOLI MD: Gesuchte 36-Jährige zeigt Hitlergruß und bespuckt Bundespolizisten
Am Dienstag, den 20. Januar 2026 informierte ein Mitarbeiter eines Gastronomiegeschäftes im Hauptbahnhof Halle (Saale) um 20:35 Uhr eine Streife der Bundespolizei, dass eine Person lautstark andere Gäste belästigt und die Filiale trotz Aufforderung nicht verlässt. Die eingesetzten Bundespolizisten begaben sich umgehend zum Ereignisort und trafen auf eine Frau, die kostenlosen Kaffee haben wollte. Die Streife forderte die Deutsche auf, das Geschäft zu verlassen. Dieser Aufforderung kam sie nach, agierte allerdings weiterhin lautstark aggressiv, gereizt und spuckte einen Bundespolizisten unvermittelt an. Daraufhin wurde sie zur soeben begangenen Straftat belehrt. Sie konnte sich nicht ausweisen und wurde aufgrund der ebenfalls fehlenden Bereitschaft mündlicher Angaben zu ihrer Person zur Dienststelle verbracht. Auf dem Weg dorthin sprach sie wiederholt im Befehlston und zeigte außerdem den verbotenen Hitlergruß. Nach erfolgreicher Identitätsfeststellung ergab ein Abgleich im Fahndungssystem der Polizei eine Ausschreibung zur Strafvollstreckung. Demnach wurde die 36-Jährige vom Amtsgericht Leipzig vor genau einem Jahr wegen Betruges zu einer Geldstrafe von 75 Euro beziehungsweise zu einer Ersatzfreiheitsstrafe von 15 Tagen per Strafbefehl verurteilt. Da sie den Geldbetrag nicht zahlte, sich nicht zum Strafantritt stellte und unbekannten Aufenthaltes war, erließ die Staatsanwaltschaft Leipzig im Dezember 2025 den Haftbefehl. Die Bundespolizisten eröffneten der Gesuchten diesen und nahmen sie fest. Weil sie den haftabwendenden Betrag von 70 Euro nicht aufbringen konnte, wurde die Frau in eine
Justizvollzugsanstalt gebracht, um die ausstehende Freiheitsstrafe von 7 Tagen anzutreten. Die Bundespolizisten informierten die ausschreibende Behörde über die Vollstreckung des Haftbefehls und fertigten darüber hinaus auch Strafanzeigen wegen Beleidigung, Körperverletzung und des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.
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