Nr.: 0056 –Demo endet mit Strafanzeigen–
-Ort: Bremen-Mitte
Zeit: 20.01.26Am Dienstagnachmittag versammelten sich rund 2.200 Menschen friedlich auf dem Bremer Marktplatz, um auf die Situation der Kurden in Syrien aufmerksam zu machen. Ein anschließender Aufzug mit etwa 1.600 Teilnehmenden führte jedoch zu mehreren polizeilichen Einsätzen und Strafanzeigen.
Der Aufzug setzte sich gegen 17 Uhr in Richtung Hauptbahnhof in Bewegung. Im Verlauf kam es wiederholt zu aggressiven verbalen Auseinandersetzungen unter Teilnehmenden, in einem Fall musste eine Person von der Versammlung ausgeschlossen werden. Entlang der Strecke eskalierten mehrere Streitigkeiten zwischen Teilnehmenden und Passanten, teils mit körperlichen Auseinandersetzungen. Einsatzkräfte schritten wiederholt ein, um die Situationen zu beruhigen.
Auf dem Bahnhofsplatz kam es zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung, nachdem sich mehrere Teilnehmende durch eine Provokation angegriffen fühlten. Die Polizei unterband weitere Übergriffe. In der Folge versuchten einzelne Personen, Beteiligte in den Hauptbahnhof zu verfolgen. Dies verhinderte die Polizei gemeinsam mit der Bundespolizei durch Absperrungen und den Einsatz unmittelbaren Zwangs. Vereinzelt wurde Pyrotechnik gezündet.
Nach dem offiziellen Ende der Versammlung gegen 18:35 Uhr verließen zahlreiche ehemalige Teilnehmende den Bereich zunächst nicht. Die Stimmung blieb angespannt. Im weiteren Verlauf kam es im Umfeld des Hauptbahnhofs zu weiteren Streitigkeiten und einzelnen Körperverletzungen, unter anderem unter Einsatz einer Fahnenstange.
Die Polizei fertigte mehrere Strafanzeigen, unter anderem wegen Beleidigung, Körperverletzung, gefährlicher Körperverletzung, Landfriedensbruchs sowie Verstößen gegen das Versammlungs- und Vereinsgesetz. Die Auswertung von Videoaufnahmen und die weiteren Ermittlungen dauern an.
Hinweis der Polizei:
Für eine Sache auf die Straße zu gehen und öffentlich seine Meinung zu äußern, ist ein zentrales Grundrecht in einer Demokratie. Die Polizei hat die Aufgabe, dieses Recht zu schützen und Versammlungen zu ermöglichen. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass sich Teilnehmende an die Regeln halten: Lauter, auch deutlicher Protest ist erlaubt - Gewalt gegen Menschen oder Sachen ist es nicht.
Rückfragen bitte an:
Pressestelle Polizei Bremen
Pressestelle
Nils Matthiesen
Telefon: 0421 361-12114