Langjährige Haftstrafen für Einbrecher in Biogasanlagen
Durch die Zentrale Kriminalinspektion Lüneburg wurden unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft Osnabrück seit Februar 2025 umfangreiche Ermittlungen gegen eine überregionale Tätergruppierung geführt, die sich auf Einbruchdiebstähle aus Biogasanlagen spezialisiert hat. Seit Oktober 2024 wurden durch die Täter innerhalb von sechs Monaten mindestens 38 Taten in Norddeutschland begangen. Tatbetroffen waren 25 mal Niedersachsen, 11 mal Schleswig-Holstein und 2 mal Biogasanlagen in Nordrhein Westfalen, bei denen spezielle Zündkerzen und hochwertige Katalysatoren aus den Wartungslagerbeständen der Gasanlagen erbeutet worden sind.
Im Bereich der Polizeidirektion Lüneburg kam es zu neun Taten. Betroffen waren Biogasanlagen im Landkreis Rotenburg (Selsingen, Bremervörde, Breddorf, Tarmstedt, Wilstedt), Landkreis Stade (Buxtehude), im Heidekreis (Soltau) und dem Landkreis Celle (Südheide, Bergen)
Die Gesamtschadenshöhe lässt sich auf weit über 325.000 Euro beziffern. Die Lüneburger überführten drei männliche und zwei weibliche Beschuldigte im Alter zwischen 25 und 31 Jahren mit Wohnorten in Hamburg und Neumünster. Diese wurden vor dem Landgericht Osnabrück angeklagt. Es gelang, die Taten so beweissicher aufzuklären, dass sich alle Angeklagten geständig zeigten und zudem weitere Hinweise auf Mittäter und Hehler gaben, gegen die im Nachgang gesonderte Verfahren geführt worden sind.
Gegen vier der fünf Angeklagten wurden am 15.01.2026 durch das Landgericht Osnabrück Urteile verhängt. Drei erhielten langjährige Freiheitsstrafen in Höhe von 4 Jahre und 6 Monate, 3 Jahre und 9 Monate, 1 Jahr und 9 Monate, gegen eine weibliche Angeklagte wurde die Strafe zur Bewährung ausgesetzt.
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