260123-2. Angeblicher Polizeibeamter entwendet Wertsachen einer Seniorin in Hamburg-Poppenbüttel
Tatzeit: 21.01.2026, 10:30 Uhr; Tatort: Hamburg-Poppenbüttel, Langenstücken
Mittwochvormittag wurde eine 81-jährige Frau von einem Mann in ihrer Wohnung im Stadtteil Poppenbüttel beraubt, nachdem dieser sich unter dem Vorwand, Polizeibeamter zu sein, Zutritt verschafft hatte. Die Polizei sucht Zeuginnen und Zeugen.
Nach derzeitigen Erkenntnissen erhielt die Seniorin vorgestern von einem angeblichen Polizeibeamten einen Anruf. Dieser teilte ihr mit, dass es in ihrem Wohnumfeld eine Festnahme eines Einbrechers gegeben habe. Dadurch lägen nun Erkenntnisse vor, dass auch die 81-Jährige im Fokus von Mittätern stehe und die Polizei ihre Wertsachen sichern müsse. Dazu wurde ihr von dem angeblichen Polizisten zeitnah die Abholung ihrer Besitztümer angekündigt.
Nach kurzer Zeit erschien der angekündigte Abholer bei der Frau. Sie öffnete dem Mann die Haustür, woraufhin er die ältere Dame unvermittelt mit Kraft zur Seite drückte, sodass sie zu Boden fiel. Anschließend durchsuchte der Tatverdächtige die Räume des Einfamilienhauses und drückte die gehbeeinträchtigte Frau ein weiteres Mal zur Seite. Danach verließ der dunkel gekleidete Mann, der als etwa 20-Jähriger mit deutschem oder mitteleuropäischem Erscheinungsbild, circa 180 cm groß und mit beiger Mütze beschrieben wird, das Wohnhaus in unbekannte Richtung.
Der unverletzt gebliebenen geschädigten Frau fiel am Folgetag auf, dass aus ihrem Tresor Schmuck und Sparbücher gestohlen wurden.
Die Ermittlungen führt das zuständige Landeskriminalamt (LKA 43).
Zeuginnen und Zeugen, die Hinweise auf den Angreifer geben können oder sonstige Beobachtungen in diesem Zusammenhang gemacht haben, werden gebeten, sich beim Hinweistelefon der Polizei oder bei einer Polizeidienststelle zu melden.
Mx.
Die Polizei rät dazu erneut:
Handelt es sich bei einem Telefonanruf 1. um einen Notfall oder Polizeieinsatz jedweder Art, der 2. nur durch Übergabe von Bargeld und/oder Wertgegenständen, 3. an eine für Sie fremde Person, 4. unter Geheimhaltung zu lösen sei, sind Betrüger am Werk!
Die Polizei
- fragt niemals telefonisch nach Art, Umfang oder Aufbewahrungsort
Ihres Vermögens!
- fordert Sie niemals dazu auf, Ihr Vermögen zu übergeben oder an
einem öffentlichen Ort zu hinterlegen!
- setzt Sie niemals unter dem Vorwand, Ermittlungsbehörden
unterstützen zu müssen, unter Druck!Außerdem weist die Polizei auf Folgendes hin:
- Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl - ein gesundes Misstrauen ist
keine Unhöflichkeit!
- Überprüfen Sie die behaupteten Angaben.
- Beenden Sie bereits beim kleinsten Verdacht umgehend das
Telefonat, indem Sie auflegen. Dann rufen Sie die Polizei unter
110, Ihre örtliche Polizeidienststelle oder die angeblich
betroffene Person unter der altbekannten Rufnummer zurück.
- Sprechen Sie mit einer Person Ihres Vertrauens. Auch Verwandte,
Freunde oder Nachbarn können helfen, solche Taten zu verhindern.
- Übergeben Sie niemals Bargeld oder Wertgegenstände an fremde
Personen
- Fremde Personen sollten sich nie ohne Aufsicht in den
Räumlichkeiten Ihrer Wohnung bewegen
- Lassen Sie sich nicht mit vollem Namen im Telefonbuch eintragen,
denn die Täter suchen gezielt nach "altmodisch" klingenden
Vornamen.Weitere Informationen sind auch unter diesem Link zu finden: https://www.polizei.hamburg/straftaten-zum-nachteil-aelterer-menschen
Rückfragen der Medien bitte an:
Polizei Hamburg
Polizeipressestelle / PÖA 1
Thilo Marxsen
Telefon: 040 4286-56211
E-Mail: polizeipressestelle@polizei.hamburg.de