Mehrere Straftaten bei Kontrollen des Polizeireviers aufgedeckt: Größerer Drogenfund nach „Paketentsorgung“ im Main
(lei) Beamtinnen und Beamte des Polizeireviers Offenbach haben Ende der vergangenen Woche im Rahmen mehrerer Kontrollen diverse Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Die Überprüfungen erfolgten - soweit es die Einsatzlage zuließ - begleitend zu den regulären Dienstaufträgen.
Am Donnerstagmittag kontrollierten die Einsatzkräfte in Tempelsee einen Kastenwagen. Ein 45 Jahre alter Beifahrer verließ plötzlich das Fahrzeug und versuchte zu Fuß zu flüchten, konnte jedoch nach kurzer Verfolgung gestellt und vorläufig festgenommen werden. Hintergrund seines Fluchtversuchs war offenbar das Fehlen einer gültigen Aufenthaltserlaubnis. Zudem besteht der Verdacht der unerlaubten Arbeitsaufnahme, da der Mann Arbeitskleidung trug und entsprechendes Werkzeug mitführte. Gegen ihn wird nun unter anderem wegen eines Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetz ermittelt.
Kurz darauf folgte der nächste Treffer bei einem 34-Jährigen, den die Beamten ebenfalls in dem Stadtteil stoppten. Er war auf einem E-Scooter unterwegs, der sich bei der Überprüfung als gestohlen herausstellte. Zudem war das kleine Gefährt nicht versichert und abgesehen davon hätte der Offenbacher das Fahrzeug ohnehin nicht führen dürfen, da er augenscheinlich unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand. Er musste für eine Blutentnahme mit zur Dienststelle. Entlassen wurde er anschließend jedoch nicht, stattdessen wurde er in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Grund hierfür war, dass zu allem Überfluss auch noch ein internationaler Haftbefehl gegen ihn bestand. Dieser sah seine Auslieferung nach Bulgarien vor.
Im Nachdienst von Freitag auf Samstag förderten die Kontrollen der Beamten dann hauptsächlich Drogen zutage.
Herausragend war dabei ein Einsatz, der zunächst mit einer ganz anderen Meldung begann: Ein Schiffskapitän hatte gemeldet, auf dem Main durch einen Laserpointer geblendet worden zu sein. Frankfurter und Offenbacher Streifen fahndeten daraufhin beidseitig des Mains nach den Verursachern. In der Nähe des Arthur-von-Weinberg-Stegs bemerkte eine Offenbacher Streife drei Personen am Frankfurter Mainufer, die beim Erkennen der Polizei sofort davonrannten. Währenddessen warf eine der Personen einen Karton in den Fluss. Der Karton konnte von den Einsatzkräften geborgen werden; darin befanden sich rund zwei Kilogramm Haschisch. Zwar gelang zwei der Tatverdächtigen die Flucht, eine Offenbacher Streife konnte jedoch einen der Männer vorläufig festnehmen. Es stellte sich heraus, dass er in Fechenheim wohnte. Im Rahmen einer Durchsuchung in seiner Wohnung konnten weitere Betäubungsmittel beschlagnahmt werden - nochmals gut 1,5 Kilogramm Haschisch, fast 1.000 Ecstasy-Tabletten sowie über 8.000 Euro Bargeld. Nun wird wegen des Verdachts des Handeltreibens ermittelt.
Wenige Minuten später überprüfte eine andere Streife einen 41-Jährigen in der Gerberstraße. Er führte eine geringe Menge Kokain mit sich und muss sich wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten, ebenso wie ein 29-Jähriger, der um 22 Uhr in der Hospitalstraße erwischt wurde. Auch er hatte eine Kleinmenge dieser Droge dabei.
Kurz vor 4 Uhr am Samstagmorgen fiel den Einsatzkräften schließlich ein weiterer unversicherter E-Scooter auf. Der 26-jährige Fahrer wurde vor dem Hauptbahnhof angehalten; auch gegen ihn fertigten die Beamten eine Strafanzeige.
Darüber hinaus stellten die Einsatzkräfte im Verlauf der Kontrollen mehrere Verkehrsordnungswidrigkeiten fest und ahndeten diese entsprechend.
Offenbach, 26.01.2026, Pressestelle, Thomas Leipold
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