Schockanruf: Petershägerin geschädigt
(SN) Wieder einmal haben Betrüger im Kreis Minden-Lübbecke ihr Unwesen getrieben und dabei eine Petershägerin geschädigt. So erhielt die Polizei am Montag Kenntnis über ein vollendetes Betrugsdelikt im Ortsteil Jössen, welches sich am Sonntagabend ereignete.
Zuvor erhielt die Petershägerin in den Abendstunden einen sogenannten Schockanruf. Darin konfrontierte ein angeblicher Rechtsanwalt die Geschädigte mit dem Umstand, dass ein Angehöriger einen schweren Verkehrsunfall verursacht hätte. Um eine Haftstrafe des Angehörigen abzuwenden, so der Betrüger, sei die Bereitstellung einer hohen Bargeldsumme nötig, woraufhin die geschockte Frau den Ausführungen Glauben schenkte und noch am Abend einem Abholer an ihrer Haustür Schmuck und Münzen aushändigte. Später bemerkte die Frau betrogen worden zu sein und erstattete Anzeige.
Den ohne Akzent Deutsch sprechenden Abholer, der sich als "Herr Braun" ausgab, konnte die Geschädigte den Polizisten gegenüber von gedrungener Gestalt mit rundlichem Gesicht und kurzen dunklen Haaren sowie in einem geschätzten Alter von 40 bis 50 Jahren und einer Größe von etwa 175 cm beschreiben. Zudem habe der Mann eine Bomberjacke getragen.
Wem am Sonntagabend in Petershagen-Jössen verdächtige Personen oder Fahrzeuge in den Straßen Zum Storchennest, Kapellenort, Eichenbrink oder Kronsbrink aufgefallen sind, der meldet sich bitte bei der Kripo Minden unter Telefon (0571) 88660.
Die Ermittler warnen dringend davor, Fremden Auskünfte zu Wohn- und Eigentumsverhältnissen zu geben, Zutritt in die privaten Räumlichkeiten zu gewähren oder Wertgegenstände auszuhändigen. Wenn Anrufer sich als Polizei ausgeben, Wertgegenstände oder Geld abholen wollen, handelt es sich immer um Betrug.
Betroffene sollten umgehend das Telefonat durch eigenes Auflegen beenden. Kam es bereits zu einer Schädigung, wählen Sie bitte den Polizeinotruf 110. Außerdem bitten die Beamten darum, älteren Angehörigen regelmäßig von den Betrugsmaschen zu berichten und zu diesen zu sensibilisieren.
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