Gemeinsam gegen Messergewalt: Großangelegter Polizeieinsatz in Oberhausen
Im Rahmen der landesweiten Initiative "Besser ohne Messer" beteiligte sich die Polizei Oberhausen an einem koordinierten Sondereinsatz zur Erhöhung der Sicherheit im öffentlichen Raum. Am Donnerstag (29.01.) kontrollierten Einsatzkräfte der Polizei Oberhausen, unterstützt von Kräften der Einsatzhundertschaft Essen, gemeinsam mit Netzwerkpartnern - darunter die Bundespolizeiinspektion Düsseldorf sowie die Stadt Oberhausen (u.a. Ausländerbehörde) - den Bereich rund um den Hauptbahnhof, angrenzende Parkanlagen und Teile der Innenstadt.
Oberbürgermeister Thorsten Berg über den gestrigen Einsatz: "Recht und Gesetze gelten in unserer Stadt für alle. Wer dagegen verstößt, muss mit konsequentem Einschreiten rechnen. Ich danke daher allen eingesetzten Kräften für ihren engagierten Einsatz zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger. Der gestrige Einsatz zeigt einmal mehr, wie wichtig die enge Zusammenarbeit von Polizei, Stadt und weiteren Partnern ist. Nur gemeinsam können wir konsequent gegen Gewalt vorgehen, Gefahren durch Messerkriminalität frühzeitig begegnen und so den öffentlichen Raum in Oberhausen für alle sicher halten."
Polizeipräsidentin Dr. Sylke Sackermann erklärt: "Die Bekämpfung der Kriminalität, insbesondere der Messerkriminalität, erfordert ein dauerhaftes Vorgehen. Es muss ins Bewusstsein der Menschen gelangen, dass die Polizei vor Ort ist und Regelverstöße konsequent verfolgt. Deshalb haben wir uns entschieden, nur zwei Tage nach einem sehr erfolgreichen Einsatz im Rahmen der strategischen Fahndung, mit Unterstützung weiterer Einsatzkräfte und Netzwerkpartner erneut eine Schwerpunktaktion durchzuführen. Nur durch diese kontinuierliche Präsenz und klare Haltung können wir Messerkriminalität wirksam zurückdrängen und die Sicherheit in unserer Stadt nachhaltig stärken."
Das bestätigt auch Polizeidirektor und Leiter der Direktion Gefahrenabwehr und Einsatz Oliver Olbers: "Messer schützen nicht vor einer Gefahr - sie erhöhen in jeder Situation das Risiko für schwere Verletzungen oder Todesfälle. Nicht nur für die Betroffenen, sondern auch für Unbeteiligte. Mit der heutigen Schwerpunktaktion setzen wir ein klares Zeichen: Wir akzeptieren keine Bewaffnung mit Messern in Oberhausen."
Ziel des Einsatzes ist die konsequente Eindämmung von Messergewalt. Es wurden insgesamt 170 Personen- und Verkehrskontrollen durchgeführt. In zwei Fällen wurden Blutproben nach Verkehrsdelikten entnommen. Mitgeführte Messer wurden zur Gefahrenabwehr sichergestellt. Gegen eine Person wurde eine Ordnungswidrigkeitenanzeige nach dem Waffengesetz eingeleitet. Gegen zwei Personen lagen Haftbefehle zur Vollstreckung aus. Des Weiteren wurde eine Strafanzeige nach dem Aufentaltsgesetz und eine aufgrund von Schwarzarbeit gefertigt. Insgesamt sind acht Platzverweise ausgesprochen worden.
Die Polizei Oberhausen sowie die Einsatzhundertschaft aus Essen unterstützten außerdem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Oberhausen im Rahmen der Amts- und Vollzugshilfe die Überprüfung von Gastronomiebetrieben.
Die weiteren Auswertungen dauern an.
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