Betrug durch sogenannten Schockanruf in Torgelow

Am Abend des 30. Januar 2026 wurde der Polizei ein Betrug zum Nachteil einer 88-jährigen Frau in Torgelow bekannt. Die Geschädigte erhielt im Laufe des Tages einen sogenannten Schockanruf. In einem etwa zweistündigen Telefongespräch wurde ihr vorgetäuscht, ihre Tochter habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht und befinde sich nun in Haft. Zur angeblichen Freilassung sei die Zahlung einer Kaution erforderlich. Hierzu wurde die Seniorin aufgefordert, Bargeld und Wertgegenstände bereitzustellen. Gegen 20:40 Uhr erschien schließlich eine bislang unbekannte männliche Person an der Wohnung der Geschädigten, um die Wertsachen entgegenzunehmen. Der Mann wird wie folgt beschrieben: - Alter: etwa 30 bis 35 Jahre - Größe: ca. 170 cm - Statur: stabil - Haare: dunkel - Erscheinungsbild: europäisch - Besonderheit: sprach nicht mit der Geschädigten Die 88-Jährige übergab dem Täter rund 15.000 Euro Bargeld sowie weitere Wertgegenstände. Nach der Übergabe entfernte sich der Täter zu Fuß in unbekannte Richtung. Die Geschädigte erstattete anschließend Anzeige bei der Polizei. Die Polizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung. Personen, die am 30. Januar 2026 gegen 20:40 Uhr im Bereich der Albert-Einstein-Straße in Torgelow verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Angaben zu dem beschriebenen Mann machen können, werden gebeten, sich mit sachdienlichen Hinweisen an die Einsatzleitstelle des Polizeipräsidiums Neubrandenburg unter 0395/5582 2224 oder an jede andere Polizeidienststelle zu wenden. Die Polizei warnt erneut vor sogenannten Schockanrufen. Täter setzen ihre Opfer gezielt unter Druck, um sie zu schnellen Geldübergaben zu bewegen. Es gibt in diesem Sinne keine Kaution in Deutschland, mit der Angehörige freigekauft werden können, wenn sie einer Straftat beschuldigt werden. Polizeibehörden fordern niemals telefonisch die Herausgabe von Bargeld oder Wertgegenständen. Im Zweifel sollten Betroffene das Gespräch sofort beenden und selbstständig Kontakt mit Angehörigen oder der Polizei aufnehmen.Rückfragen bitte an: Polizeipräsidium Neubrandenburg Einsatzleitstelle/ Polizeiführer vom Dienst Björn Ritzmann, Polizeirat Telefon: 0395 5582 2223 E-Mail: elst-pp.neubrandenburg@polmv.de Rückfragen innerhalb der Bürozeiten: Bitte richten Sie Ihre Nachfragen innerhalb der Bürozeiten an die jeweils regional und thematisch zuständige Pressestelle (Polizeiinspektionen Stralsund, Anklam oder Neubrandenburg sowie Polizeipräsidium Neubrandenburg).