BPOLI LUD: Bundespolizei stellt abgelehnten Asylbewerber mit falschen Papieren an der A4

In der Nacht zum 05.02. kontrollierten Beamte der Bundespolizei gegen 00:25 Uhr am Autobahngrenzübergang Ludwigsdorf auf der BAB 4 einen VW Passat mit Zulassung aus dem Ortenaukreis (OG). Im Fahrzeug saß als Beifahrer ein 45-jähriger türkischer Staatsangehöriger. Er wies sich zunächst lediglich mit einem türkischen Führerschein aus und gab an, zuvor in Polen einkaufen gewesen zu sein. Eine anschließende ausländerrechtliche Überprüfung ergab, dass es sich bei dem Mann um einen in Deutschland abgelehnten Asylbewerber handelt. Er erklärte, sich derzeit in einem Widerspruchsverfahren gegen den Ablehnungsbescheid zu befinden. Zudem gab er an, Deutschland mangels gültiger Ausweisdokumente nicht verlassen zu können. Als der Mann das Fahrzeug zur Durchsuchung verlassen sollte, bemerkten die Beamten, wie er versuchte, einen Gegenstand unter dem Beifahrersitz zu verstecken. Wie sich herausstellte, handelte es sich dabei um einen auf seine Person ausgestellten türkischen Reisepass, dessen Existenz er zuvor bestritten hatte. In der Beifahrertür fanden die Beamten darüber hinaus einen gefälschten polnischen Führerschein und ein verbotenes Messer. Gegen den 45-Jährigen wurde daraufhin ein Strafverfahren wegen des Verschaffens falscher amtlicher Ausweise und ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet. Der für die Durchführung der aufenthaltsbeendenden Maßnahmen erforderliche türkische Reisepass, der gefälschte Führerschein sowie das verbotene Messer wurden sichergestellt. Nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen durfte der Mann seine Reise fortsetzen. Zugleich wurde er verpflichtet, sich bei der für ihn zuständigen Ausländerbehörde zu melden. Rückfragen bitte an: Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf Pressesprecher Danilo Weise Mobil: 0175/9029421 E-Mail: bpoli.ludwigsdorf.presse@polizei.bund.de