Flensburg: Nach Schockanruf mit hohem Vermögensschaden – Zeugen gesucht!

Ein Dokument PlakatWarnungTelefonbetrug.pdfPDF - 181 kB Am Mittwochabend, dem 04.02.2026, übergab eine 66-jährige Frau in Flensburg nach einem Schockanruf diverse Wertgegenstände an einen bislang unbekannten Täter, wodurch ein Vermögensschaden im sechsstelligen Eurobereich entstand. Die Kriminalpolizei Flensburg sucht in diesem Zusammenhang nach Zeugen. Gegen 19:30 Uhr erhielt die Geschädigte den Anruf einer weiblichen Person, die sich als eine nahe Angehörige ausgab. Im Gespräch wurde der Frau vorgetäuscht, dass diese Angehörige einen schweren Verkehrsunfall verursacht habe und dabei eine Fahrradfahrerin tödlich verletzt worden sei. Im weiteren Verlauf wurde das Gespräch an einen angeblichen Polizeibeamten weitergeleitet, der ihr erklärte, dass die Schwägerin während des Unfalls ein Mobiltelefon benutzt und nun eine schwere Straftat begangen habe. In diesem Zusammenhang drohe ihr eine lange Gefängnisstrafe. Um der Schwägerin zu helfen, wurde ihr empfohlen, einen hohen Geldbetrag zu zahlen. Unter diesem Vorwand wurde die Geschädigte kurze Zeit später dazu gebracht, ihre Wertgegenstände in der Straße Südergraben unterhalb des Gerichtsgebäudes in Flensburg aus ihrem Fahrzeug heraus zwischen 20:30 und 21:00 Uhr an einen Abholer zu übergeben. Nach der Übergabe entfernte sich dieser in Richtung des Gerichts. Der Abholer konnte wie folgt beschrieben werden: - männlich, normale Statur - circa 180-190 cm groß - Bartstoppeln - dem Wetter entsprechend gekleidet mit einer blauen Wollmütze und einer schwarzen JackeDas Kommissariat 8 der Kriminalpolizei Flensburg hat die Ermittlungen in diesem Betrugsverfahren übernommen. Zeugen oder Hinweisgeber, die zum genannten Zeitpunkt, insbesondere im Bereich des Amtsgerichtes, verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten sich unter der Rufnummer 0461 - 4840 oder per E-Mail an k8.flensburg.bki@polizei.landsh.de zu melden. Tipps der Polizei: Seien Sie misstrauisch, wenn ein unbekannter Anrufer Sie mit einem beunruhigenden Sachverhalt - wie etwa dem Unfall eines Angehörigen oder einer angeblichen Festnahme - konfrontiert und Geld von Ihnen fordert. Hinterfragen Sie die Richtigkeit der Angaben und nehmen Sie umgehend selbst Kontakt mit Ihren Angehörigen auf. Informieren Sie im Zweifelsfall immer die Polizei! Bitte informieren Sie Ihre Familienangehörigen, Nachbarn und Freunde über diese perfide Betrugsmasche! Glauben Sie Opfer eines Betrugs geworden zu sein? Wenden Sie sich sofort an die örtliche Polizeidienststelle und erstatten Sie Anzeige. Für weitere Sicherheitstipps bietet die Polizeidirektion Flensburg kostenlose Vorträge und Beratungsangebote an. Rückfragen bitte an: Polizeidirektion Flensburg Norderhofenden 1 24937 Flensburg Lars Woldt Telefon: 0461 / 484 2011 E-Mail: pressestelle.flensburg.pd@polizei.landsh.de