Mann nach mehreren Straftaten und Flucht vor der Polizei festgenommen
Gestern Vormittag sei ein Mann in eine Wohnung eingedrungen, habe in einem Schwimmbad randaliert, zwei Fahrzeuge gestohlen und mehrere Verkehrsstraftaten begangen. Nach aktuellen Erkenntnissen soll der 31-jährige Tatverdächtige zunächst gegen 12:30 Uhr ein Fahrzeug an einer Marzahner Tankstelle in der Ahrensfelder Chaussee entwendet und dabei ein Messer mitgeführt haben. Danach sei er gegen 12:45 Uhr über den Balkon in eine Mietwohnung in der Lea-Grundig-Straße eingedrungen, wo er die 45-jährige Bewohnerin bedroht und bestohlen haben soll. Durch die Wohnungstür habe er sich weiter auf die Straße begeben, wo er auf einem Parkplatz versucht haben soll, in Fahrzeug einzusteigen. Darin saßen zwei Frauen im Alter von 39 und 21 Jahren und ein 12-jähriges Mädchen. Als dies nicht gelang, setzte er seinen Weg fort.
Gegen 13 Uhr betrat der Mann eine Schwimmhalle in der Marzahner Promenade. Dort entledigte er sich seiner Jacke und Mütze und lief zur im Obergeschoss befindlichen Galerie. Dort soll er anschließend das Galeriegeländer mit einem schweren Gegenstand zerstört und dann in den Schwimmerbereich gesprungen sein. Mit einem weiteren Gegenstand habe er dort auf Fensterscheiben eingeschlagen. Daraufhin verließ er das Gebäude wieder. Mitarbeiter eines Winterdienstes wurden auf aus der Schwimmhalle flüchtende Personen aufmerksam, wollten helfen und verließen dafür ihr Auto. In dieses Fahrzeug stieg der 31-Jährige dann ein und fuhr fort in Richtung Lichtenberg.
Bei der anschließenden Flucht vor den heraneilenden Funkstreifenwagen kam es zu mehreren Verkehrsunfällen und Ordnungswidrigkeiten durch den 31-Jährigen, er fuhr teilweise im Gegenverkehr und auf Grünflächen. Als er schließlich auf Höhe der Frankfurter Allee/Warschauer Straße das Fahrzeug zum Stehen brachte, stieg er aus und setzte sich kurzzeitig auf den Beifahrersitz eines weiteren Autos. Anschließend flüchtete er weiter zu Fuß, bis die Beamtinnen und Beamten ihn schließlich festnehmen konnten. Dabei leistete der 31-Jährige massiven Widerstand. Erst mit Fesseln an Händen und Füßen und in einem Gefangenentransporter war eine Verbringung in ein Polizeigewahrsam möglich. Dort fanden Kräfte des Gefangenenwesens mutmaßliche Betäubungsmittel bei ihm. Bei den Widerstandshandlungen erlitt ein Polizeibeamter eine Verletzung, konnte seinen Dienst jedoch fortsetzen. Zum aktuellen Zeitpunkt sind keine weiteren Verletzten bekannt. Eine Richtervorführung zur Erwirkung
eines Haftbefehls ist noch heute geplant.
Pressearbeit und Erreichbarkeit