Vermehrt Schockanrufe im Dortmunder Stadtgebiet – Polizei warnt insbesondere russischsprachige Bürgerinnen und Bürger vor Betrugsmasche

Lfd. Nr.: 0129 Im Dortmunder Stadtgebiet kam es in den vergangenen Tagen (9. bis 11. Februar) vermehrt zu Schockanrufen, bei denen die Betrüger eine sechsstellige Summe Bargeld erbeuteten. Ziel dieser Anrufe waren insbesondere Dortmunderinnen mit vermeintlich russischer Herkunft. Die Polizei warnt daher erneut ausdrücklich vor der Masche der falschen Polizeibeamten. Am Montagabend (9. Februar) meldete sich ein bislang unbekannter Mann per Telefon bei einer 81-jährigen Dortmunderin und teilte ihr mit, dass ihre Enkelin einen schweren Verkehrsunfall verursacht habe. Dabei gab er sich als Polizeibeamter aus. Da eine Frau bei dem Unfall lebensgefährlich verletzt worden sei, solle die 81-Jährige einen hohen Geldbetrag zahlen, um ein Strafverfahren für ihre Enkelin abzuwenden. Kurze Zeit später holte ein unbekannter Mann einen fünfstelligen Bargeldbetrag in der Adalbertstraße ab. Ähnliche Fälle ereigneten sich am selben Abend gegen 23 Uhr im Gerlachweg, am Dienstagnachmittag (10. Februar) gegen 17 Uhr in der Hangeneystraße, am Mittwochmittag gegen 13 Uhr in der Schüruferstraße sowie kurze Zeit später in der Brögerstraße. Auch hier erhielten alle Seniorinnen einen Anruf mit schockierenden Inhalten. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen wählten die Täter gezielt Seniorinnen mit vermeintlich russischer Herkunft aus und führten die Gespräche auch in russischer Sprache. Die Polizei Dortmund macht daher erneut auf die Betrugsmasche der falschen Polizeibeamten aufmerksam und warnt insbesondere russischsprachige Bürgerinnen und Bürger: - Vergessen Sie niemals: Trickdiebe - ob als falsche Wasserwerker, Teppichhändler oder Polizeibeamte getarnt - sind äußerst erfinderisch, wenn es darum geht, an Ihre Wertgegenstände zu gelangen! Klären Sie die Menschen in Ihrem Umfeld auf, gerade ältere. Auch Sie können so helfen, derartige Taten zu verhindern. Sprechen Sie offen über die Maschen der Betrüger. Berichten Sie von den Geschichten, die die Betrüger erzählen. - Seien Sie misstrauisch, wenn Sie am Telefon um Geld gebeten werden oder nach Wertgegenständen gefragt werden. - Die Polizei wird Sie niemals am Telefon nach Geld oder Wertsachen fragen oder gar die Herausgabe von Gegenständen fordern! - Seien Sie auch misstrauisch, wenn schnelle Entscheidungen oder die Kontaktaufnahme mit Fremden gefordert werden. Das gilt auch, wenn dringend Verschwiegenheit gegenüber anderen verlangt wird. - Sprechen Sie am Telefon niemals über Ihre finanziellen und/oder persönlichen Verhältnisse. Geben Sie auch keine Details zu Ihren familiären Verhältnissen preis. - Beenden Sie das Telefonat und legen Sie auf, sobald Ihr Gesprächspartner um Geld bittet. - Übergeben Sie Ihr Geld oder Wertgegenstände niemals an unbekannte Personen! - Betrüger suchen sich ihre potenziellen Opfer noch immer gerne über das Telefonbuch aus. Sie halten Ausschau nach Namen, die auf ältere Personen schließen lassen. Überlegen Sie, in welchem Umfang Sie noch im Telefonbuch vertreten sein müssen. Vielleicht ist es sinnvoll, zumindest den Vornamen löschen zu lassen. - Wenden Sie sich in jedem Fall unter der 110 an die Polizei, wenn Sie einen verdächtigen Anruf erhalten haben - egal, ob Sie den Betrug erkannt und aufgelegt haben oder schlimmstenfalls sogar Geld oder Wertgegenstände übergeben haben!Journalisten wenden sich mit Rückfragen bitte an: Polizei Dortmund Joshua Pollmeier Tel.: 0231/132-1025 E-Mail: poea.dortmund@polizei.nrw.de