Ruhige Einsatzlage an Weiberfastnacht
An vielen Orten im Oberbergischen feierten die Jeckinnen und Jecken an Weiberfastnacht (12. Februar) ausgelassen und fröhlich Karneval. In der Bilanz der Polizei finden sich zum Auftakt der närrischen Zeit nur wenige Einträge, die einen vergleichsweise ruhigen Verlauf widerspiegeln.
Insgesamt sprach die Polizei 15 Platzverweise aus, zehn in Wipperfürth und fünf in Reichshof. Vier Personen wurden in Gewahrsam genommen.
Im Festzelt auf dem Wipperfürther Marktplatz griff ein 32-jähriger Wipperfürther einer 26-Jährigen wiederholt und gegen ihren Willen an das Gesäß. Hinzu gerufene Beamte nahmen eine Anzeige wegen sexueller Belästigung auf und sprachen dem 32-Jährigen einen Platzverweis aus. Da er diesem nicht nachkam, wurde er in Gewahrsam genommen. Auch für eine 52-jährige Karnevalistin aus Halver und einen 17-Jährigen aus Wipperfürth endete der Abend auf der Polizeiwache in Wipperfürth. Die 52-Jährige hatte sich Polizisten gegenüber aggressiv verhalten, nach ihnen getreten und sie beleidigt. Der Wipperfürther hatte versucht, eine polizeiliche Maßnahme zu stören, und sich dann einem ausgesprochenen Platzverweis widersetzt. Auf der Tanzfläche im Wipperfürther Festzelt gerieten ein 30-Jähriger aus Wipperfürth und ein 29-Jähriger aus Hückeswagen in eine körperliche Auseinandersetzung mit einem 23-Jährigen aus Marienheide. Die Streitparteien wurden durch Ordnungskräfte getrennt, durch die Polizei wurde ein Strafverfahren eingeleitet.
Auf einer Karnevalsfeier in der Mehrzweckhalle in Gummersbach-Rebbelroth wurde eine 21-jährige Gummersbacherin von zwei unbekannten Frauen körperlich angegriffen, gekratzt und beleidigt. Die beiden Tatverdächtigen trugen ein Teufelskostüm und waren ca. 35 Jahre alt. Eine der Frauen hatte mittellange schwarze Haare und war ca. 1,70 m groß, die andere hatte dunkelbraune Haare. Hinweise nimmt das Kriminalkommissariat Gummersbach unter der Telefonnummer 02261 8199-0 oder der E-Mail-Adresse poststelle.oberbergischer-kreis@polizei.nrw.de entgegen.
Leichte Verletzungen trug ein 20-Jähriger aus Windeck davon, als er auf einer Karnevalsfeier in Denklingen einen Streit zwischen drei jungen Männern schlichten wollte (17, 18 und 19 Jahre). Er erlitt im Handgemenge einen Schlag ins Gesicht. Die Feier im Denklinger Festzelt endete für einen 25-jährigen Reichshofer in einer Zelle auf der Wache in Waldbröl, nachdem er einem Platzverweis nicht nachge-kommen war. Dort konnte der 25-Jährige dann mit über zwei Promille seinen Rausch ausschlafen.
Im Verkehrssektor verhielten sich dagegen alle Feiernden vorbildlich. Die Polizei kontrollierte kreisweit 108 Autofahrerinnen und Autofahrer und überprüfte sie auf Fahrtauglichkeit. Es konnten keine Fahrten unter Alkohol oder Drogen festgestellt werden.
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