Abschlussmeldung – Feuer mit Menschenleben in Gefahr

Am späten Samstagabend, gegen 20:08 Uhr erreichten die Integrierte Regionalleitstelle (IRLS) Mitte gleich mehrere Notrufe, in denen die Anrufenden eine starke Rauchentwicklung und Flammenbildung aus einer Wohnung im 3. OG eines Mehrfamilienhauses am Einkaufszentrum "Sophienhof" meldeten. Noch während sich die ersten Einsatzkräfte auf Anfahrt befanden berichteten weitere Anrufer von einer möglichen Person in der betroffenen Wohnung. Die Erkundung der ersteintreffenden Einheitsführerin ergab eine dramatische Lage: Es konnte ein ausgedehnter Wohnungsbrand im 3. OG bestätigt werden. Nach Auskunft von Betroffenen vor Ort, wurden mehrere Menschen in dem bereits teils stark verrauchten Gebäude am Sophienblatt (Kiel) vermisst. Umgehend wurde daraufhin das Einsatzstichwort erhöht und eine Vielzahl weiterer Kräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei zur Einsatzstelle entsandt. Mit mehreren im Gebäude eingesetzten Trupps unter schwerem Atemschutz wurde zum einen die Brandbekämpfung und Menschenrettung in der Brandwohnung als auch die Kontrolle der stark verrauchten Geschosse oberhalb der Brandetage eingeleitet. Parallel wurden zwei Drehleitern in Stellung gebracht und mehrere Menschen über diese gerettet. In der betroffenen Wohnung konnten die vorgehenden Trupps eine Person auffinden, für die jedoch leider jede Hilfe zu spät kam. Bei dem Verstorbenen handelt es sich nach Angaben der Polizei um einen 81-jährigen Mann. Die Brandbekämpfung zeigte zügigen Erfolg, jedoch zog sich die Einsatzdauer noch über mehrere Stunden, da durch den starken Raucheintrag in die oberen Geschosse mehrere Wohnungen, teils gewaltsam, geöffnet, abkontrolliert und belüftet werden mussten. Im weiteren Einsatzverlauf wurden zwei Personen durch Rauchgasintoxikationen leicht verletzt. Ein Transport in Krankenhäuser erfolgte nach einer Behandlung vor Ort nicht. Während die Brandwohnung unbewohnbar ist, konnten die übrigen Bewohner des Gebäudes nach Abschluss der Einsatzmaßnahmen wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Im Einsatz waren insgesamt ca. 60 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr (Haupt-, Ost-, Nordfeuerwache, Führungsdienst), der Freiwilligen Feuerwehren Russee, Gaarden, Wellsee und Dietrichsdorf, des Rettungsdienstes, der Polizei und der Stadtwerke Kiel. Für betroffene Personen wurde zudem ein Bus der KVG bereitgestellt. Die verwaisten Wachen der Berufsfeuerwehr wurden während des Einsatzverlaufes von weiteren ehrenamtlichen Kräften der Freiwilligen Feuerwehren Suchsdorf, Moorsee und Rönne besetzt. Aktuell finden letzte Aufräumarbeiten an der Einsatzstelle statt, bevor die Einsatzstelle der Polizei für die weiteren Ermittlungen zur Brandursache übergeben wird. Rückfragen bitte an: Medien-Rückfragen bitte an: Feuerwehr Kiel Lagedienstführer Telefon: 0431 / 5905 - 0 Fax: 0431 / 5905 - 147