Osnabrück: Vorfall bei Berufsmesse „Berufe in Uniform 2026“ – Polizei ermittelt
Am Donnerstag fand in den Räumen der Agentur für Arbeit am Johannistorwall die Berufsmesse "Berufe in Uniform 2026" statt. Unter dem Motto "Entdecke deine Zukunft: Ausbildung und Studium bei der Bundeswehr, Polizei und Zoll" informierten die teilnehmenden Behörden über vielfältige Karriere- und Ausbildungsmöglichkeiten.
Zahlreiche Besucherinnen und Besucher wollten die Gelegenheit nutzen, um sich über die Berufe bei Polizei, Bundeswehr und Zoll zu informieren und direkt vor Ort Fragen zu stellen.
Kurz nach 15:00 Uhr ging bei der Polizei Osnabrück eine Meldung über einen schon seit den Morgenstunden vernommenen unangenehmen, penetranten Geruch im Eingangsbereich der Agentur ein. Im Laufe des Tages wurde zunächst selbständig überprüft, woher der Geruch stammte und welche Ursache dafür verantwortlich sein könnte.
Nach ersten Erkenntnissen breitete sich der Geruch jedoch bis in die angrenzenden oberen Etagen des Gebäudes aus.
Die Polizei und Feuerwehr rückten daraufhin mit einem größeren Aufgebot an, um die Lage zu überprüfen und die Sicherheit aller Anwesenden zu gewährleisten. Die Räumlichkeiten wurden schließlich gelüftet und gereinigt, sodass der Geruch beseitigt werden konnte.
Aufgrund der Geruchsbelästigung mussten nach jetzigen Erkenntnissen 10 Personen vor Ort medizinisch behandelt werden.
Nach Abschluss aller Maßnahmen konnte der Messebetrieb in einer der oberen Etagen fortgesetzt werden.
Die Polizei hat umgehend die Ermittlungen aufgenommen und prüft alle in Betracht kommenden Straftatbestände. Der Staatsschutz ist in die Ermittlungen einbezogen, da Hinweise darauf vorliegen, dass sich die Tat gezielt gegen die Berufsmesse richtete, die für Berufe in Uniform wirbt.
"Angriffe oder gezielte Störungen gegen Veranstaltungen, die für Berufe in Uniform werben, Angriffe gegen Staatsbedienstete sowie gegen dort anwesende Bürgerinnen und Bürger sind inakzeptabel und werden konsequent verfolgt. Hier werden insbesondere Menschen angegriffen, die für die Sicherheit in unserer Gesellschaft sorgen. Jeder Angriff auf Uniformträger ist auch ein Angriff auf den Rechtsstaat und somit auch auf unsere Demokratie," gab Oliver Voges, Leiter der Polizeiinspektion Osnabrück an.
Zeugen oder Personen mit sachdienlichen Hinweisen werden gebeten, sich bei der Polizei Osnabrück unter der Telefonnummer 0541/327-2115 zu melden.
Rückfragen bitte an:
Polizeiinspektion Osnabrück
Michael Außendorf
Telefon: 0541/327-2073
E-Mail: pressestelle@pi-os.polizei.niedersachsen.de