Nr.: 0140 – Mehrere Haftbefehle gegen Betrüger vollstreckt–

-Ort: Bremen-Niedersachsen Zeit: 24.02.2026Ein umfangreiches und verdecktes Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Bremen und der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe der Polizei Bremen und der Polizei Oldenburg gegen mehrere Betrüger führte am Dienstag in den Morgenstunden zum Erfolg: Spezialkräfte und Polizisten aus Bremen und Niedersachsen durchsuchten zehn Wohnungen und Geschäftsräume in Bremen und Niedersachsen. Hierbei vollstreckten sie fünf Haftbefehle. Über mehrere Monate erstreckten sich die Ermittlungen, dabei ging es vor allem um Straftaten, bei denen sich die Betrüger als Polizisten und als Bankmitarbeiter ausgegeben hatten. Dazu wurden die meist älteren Geschädigten zunächst über ausländische Callcenter kontaktiert und es wurde unter anderem von falschen Kontoabbuchungen berichtet. Das Ziel der Betrüger war es mittels geschickter Gesprächsführung die Wertgegenstände der Gegenstände zu erlangen. Hierbei versuchten sie insbesondere an die Bankkarten und die dazugehörigen PINs der Geschädigten zu gelangen, um hiermit anschließend Bargeldverfügungen von deren Konten vornehmen zu können. Hierbei kam es zum Teil zu hohen Schadenssummen. Durch die Ermittlungen wurden 48 Taten aufgeklärt, dadurch konnte auch der weitere Einsatz der betrügerisch erlangten Karten in vielen Fällen verhindert werden. Die Kräfte nahmen bei den Durchsuchungen fünf Jugendliche und Heranwachsende fest, sie werden heute noch einem Richter vorgeführt. Bei der groß angelegten Aktion waren unter anderem Geldspürhunde und Finanzermittler, IT-Forensiker und Spezialkräfte aus Bremen und Niedersachsen im Einsatz. Außerdem wurden Vermögensarreste erwirkt. In diesem Zuge warnt die Polizei noch einmal eindrücklich davor, sich am Telefon nicht unter Druck setzen zu lassen. Die Polizei wird Sie niemals nach Ihren Geld- oder Wertsachen fragen und um deren Herausgabe bitten - das tun Betrüger. Lassen Sie sich am Telefon auf keinen Fall zu kurzfristigen Entscheidungen verleiten, egal wie plausibel eine Situation zunächst dargestellt wird. Ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu oder rufen Sie Angehörige unter der Ihnen bekannten Nummer an. Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen. Sollten Sie sich unsicher fühlen, legen Sie einfach auf! Wenn Sie glauben, Opfer eines Betrugsversuchs zu sein, rufen Sie die Polizei unter der Nummer 110 an. Wichtig: Beenden Sie das vorherige Gespräch, wählen Sie selbst und benutzen Sie auf keinen Fall die Rückruftaste. Weitere Tipps und Hinweise gibt es beim Präventionszentrum der Polizei Bremen unter 0421 362-19003, bzw. unter www.polizei.bremen.de oder www.polizei-beratung.de. Rückfragen bitte an: Pressestelle Polizei Bremen Pressestelle Telefon: 0421 361-12114