Bundespolizeidirektion München: Bundespolizei Waidhaus vollstreckt am Wochenende fünf Haftbefehle bei Grenzkontrollen
Waidhaus - Bei Grenzkontrollen an der deutsch-tschechischen Grenze in Waidhaus haben Beamte der Bundespolizeiinspektion Waidhaus am Wochenende (06.-08. März) fünf gesuchte Straftäter festgenommen. Drei von ihnen mussten eine Ersatzfreiheitsstrafe antreten und wurden in die Justizvollzugsanstalt gebracht. Zwei Männer konnten ihre offenen Geldstrafen bezahlen und ihre Reise fortsetzen.
Den ersten Treffer landeten die Beamten am Freitagmittag. Bei der Überprüfung eines 31-jährigen Rumänen stellten sie fest, dass die Staatsanwaltschaft Potsdam nach ihm fahndete. Das Amtsgericht Nauen hatte den Mann im März 2024 wegen Diebstahls zu einer Geldstrafe von 300 Euro verurteilt. Da er die Strafe bislang nicht beglichen hatte, drohte ihm eine mehrtägige Ersatzfreiheitsstrafe. Der 31-Jährige beglich seine offenen Justizschulden vor Ort, sodass die Beamten ihm die Weiterreise gestatteten.
Kurz darauf kontrollierten Bundespolizisten am ehemaligen Grenzübergang Tillyschanz einen weiteren Rumänen. Eine Überprüfung seiner Personalien ergab, dass die Staatsanwaltschaft Oldenburg und das Amtsgericht Westerstede ihn zur Festnahme ausgeschrieben hatten. Das Gericht hatte den Mann im Oktober 2023 wegen Diebstahls zu einer Freiheitsstrafe verurteilt, deren Vollstreckung zunächst zur Bewährung ausgesetzt worden war. Da der Verurteilte weder Melde- noch Zahlungsauflagen erfüllte, bestand Fluchtgefahr. Die Bundespolizisten führten ihn am Samstagmorgen einem Haftrichter am Amtsgericht Weiden in der Oberpfalz vor. Dieser bestätigte den Haftbefehl. Anschließend lieferten die Beamten den Mann in die Justizvollzugsanstalt Weiden ein.
Bei einer weiteren Kontrolle am Samstagabend stellten die Beamten einen 32-jährigen Moldauer fest, nach dem die Staatsanwaltschaft Schweinfurt per Haftbefehl fahndete. Das Amtsgericht Schweinfurt hatte ihn im Juli 2021 wegen Urkundenfälschung zu einer Geldstrafe von 1.700 Euro verurteilt. Da er die Geldstrafe nicht bezahlen konnte, lieferten ihn die Bundespolizisten zur Verbüßung einer mehrmonatigen Ersatzfreiheitsstrafe in die Justizvollzugsanstalt Weiden ein.
Bereits am Samstagmittag ging den Beamten ein weiterer gesuchter Mann ins Netz. Bei der Einreisekontrolle am Grenzübergang A6 Waidhaus/Rozvadov stellten die Bundespolizisten fest, dass ein 55-jähriger Rumäne von der Staatsanwaltschaft Gera zur Festnahme gesucht wurde. Das Amtsgericht Altenburg hatte ihn im Juli 2023 wegen Trunkenheit im Verkehr zu einer Geldstrafe von 1.200 Euro verurteilt. Da der Mann auch diese Summe nicht begleichen konnte, lieferten ihn die Beamten zur Verbüßung der Ersatzfreiheitsstrafe in die Justizvollzugsanstalt Weiden ein.
Am Sonntagabend kontrollierten die Bundespolizisten schließlich einen 22-jährigen tschechischen Staatsangehörigen. Die Überprüfung ergab einen Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Amberg wegen Diebstahls. Das Amtsgericht Schwandorf hatte den Mann im August 2023 zu einer Geldstrafe von 300 Euro verurteilt. Er beglich seine offenen Justizschulden vor Ort und durfte anschließend weiterreisen.
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Alexander Högen
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Auf der Grundlage des Schengener Grenzkodex bekämpfen die Waidhauser
Bundespolizisten grenzüberschreitende Kriminalität in enger
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Im bahnpolizeilichen Aufgabenspektrum setzt die BPOLI Waidhaus einen
Schwerpunkt bei der Kriminalprävention und der Gefahrenvorsorge.