Verkehrsunfallbilanz 2025 für Gelsenkirchen

Weniger Verkehrsunfälle, aber eine Zunahme der Unfälle mit Rad- und Pedelec-Fahrern. Das sind Aspekte der Verkehrsunfallbilanz der Polizei Gelsenkirchen für das Jahr 2025, die am Mittwoch, 11. März 2026, veröffentlicht worden ist. Insgesamt wurden 11.117 Verkehrsunfälle im Verantwortungsbereich der Polizei Gelsenkirchen registriert. Damit ist die Zahl der bekanntgewordenen Unfälle im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 Prozent gesunken, wobei die Zahl der Unfälle mit Verletzten nahezu unverändert blieb. "Die rückläufige Gesamtzahl der Verkehrsunfälle zeigt, dass unsere Maßnahmen in den Bereichen Prävention und Verkehrsüberwachung Wirkung entfalten. Gleichzeitig bleibt jeder Unfall mit Verletzten einer zu viel", erklärt Polizeipräsident Tim Frommeyer. Im Jahr 2025 kam es zu drei tödlichen Verkehrsunfällen unter Beteiligung eines Lastkraftwagens. Am 3. Dezember 2025 verstarb außerdem der 52-jährige Fahrer eines Autos, als es zum Zusammenstoß mit einem querenden Einsatzfahrzeug der Polizei kam. Die Zahl der Verkehrsunfälle mit tödlichem Ausgang bleibt damit auf deinem konstanten Niveau. Senioren und Kinder sind weiter auffällig häufig an Verkehrsunfällen beteiligt. So stieg die Zahl der verunglückten Kinder unter 15 Jahren im Jahr 2025 leicht von 86 im Vorjahr auf 90 Verunglückte im Jahr 2025. Bei rund zwei Dritteln der Unfälle waren die Kinder dabei als aktive Verkehrsteilnehmende im Stadtgebiet unterwegs. Die Zahl der verunglückten Menschen im Alter ab 65 Jahren stieg ebenfalls leicht von 112 auf 119. Dabei konnte der Anteil der verunglückten Pedelec-Fahrer ab 65 Jahren jedoch von 17 auf 12 gesenkt werden. Die Polizei Gelsenkirchen setzt weiter auf die bewährten Präventionskonzepte für Verkehrsteilnehmende aller Altersklassen, wie die Verkehrspuppenbühne am Polizeipräsidium im Buer, die Radfahrerausbildung in den Jugendverkehrsschulen oder Rollatoren- und Pedelectrainings für Senioren. Dennoch ist eine Zunahme der Unfälle unter Beteiligung von Rad- und Pedelec-Fahrern und insbesondere bei Unfällen unter Beteiligung von E-Scootern erkennbar. Hier ist ein Anstieg von 35 auf 58 Unfälle zu verzeichnen. Die Zahl der Unfälle mit Radfahrern steigt um circa 16 Prozent beziehungsweise 13 Prozent bei den Pedelec-Fahrern. Der Leiter der Verkehrsdirektion, Polizeioberrat Andreas Kluth, weist darauf hin, dass der Anstieg der Unfälle mit E-Scootern im Vergleich zum Vorjahr zwar aufhorchen ließe, insgesamt aber ein positiver Trend erkennbar bliebe. Seit dem Rückzug der kommerziellen Anbieter im Jahr 2024 verzeichnen wir in Gelsenkirchen deutlich weniger E-Scooter im Straßenbild, und im Zeitraum 2022 bis 2025 sind die Unfallzahlen insgesamt rückläufig. Gleichzeitig beobachten wir: Mit der nun zunehmenden privaten Nutzung von E-Scootern nehmen auch die Unfallzahlen in diesem Bereich wieder zu. "Wir werden diese Entwicklung genau im Blick behalten und sowohl im präventiven als auch im repressiven Bereich die passenden Maßnahmen ergreifen, um die erfreuliche Gesamtentwicklung zu stabilisieren", verspricht Andreas Kluth. "Besorgniserregend ist, dass in unserer Stadt die Zahl der Verkehrsunfallfluchten mit Verletzten erneut gestiegen ist. Wer sich seiner Verantwortung entzieht und nach einem Unfall einfach weiterfährt, lässt Verletzte zurück - das ist nicht nur moralisch verwerflich, sondern auch eine Straftat. Wir setzen hier auf konsequente Aufklärung und klare Strafverfolgung, um ein deutliches Zeichen zu setzen. Wir appellieren deshalb eindringlich an alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer, nach einem Unfall Verantwortung zu übernehmen, Hilfe zu leisten und vor Ort zu bleiben. Gleichzeitig bitten wir unbeteiligte Zeuginnen und Zeugen, aufmerksam zu sein und die Polizei durch ihre Beobachtungen zu unterstützen", unterstreicht Kluth. Die Zahl der Unfallfluchten mit Verletzten stieg von 76 Fällen im Jahr 2024 auf insgesamt 94 Fälle im Jahr 2025. Die Aufklärungsquote bleibt mit 61,7 Prozent auf einem konstant hohen Niveau. Die Kontrollmaßnahmen wurden im Vergleich zum Vorjahr gesteigert. Dominierende Verstöße waren Geschwindigkeit, fehlende Rückhaltesicherung und Ablenkung im Straßenverkehr. Alle Zahlen und Daten zur Verkehrsunfallstatistik können Sie im Detail im Verkehrsunfalllagebild 2025 nachlesen. Die Datei steht unter folgendem Link zum Download zur Verfügung: https://gelsenkirchen.polizei.nrw/artikel/verkehrsunfallbilanz-2025-fuer-gelsenkirchen Nachfragen für Journalistinnen und Journalisten: Polizei Gelsenkirchen Kevin Bojahr Telefon: +49 (0) 209 365-2013 E-Mail: pressestelle.gelsenkirchen@polizei.nrw.de