Seester: Reetdachhaus brennt nieder – Feuerwehr bewahrt weiteres reetgedecktes Haus vor den Flammen

Seester: Reetdachhaus brennt nieder - Feuerwehr bewahrt weiteres reetgedecktes Haus vor den Flammen Datum : Sonnabend, 21. März 2026, 11.43 Uhr +++ Einsatzort: Seester, Kurzenmoor +++ Einsatz: FEU 4Y (Feuer, 4 Löschzüge, Menschenleben in Gefahr) Seester - Großfeuer am Samstagmittag in Seester: An der Straße Kurzenmoor ist ein mit Reet gedecktes Gebäude Raub der Flammen geworden. Zeitweise mehr als 150 Einsatzkräfte aus zahlreichen freiwilligen Feuerwehren der Umgebung verhinderten, dass sich das Feuer auf die benachbarte Pferdeklinik ausbreitete; diese hat ebenfalls ein Reetdach. Die Feuerwehr brachte zwei Personen aus dem brennenden Haus in Sicherheit, zwei weitere hatten dieses bereits vor dem Eintreffen der Rettungskräfte verlassen. Alle vier wurden vom Rettungsdienst untersucht, blieben aber unverletzt. Größte Herausforderung für die Frauen und Männer der Feuerwehren war unter der Einsatzleitung des Seesteraner Wehrführers Lasse Hell, eine stabile und ausreichende Wasserversorgung herzustellen. In unmittelbarer Nähe gab es nur einen Hydranten, der den enormen Bedarf an Löschmitteln nicht decken konnte. Insgesamt wurden zwei Bohrbrunnen und drei Hydranten genutzt. Allein an Zubringerleitungen wurden 3300 Meter B-Schlauch verlegt. Dafür wurden unter anderem der Schlauchwagen SW2000 aus Tangstedt sowie die beiden Löschfahrzeuge KatSchutz (Heist und FTZ/Borstel-Hohenraden) als Sonderkomponenten der Kommunalen Feuerwehrbereitschaft Kreis Pinneberg angefordert. Mit Wasser aus drei Strahlrohren wurde von Anfang an das Reetdach der benachbarten Pferdeklinik nass gehalten. Eine Maßnahme, die wegen der enormen Strahlungswärme und des herumfliegenden Reets absolut notwendig war. Zur Brandbekämpfung selbst wurden rund um das Gebäude zahlreiche Hand geführte Strahlrohre sowie ein Wasserwerfer über die Drehleiter der FF Elmshorn eingesetzt. Das Reetdach brannte auf kompletter Länge. Der Dachstuhl stürzte etwa eineinhalb Stunden nach Brandausbruch in sich zusammen. Die Feuerwehr hatte von Anfang an nur einen Außenangriff fahren können. Das Gebäude war nur zu Beginn betreten worden, um die Bewohner in Sicherheit zu bringen. Anschließend wurde der Innenangriff abgebrochen, weil dies zu gefährlich für die Einsatzkräfte gewesen wäre. Im weiteren Einsatzverlauf wurden ein Bagger von einem privaten Unternehmen sowie ein Telelader des Technischen Hilfswerks eingesetzt, um das Gebäude auseinanderzuziehen. Die Nachlöscharbeiten dauern noch an. Ein Einsatzende ist aktuell (16.40 Uhr) nicht absehbar. Die Feuerwehr hatte wegen der starken Rauchentwicklung eine MOWAS-Warnung für die Gemeinden Seester, Seestermühe und Raa-Besenbek veranlasst. Diese wurde gegen 16.45 Uhr zurückgenommen. Das DRK Elmshorn versorgte die Helfer vor Ort mit Kaltgetränken und später auch einer warmen Mahlzeit. Angaben zu Brandursache und Schadenshöhe können seitens der Feuerwehr nicht gemacht werden. Kräfte FF Seester, FF Klein Nordende, FF Elmshorn, FF Seestermühe, Feuerwehrbereitschaft mit Kräften der FFen Tangstedt, Heist und Borstel-Hohenraden; Löschzug Gefahrgut Kreis Pinneberg; Rettungsdienst RKiSH, Technisches Hilfswerk Elmshorn, Deutsches Rotes Kreuz Elmshorn; Stadtwerke Elmshorn, Wasserversorger, Polizei und Kripo Rückfragen bitte an: Kreisfeuerwehrverband Pinneberg Kreispressewart Michael Bunk Telefon: 04120 8254 700 E-Mail: presse@kfv-pinneberg.org