Gladbeck/Recklinghausen: Falsche Polizisten und Schockanrufe – Zwei ältere Frauen werden Opfer von Betrügern
In den vergangenen Tagen kam es zu zwei Betrugsfällen, bei denen ältere Frauen Opfer von Trickbetrügern wurden.
Fall 1: Falscher Polizist in Gladbeck
Am Mittwochnachmittag (26. März 2025) verschaffte sich ein bislang unbekannter Täter unter dem Vorwand, Polizeibeamter zu sein, Zutritt zur Wohnung einer Seniorin auf der Rottstraße. Der Mann gab vor, die Wertgegenstände der Bewohnerin fotografieren zu müssen. Im Verlauf des Gesprächs gelang es ihm offenbar, ein Sparbuch sowie eine Bankkarte zu stehlen. Erst nachdem der Mann weg war, stellte die Seniorin den Diebstahl fest.
Der falsche Polizist trug keine Uniform, zeigte jedoch einen vermeintlichen Dienstausweis. Eine nähere Personenbeschreibung liegt derzeit nicht vor.
Fall 2: Schockanruf in Recklinghausen
Am Donnerstagabend kam es in Recklinghausen an der Straße Am Alten Brauhaus zu einem sogenannten Schockanruf. Eine Anruferin gab sich als eigene Schwester aus und gaukelte vor, sie habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht. Danach übernahm eine angebliche Polizeibeamtin das Telefongespräch und erzählte, dass bei dem Unfall eine schwangere Frau schwer verletzt worden sei. Um eine drohende Strafe abzuwenden, wurde die Zahlung einer fünfstelligen Geldsumme gefordert.
Die Seniorin zeigte sich zunächst skeptisch und versuchte, Rückfragen zu stellen. Durch die Betrüger wurde sie jedoch immer mehr unter Druck gesetzt, sodass sie schließlich einem Geldboten einen Umschlag mit Bargeld übergab.
Der Bote wurde wie folgt beschrieben: männlich, 25 bis 30 Jahre alt, schlank, dunkle Sportjacke, sprach offenbar Russisch.
Die Polizei hat in beiden Fällen die Ermittlungen aufgenommen und sucht Zeugen. Hinweise zu Tatverdächtigen werden unter der Telefonnummer 0800/2361 111 entgegengenommen.
Diese beiden Fälle nehmen wir zum Anlass, noch einmal vor Betrugsmaschen am Telefon oder an der Haustür zu warnen. Folgende Verhaltensweisen helfen, sich zu schützen:
- Seien Sie misstrauisch: Die Polizei wird Sie niemals auffordern,
Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände herauszugeben oder
an unbekannte Personen zu übergeben.
- Lassen Sie keine Unbekannten in die Wohnung: Fordern Sie von
angeblichen Amtspersonen den Dienstausweis und lassen Sie sich
Zeit bei der Prüfung. Im Zweifel rufen Sie die Behörde über die
Ihnen bekannte Telefonnummer an - nutzen Sie nicht die vom
Besucher angegebene Nummer.
- Bei verdächtigen Anrufen (z.B. Schockanruf) legen Sie sofort
auf. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Echte Polizisten
werden Sie niemals am Telefon um Geldbeträge bitten.
- Nutzen Sie die Notrufnummer 110: Bei einem verdächtigen Anruf
oder Besuch wählen Sie den Notruf. Auch wenn Sie unsicher sind -
die Polizei hilft Ihnen gerne.Die Polizei bittet außerdem Angehörige und Nachbarn, insbesondere auf ältere Menschen in ihrem Umfeld zuzugehen und über diese Betrugsmethoden zu sprechen.
Rückfragen für Medienschaffende bitte an:
Polizeipräsidium Recklinghausen
Pressestelle
Annette Achenbach
Telefon: 02361 55 1033
E-Mail: pressestelle.recklinghausen@polizei.nrw.de
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