Bundespolizeidirektion Hannover – Bilanz der Beteiligung am bundesweiten Schwerpunkteinsatz an den Hauptbahnhöfen Bremen, Hannover und Hamburg
Zur Bekämpfung der Gewaltkriminalität wurden im Rahmen des bundesweiten Schwerpunkteinsatzes im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeidirektion Hannover an den Hauptbahnhöfen Hamburg, Bremen und Hannover als kriminalpolizeiliche Brennpunkte am vergangenen Wochenende erneut polizeiliche Kontrollen durchgeführt.
Im Verlauf der beiden Einsatznächte konnten die Beamtinnen und Beamte der Bundespolizei mehrere Messer, Pfeffersprays, Schlagringe und auch eine Schreckschusswaffe sicherstellen sowie mehrere Haftbefehle vollstrecken.
Bilanz des Einsatzes in Zahlen:
- 1.853 Identitätsfeststellungen und 1.716 Durchsuchungen
- 41 Sicherstellungen und Beschlagnahmen (davon u.a. Messer,
vier Schlagringe, eine Schreckschusswaffe, sowie weitere
gefährliche Gegenstände wie Teleskopschlagstöcke,
Reizstoffsprühgeräte)
- 61 Fahndungstreffer (davon u.a. 8 vollstreckte Haftbefehle)
- 25 Verstöße gegen die gültigen AllgemeinverfügungenEs wurden insgesamt 27 Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet sowie Zwangsgelder bei Verstößen gegen die Allgemeinverfügung angedroht.
Die Bundespolizeiinspektionen Hamburg, Bremen und Hannover waren mit insgesamt knapp 350 Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten der Bundespolizei im Einsatz. Sie wurden hierbei durch die Mobile Kontroll- und Überwachungseinheit Hannover (MKÜ), Kräfte der Bundesbereitschaftspolizei, mehrere Diensthundeführende und Super-Recogniser unterstützt.
Einordnung des Einsatzes durch den Präsidenten der Bundespolizeidirektion Hannover, Michael Schuol:
"Auch dieser Schwerpunkteinsatz mit den vielen Feststellungen hat wieder gezeigt wie wichtig und effektiv derartige Großkontrollen sind. Leider führen noch immer zu viele Reisende gefährliche Gegenstände mit sich - wir dulden diese weder in den Bahnhöfen noch in den Zügen.
Insofern werden wir auch weiterhin in den nächsten Wochen und Monaten angekündigte und unangekündigte Kontrollen durchführen - es ist unser Ziel, dass alle Reisenden sicher reisen und sich im Bahnhofsbereich sicher fühlen."
Es erfolgte zudem über den gesamten Einsatzzeitraum eine abgestimmte, verlässliche und konstruktive Zusammenarbeit mit den jeweiligen Landespolizeien in Bremen, Hamburg und Hannover, der DB Sicherheit sowie den weiteren Partnern aus den Sicherheitskooperationen der Behörde.
Besonders hervorzuhebende Sachverhalte / Feststellungen:
Hamburg
Am Freitagabend (27.03.26) wurden im Hauptbahnhof Hamburg bei einem 36- jährigen Libyer zwei total gefälschte Führerscheine, eine fremde Bankkarte, eine Zwille sowie diverse Betäubungsmittel aufgefunden. Die Gegenstände wurden sichergestellt. Zudem wurden Strafverfahren wegen Unterschlagung, Urkundenfälschung, Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetzt sowie gegen das Waffengesetz eingeleitet.
Hannover
Am Sonntag (29.03.26) wurde bei einem 21-Jährigen eine Schreckschusswaffe festgestellt. Bei der präventiven Kontrolle am Hauptbahnhof Hannover wies der Betroffene eigenständig auf seine mitgeführte Schreckschusswaffe hin, die zugriffsbereit und eingeklemmt zwischen Gürtel und Rücken entdeckt wurde. Trotz des Vorliegens eines Kleinen Waffenscheins folgten die Sicherstellung der Waffe sowie die Einleitung eines Ordnungswidrigkeitenverfahrens nach dem Waffengesetz.
Bremen
Am Freitag (27.03.26) stürzte eine 68-jährige männliche Person ohne Fremdeinwirkung am Bremer Bahnsteig und schlug sich hierbei den Kopf an. Eintreffende Kräfte stellten eine Blutung am Kopf und fehlende Atmung fest. Dank der zeitnah eingeleiteten Reanimationsmaßnahmen durch zwei Einsatzkräften konnte der Mann schwerverletzt in ein Krankenhaus gebracht werden und ist mittlerweile außer Lebensgefahr. Nähere Informationen sind dem Link zu der Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion Bremen zu entnehmen: https://www.presseportal-de/blaulicht/pm/70255/6245243
Unter nachfolgendem Link kann die Pressemitteilung des Bundespolizeipräsidiums mit einer Bilanzierung des bundesweiten Gesamteinsatzes eingesehen werden: http://presseportal.de/blaulicht/pm/73990/6246436
Hinweis: Die statistischen Daten basieren auf einem Sondermeldedienst und können sich im Rahmen der Qualitätssicherung noch ändern.
Rückfragen bitte an:
Bundespolizeidirektion Hannover
Möckernstraße 30
30163 Hannover
Marcus Arnold
Tel.: 0511 / 67675 4444
E-Mail: presse.hannover@polizei.bund.de
X: