Bundespolizeidirektion München: Fahndungserfolg nach nur 18 Stunden – Bundespolizei, Bayerische Polizei, Zoll und Staatsanwaltschaft nehmen mutmaßlichen Schleuser in Waidhaus fest
Waidhaus - Beamte der Bundespolizeiinspektion Waidhaus haben am Mittwoch (8. April) nach einem Bürgerhinweis zu einer Schleusung im Bereich Amberg und intensiven Fahndungsmaßnahmen einen mutmaßlichen Schleuser festgenommen. Der osteuropäische Lkw-Fahrer steht im Verdacht, auf der Ladefläche seines Lkws zwölf iranische und irakische Staatsangehörige unerlaubt nach Deutschland eingeschleust zu haben.
Ausgangspunkt der Ermittlungen war ein Bürgerhinweis am Dienstagnachmittag (7. April): Eine Zeugin meldete der Bayerischen Polizei, dass mehrere Personen auf der B85 aus einem Lkw ausgestiegen seien. Beamte der Polizeiinspektion Amberg trafen vor Ort insgesamt zwölf Personen an und nahmen sie in Gewahrsam.
Unmittelbar nach Bekanntwerden des Sachverhalts leitete die Bayerische Polizei und die Bundespolizei umfangreiche Fahndungsmaßnahmen nach dem beschriebenen türkischen Lkw ein - zunächst jedoch ohne Erfolg.
Da der Verdacht des Einschleusens von Ausländern im Raum stand, übernahm die Bundespolizei Waidhaus unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Weiden i.d.Opf die Ermittlungen.
Nur 18 Stunden nach der Absetzung der Personen bei Amberg entdeckte eine Streife der Bundespolizei am Mittwochabend (8. April) am Parkplatz des Zollamts Waidhaus einen Lkw, der auf die Fahndungshinweise des Schleusungs-Lkws passte. Bei der anschließenden Kontrolle bestätigte sich der Verdacht: Fahrzeug und Auflieger konnten eindeutig mit der vorangegangenen Schleusung in Verbindung gebracht werden.
Die Bundespolizisten nahmen den 51-jährigen türkischen Fahrer vorläufig fest. Ermittler des Bundespolizei-Ermittlungsdienstes Waidhaus ordneten ihn als Fahrer des Lkw während der Schleusung zu.
Mit Unterstützung einer Streife des Zolls Wernberg öffneten die Einsatzkräfte die angebrachte Zollplombe und überprüften den Auflieger. Auf der Ladefläche fanden sie deutliche Hinweise auf einen Personentransport. Die Beamten entdeckten offen liegende Kleidungsstücke, Decken und Matratzen sowie zahlreiche Wasserflaschen und teilweise geöffnete Pakete.
Nach derzeitigem Ermittlungsstand besteht der dringende Tatverdacht, dass der Beschuldigte Dienstag, den 7. April 2026 insgesamt zwölf Personen auf der Ladefläche seines Lkws unerlaubt in die Bundesrepublik Deutschland eingeschleust hat.
Der 51-Jährige wird nun dem Haftrichter beim Amtsgericht Weiden i.d.OPf. vorgeführt. Unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Weiden i.d.OPf. hat der Ermittlungsdienst der Bundespolizeiinspektion Waidhaus die weiteren Ermittlungen übernommen.
Die erfolgreiche Festnahme ist das Ergebnis einer engen und koordinierten Zusammenarbeit mehrerer Behörden. Unter der Ermittlungsführung der Staatsanwaltschaft Weiden i.d.Opf arbeitete die Bundespolizeiinspektion Waidhaus dabei Hand in Hand mit der Bayerischen Polizei, und dem Zoll zusammen. Vom ersten Bürgerhinweis über die polizeilichen Erstmaßnahmen bis hin zur gezielten Fahndung und Festnahme des Tatverdächtigen griffen die Maßnahmen der beteiligten Stellen nahtlos ineinander, was zu einer Festnahme des mutmaßlichen Schleusers nach nur 18 Stunden führte.
"Mein Dank gilt allen beteiligten Behörden, denn gerade diese abgestimmte Zusammenarbeit ist maßgeblich für den schnellen Fahndungserfolg. Wir verfolgen gemeinsam und konsequent das Ziel, die Schleusungskriminalität effektiv zu bekämpfen und Täter zur Verantwortung zu ziehen," betonte Staatsanwalt Matthias Bauer (Staatsanwaltschaft Weiden i.d.Opf).
Die Staatsanwaltschaft Weiden i.d.OPf. und die Bundespolizeiinspektion Waidhaus bedanken sich ausdrücklich bei der aufmerksamen Zeugin für den entscheidenden Hinweis. Gleichzeitig appellieren die Behörden an die Bevölkerung, auch künftig verdächtige Beobachtungen unverzüglich zu melden. Solche Hinweise sind ein wichtiger Beitrag zur Bekämpfung der Schleusungskriminalität und können entscheidend zur Aufklärung von Straftaten beitragen.
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Tobias Pfeiffer
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und die Gewährleistung der Sicherheit von Bahnreisenden.
Auf der Grundlage des Schengener Grenzkodex bekämpfen die Waidhauser
Bundespolizisten grenzüberschreitende Kriminalität in enger
Zusammenarbeit mit der bayerischen und tschechischen Polizei sowie
dem Zoll.
Im bahnpolizeilichen Aufgabenspektrum setzt die BPOLI Waidhaus einen
Schwerpunkt bei der Kriminalprävention und der Gefahrenvorsorge.