Medieninformation der Polizei München vom 16.04.2026

543.     Bilanz des gemeinsamen Schwerpunkteinsatzes des Zolls und der Münchner Polizei – Ludwigsvorstadt Am Mittwoch, 15.04.2026, in der Zeit von 17:00 Uhr bis 24:00 Uhr, fand zusammen vom Hauptzollamt München und der Münchner Polizei eine größere Prüfaktion im Südlichen Bahnhofsviertel statt. Vom Zoll waren über 100 Beamte und von der Polizei über 400 Beamte im Einsatz. Die Münchner Polizei wurde dabei von Beamten der Bayerischen Bereitschaftspolizei unterstützt. Auch Mitarbeiter der Landeshauptstadt München (Feuerwehr und Lebensmittelüberwachung) waren am Einsatz beteiligt. Während des Einsatzes musste die Landwehrstraße von der Sonnenstraße bis zum St.-Pauls-Platz teilweise gesperrt werden. Es kam daher zu Verkehrsbeeinträchtigungen in diesem Bereich. Ziel der Aktion war eine Prüfmaßnahme, unter anderem hinsichtlich der Bekämpfung der Schwarzarbeit und der illegalen Beschäftigung. Geprüft wurden Gewerbebetriebe, wie Friseursalons, An- und Verkaufsgeschäfte, Shisha-Bars und deren Angestellte. Dabei wurden auch Tabakerzeugnisse überprüft, ob diese den gesetzlichen Vorschriften entsprachen, da diese eine enorme Gesundheitsgefahr darstellen könnten. In einzelnen Objekten führte die Feuerwehr eine Brandschutzprüfung durch. Die Münchner Polizei unterstützte hierbei den Zoll und die Landeshauptstadt und erledigte notwendige polizeiliche Aufgaben, wie Identitätsfeststellungen und Dokumentenprüfungen. Insgesamt wurden rund 80 Gewerbebetriebe überprüft, bei denen über 200 Personenbefragungen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern durchgeführt wurden. Bislang konnten bereits 23 Verstöße gegen Mindestlohnbestimmungen, 21 Beitragsvorenthaltungen (sogenannte „Schwarzarbeitsverstöße“) und 28 Verstöße wegen illegaler Beschäftigung festgestellt werden. Weiter ergaben sich über 85 Sachverhalte, die derzeit durch die Finanzkontrolle Schwarzarbeit geprüft werden und mögliche Verstöße nach sich ziehen können. Bei den Kontrollen wurden vom Zoll zudem Betäubungsmittel, unversteuerte Zigaretten und illegaler Wasserpfeifentabak aufgefunden und sichergestellt. Dazu wurden von der Polizei weitere Verstöße gegen verschiedene Rechtsvorschriften angezeigt, wie z.B. Verstöße gegen das Waffengesetz, Aufenthaltsgesetz und Betäubungsmittelgesetz. Dabei wurden u.a. zwei Tatverdächtige wegen des Handels mit Kokain angezeigt und der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt. Weiterhin konnten eine größere Menge Khat und über 2kg Marihuana aufgefunden und sichergestellt werden und ein Tatverdächtiger angezeigt werden. Zudem wurden drei mit Haftbefehl gesuchte Personen festgestellt. Auch wurden mehrere tausend Euro Bargeld beschlagnahmt, bei denen der Verdacht der Geldwäsche besteht. Durch die Feuerwehr wurden über 50 Verstöße gegen Brandschutzvorgaben festgestellt und die Lebensmittelüberwachung zeigte mehrere Verstöße gegen das Tabakerzeugnisgesetz und die Hygieneverordnung an.