Bundespolizeidirektion München: Bedrohung im Regionalzug / Bundespolizist außer Dienst greift ein

Am Freitagmorgen (17. April) ist es gegen 07:30 Uhr in einem Regionalzug der Linie RB86 zwischen München-Pasing und Althegnenberg zu einer Bedrohungslage gekommen. Ein 20-jähriger Mann aus Rumänien sorgte durch sein Verhalten für einen Polizeieinsatz. Nach bisherigen Erkenntnissen stieg der Tatverdächtige am Bahnhof München-Pasing in den Zug ein und belästigte mehrere Reisende, darunter fünf Mädchen im Alter von 13 und 14 Jahren. Dabei äußerte er mehrfach bedrohliche und wirre Aussagen, unter anderem über das Mitführen einer Waffe und die Absicht, andere Personen zu verletzen. Ein Zugbegleiter wurde durch Reisende auf die Situation aufmerksam und brachte die betroffenen Kinder aus dem unmittelbaren Umfeld des Mannes. Im weiteren Verlauf wandten sich diese an einen Beamten der Bundespolizeiinspektion München, der sich privat in Uniform im Zug befand. Dieser schritt ein, sprach den Mann an und fixierte ihn aufgrund seines unberechenbaren Verhaltens bis zum Eintreffen weiterer Einsatzkräfte. Am Bahnhof Althegnenberg konnten alle Beteiligten durch eine alarmierte Streife der Bundespolizei angetroffen werden. Eine Durchsuchung des Tatverdächtigen verlief negativ - eine Waffe oder andere gefährliche Gegenstände wurden nicht aufgefunden. Der Mann wurde vorläufig festgenommen und zur weiteren Sachbearbeitung zur Dienststelle der Bundespolizei nach München gebracht. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde er zunächst wieder entlassen. Durch den Einsatz kam es bei insgesamt drei Zügen zu Verspätungen von rund 150 Minuten. Am selben Tag gegen 14:10 Uhr wurde der Tatverdächtige erneut im Bereich des Münchner Hauptbahnhofs auffällig. Gegenüber zwei Reisenden äußerte er abermals, eine Waffe mit sich zu führen. Einsatzkräfte konnten den Mann im Rahmen einer umgehend eingeleiteten Fahndung feststellen, zu Boden bringen und fesseln. Auch bei dieser Durchsuchung wurden keine gefährlichen Gegenstände aufgefunden. Der Tatverdächtige wurde erneut vorläufig festgenommen. Nach Rücksprache mit dem Amtsgericht München wurde er anschließend auf freien Fuß entlassen. Die Bundespolizei ermittelt unter anderem wegen Bedrohung, Störung öffentlicher Betriebe sowie Belästigung der Allgemeinheit. Rückfragen bitte an: Sina Dietsch Bundespolizeiinspektion München Denisstraße 1 - 80335 München Pressestelle Telefon: 089 515550-1103 E-Mail: bpoli.muenchen.oea@polizei.bund.de Die Bundespolizeiinspektion München ist zuständig für die polizeiliche Gefahrenabwehr und Strafverfolgung im Bereich der Anlagen der Deutschen Bahn und im größten deutschen S-Bahnnetz mit über 210 Bahnhöfen und Haltepunkten auf 440 Streckenkilometern. Zum räumlichen Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeiinspektion München gehören drei der vier größten bayerischen Bahnhöfe. Er umfasst neben der Landeshauptstadt und dem Landkreis München die benachbarten Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Dachau, Ebersberg, Erding, Freising, Fürstenfeldbruck, Landsberg am Lech und Starnberg. Sie finden unsere Wache und unseren Dienstsitz für die nichtoperativen Bereiche mit dem Ermittlungsdienst in der Denisstraße 1, rund 500m fußläufig vom Hauptbahnhof entfernt. Das Revier befindet sich im Ostbahnhof. Zudem gibt es Diensträume am Hauptbahnhof, in Pasing und Freising. Weitere Informationen erhalten Sie über oben genannte Kontaktadresse oder unter sowie unter .